Ach, die Social Networks. Bei der Masse, wie soll man da noch die Übersicht behalten, welche Freunde denn wo aktiv oder angemeldet sind? Da will Spokeo helfen. Man gibt einfach die E-Mail eines (Un)Bekannten ein und die Seite wirft aus, in welchen Social Networks der Bekannte unter der jeweiligen E-Mail-Adresse angemeldet ist und welche Inhalte er eingestellt hat. Wer mag, kann gleich seine kompletten E-Mail-Kontakte importieren um zu sehen, was die so treiben.
Was Spokeo sehr anschaulich zeigt: Wie gläsern und verkoppelt der Einzelne mittlerweile mit seiner E-Mail ist. Klar, wenn man in ein Social Netzwerk eintritt, dann wird schon darauf hingewiesen, dass Inhalte, die man einstellt, für alle sichtbar sind. Die meisten lesen die AGBs nicht, oder es ist ihnen egal. Weil es ja eh keinen interessiert, weil man das ja in der Masse eh nicht finden kann. Spokeo haut einem das Gegenteil knallhart ins Gesicht. Jeder kann sich sofort zu dem einzelnen Nutzer hinklicken und mehr über ihn erfahren. Alles, was es braucht ist die E-Mail. Positiv für uns mal wieder: Noch sind Dienste wie StudiVZ oder Lokalisten nicht aufgenommen.
Spokeo: Was treiben eigentlich meine Kontakte?
Spokeo ist für mich zweigeteilt. Zum einen reizt der Dienst meine Neugier, zum anderen macht er mir Angst. Die User sind damit unglaublich gläsern, zumal es keinerlei Schutzmaßnahmen gibt.
Was meint ihr? Ist Spokeo ein nützlicher Dienst, mit dem man verlorene Freunde einfach wiederfinden kann, oder der HTML-gewordene Alptraum der Datenschützer?
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