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MP3s über Amazon kaufen – ein Selbstversuch

Seit März 2009 kann man beim deutschen Amazon MP3 Store Alben und einzelne Lieder als MP3s ohne Kopierschutz kaufen. Damit mischt Amazon einen Markt kräftig auf, in dem sich seit einigen Jahren Dienste wie Napster, Musicload oder iTunes zu etablieren versuchen. Zankapfel ist aber seit langem ein Kopierschutz mittels Digital Rights Management (DRM), der ein Abspielen auf anderen Systemen als Windows oder Apple nahezu unmöglich macht.

Amazons MP3-Store verzichtet ebenfalls auf einen DRM-Kopierschutz und beinhaltet mittlerweile ein beeindruckenendes Portofolio. Neben aktuellen Songs gibt es auch zahlreiche Klassiker und ältere Alben. Anders als bei iTunes gibt es keinen Einheitspreis für Songs oder Alben. Amazon staffelt die Preise, diese reichen von etwa 4,90 Euro bis hin zu knapp 10 Euro pro Album. Einzelne Lieder kosten ab 70 Cent bis hin zu 99 Cent.

Amazon MP3

Der Download-Manager von Amazon: Gibt es für Windows, Mac OS und Linux.

Technisch gesehen macht man keinen schlechten Deal. Amazon verkauft die meisten Lieder mit einer Bitrate von 256 kbs im MP3-Format. Die einzelnen Dateien sind einwandfrei getagged, inklusive Albumcover. Dank DRM-Verzicht lassen sich die Dateien in jedem MP3-fähigen Player abspielen oder brennen. Getestet haben wir es mit einem iPod Video, es funktionierte einwandfrei. Dennoch sind die Dateien über Wasserzeichen gekennzeichnet. Wie Wired berichtet lassen sich die Dateien damit dem jeweiligen Verkaufsort zuordnen, enthalten aber keinerlei private Informationen über den Käufer.

Amazon MP3 Wired

Wie man in diesem Bild von Wired sieht, enthalten die Amazon-Dateien einen kleinen Unterschied gegenüber einer komplett freien Datei.

Einen Nachteil gibt es allerdings gegenüber Diensten wie Napster: Die Lieder lassen sich eigentlich nur einmal herunterladen. Amazon schreibt in der FAQ, dass sich der Nutzer anschließend selbst um Backups kümmern muss. Im Forum wird allerdings berichtet, dass man im Notfall dem Amazon-Kundendienst eine E-Mail schreiben kann, anschließend werden die Lieder wieder für einen Download freigegeben. Das könnte Amazon noch ein wenig eleganter regeln. Ansonsten ist der Dienst ein Vorbild und zeigt, wie man mit einem einfachen System Musik im Internet verkaufen kann, ohne den Endkunden DRM-Systeme aufzuzwingen.


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Über Mo

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da. Ihr findet mich auf Google Plus, Twitter oder LinkedIn

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