Quietnet verschickt Chats via Ultraschall.
Quietnet verschickt Chats via Ultraschall.

Quietnet – Nachrichten per Ultraschall verschicken

Nach den Snowden-Informationen der letzten Wochen sind sich viele nicht mehr sicher, ob und wie sich Informationen sicher übertragen lassen. Allerdings besinnen sich auch immer mehr Leute auf alternative Möglichkeiten, um mit anderen zu kommunizieren. Ein solches Projekt ist Quietnet

Die Idee: Nachrichten werden nicht über WLAN, Bluetooth oder eine andere klassische Datenschnittstelle verpackt, sondern mit Hilfe von Tönen, die nahe an den Ultraschallfrequenzen liegen.

Quietnet verschickt Chats via Ultraschall. (Quelle: Katee)
Quietnet verschickt Chats via Ultraschall. (Quelle: Katee)

Aktuell kann Quienet Chats senden und empfangen, notwendig sind dafür nur ein Mikrofon und Lautsprecher. Die Nutzung ist simpel: Das Programm besteht aus zwei Python-Skripts (listen und send), die in je einem eigenen Fenster laufen.

Ich finde die Idee ziemlich witzig, vor allem, weil dadurch klar wird, dass Informationsübertragung nicht zwingend auf klassische Medien festgelegt ist, im Gegenteil. Allerdings gibt es natürlich noch ein paar Probleme: Die Reichweite etwa. Oder die Tatsache, dass die Lautsprecher und Mikrofone zumindest einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen müssen. Oder die Warnung, dass Tiere und einige Menschen ungut auf das Programm reagieren könnten. Oder dass jeder, der das Listen-Skript laufen lässt, die Meldungen mitschneiden kann.

Trotzdem: Eine witzige Sache, das Projekt sollte man auf alle Fälle im Hinterkopf behalten. Vor allem für mobile Geräte könnte das ein cleverer lokaler Chat sein.

Über Moritz Jäger

Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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