DuckDuckGo Teaser

DuckDuckGo statt Google: Warum ich Suchmaschinen wechsle

Google-Bashing ist aktuell in, gerade diverse Autoren und/oder Verleger hauen fröhlich drauf (wobei es mir diebisch gefällt, dass das Bundeskartellamt ihnen ordentlich auf die Finger geklopft hat). Aber darum soll es in diesem Beitrag gar nicht gehen – sondern darum, warum ich finde, dass DuckDuckGo teilweise die bessere Alternative ist.

DuckDuckGo ist eine Suchmaschine, die optisch nicht nur wie Google aussieht, sondern auch ziemlich gute Ergebnisse liefert. Nicht ganz so gut wie Google, aber fast. Der Vorteil dabei: DuckDuckGo schätzt die Privatsphäre der Nutzer und, was für mich noch wichtiger ist, hat keine Filterblase.

DuckDuckGo kann man auch als Plugin direkt in Browser (hier Opera) integrieren.
DuckDuckGo kann man auch als Plugin direkt in Browser (hier Opera) integrieren.

Google versucht möglichst viel über den Nutzer zu lernen, um ihm dann im Idealfall bessere und passende Suchergebnisse zu liefern. Das mag für den Alltag ok sein, ich halte mich aber für einen „Heavy-User“ und ich will nicht, dass mir irgendjemand in meine Ergebnisse reinspuckt. Stattdessen passe ich mir die Ergebnisse lieber über Operatoren an. Theoretisch könnte ich mit anonymen Anfragen und sowas arbeiten, aber das vergesse ich zu oft. Dazu kommt, dass dank dem „Recht auf Vergessen werden“, dass aus der europäischen Ergebnisliste bestimmte Einträge entfernt werden (nicht aus der amerikanischen). Das trifft etwa Einträge in der Wikipedia sowohl wie Magazine oder Zeitungen. Wie gesagt, wenn ich Google.com nutze (und auch sicherstelle, dass ich die US und nicht die DE-Suchmaschine verwende, dann kommen die Ergebnisse trotzdem.

DuckDuckGo verändert meine Suchergebnisse nicht, sondern zeigt sie mir so, wie sie der Algorithmus vorgesehen hat. Allerdings haben die Macher ein paar clevere Funktionen eingebaut, die die Ergebnisse aufbereiten und clever anzeigen. Auch hier gibt es ein paar Operatoren, viele davon sind die gleichen wie bei Google. Besonders interessant sind aber die Bangs. Mit diesen kann man über DuckDuckGo gezielt Suchen in anderen Seiten abfragen – egal ob etwa Google, Bing oder Seiten wie HackaDay oder Amazon.

Das Gute an dieser Funktion ist, dass die jeweiligen Seiten nichts über den Nutzer erfahren, sondern DuckDuckGo als Absender erhalten. Damit umgeht man Funktionen, welche Profile über den Nutzer erstellen oder versuchen, die Ergebnisse besonders aufzubereiten.

Probiert es mal aus, DuckDuckGo kostet nichts und ihr könnt jederzeit wechseln.

Über Moritz Jäger

Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

Ein Kommentar

  1. Duckduckgo ist eine tolle Suchmaschine – keine Frage.
    Einziger Wehrmutstropfen: DDG sitzt in den USA und unterliegt somit auch den amerikanischen „Patriot Act“ und muss auf Forderung Daten herausrücken, wenn die US-Justizbehörden das so wollen.
    Für mich ist da zB Ixquick oder Startpage die bessere Alternative, aber über diese Suchmaschine(n) wird leider nicht berichtet. Schade eigentlich.

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