Mumble Teaser

Mumble-Server auf Synology NAS

Zusammen mit ein paar Freunden habe ich beschlossen, dass wir uns einmal die Woche abends frei halten um eine Runde zu daddeln. Und klar, um uns beim Spielen miteinander zu unterhalten brauchen wir einen Voice-Chat. Wir hatten einige Dinger ausprobiert, etwa Appear.In oder Skype, aber zum Zocken taugen die alle nicht wirklich. Aber es gibt ja Server-basierte Alternativen, etwa Ventrilo, TeamSpeak oder, der jüngste Zugang, Mumble.

Gerade über Mumble hatte ich viel Gutes gehört. Ordentliche Sprachqualität bei geringer Latenz, Open Source, Clients für fast alle Systeme und noch dazu ein Server, der deutlich geringere Anforderungen gegenüber Vent oder TS hat.

Zudem gibt es ein Programpaket von uMurmur, dem abgespeckten Mumble-Server, für meine Synology-NAS. Einfach den Feed der SynoCommunity einbinden und es erscheint im Paketzentrum, mit einem Klick könnt ihr das Paket installieren. Dann allerdings müsst ihr noch die Konfiguration anpassen, das geht am schnellsten via SSH.

Schnappt euch den SSH-Client eures Vertrauens (ich mag den von BitVise) und schaltet euch auf eure Synology auf. Die Konfigurationsdatei nennt sich „umurmur.conf“ und ihr findet sie im Verzeichnis „/volume1/@appstore/umurmur/var/“ – wie immer sind Pfadangaben und Befehle ohne die Anführungszeichen einzugeben.

Öffnet die Datei mit vi („vi umurmur.conf“) und ihr habt die Konfiguration vor euch. vi ist zunächst im Befehlsmodus, durch Drücken der Taste „i“ wechselt ihr in den Editiermodus. Die komplette Konfiguration für uMurmur läuft über diese Datei ab. Ich habe auf meinem Server unter anderem die maximale Bandbreite, den Willkommenstext, das Passwort für Nutzer und Admins, den Port und IP sowie die Channel-Namen geändert.

Meine Konfiguration des Mumble-Servers uMurmur.
Meine Konfiguration des Mumble-Servers uMurmur.

Die Konfiguration ist ziemlich einfach, alle Funktionen sind verständlich und auf dieser Seite nochmal im Detail erklärt. Vergesst nicht, dass ihr bei einzelnen Funktionen die Raute am Anfang löschen müsst, diese wird genutzt, um die restliche Zeile auszukommentieren. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn ihr bestimmte Funktionen nicht nutzen möchtet, aber die Daten nicht löschen wollt.

Wenn ihr mit eurer Konfiguration zufrieden seid, speichert ihr die Datei mit „Esc-Taste :wq“ ab. Anschließend müsst ihr den Server neu starten (im Paketzentrum stoppen und neu starten) und die neue Konfiguration sollte eingelesen und aktiv sein.

Der Mumble-Client ist mit meinem Mumble-Server verbunden.
Der Mumble-Client ist mit meinem Mumble-Server verbunden.

Ich hab zudem noch den Port für den Mumble-Server über meinen Router freigegeben, damit meine Jungs von draußen auf den Server kommen. Bislang klappt es super, selbst zu viert habe ich immer noch solide Ping-Zeiten auf den jeweiligen Servern. Sprachqualität ist ausgezeichnet, vor allem, wenn jeder seinen Client ordentlich einrichtet.

Bildquelle: Teaser von Mumble.info, Screenshots von mir.

Über Moritz Jäger

Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

5 Kommentare

  1. Hi Moritz,

    habe ebenfalls „umurmur“ auf meiner Synology am laufen. Im LAN klappt das auch alles wunderbar, nur wenn ich von aussen versuche zu verbinden, wird mit der Meldung “ could not verify host certificate“ abgebrochen. Ports sind auf der FRITZ geforwardet und auch anpingbar. Hast du vielleicht eine Idee dazu?

    Gruß Heiko

    • Hi Heiko,
      Huh, seltsam.
      Zwei Ansätze: hast du Port und IP nach draußen fest definiert in der Config (und danach neu gestartet?) Ich würde zudem raten, der Synology eine feste IP außerhalb des dynamischen Pools zu vergeben oder in der Fritz-Box die aktuelle IP für die Synology immer zuzuweisen (das geht über Heimnetz – Netzwerk – das „bearbeiten“-Symbol und dann ein Haken bei „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen.“

      Soll ich mal probieren, mich damit zu verbinden? Dann bräuchte ich deine Adresse.

      Du kannst die Fehlermeldung in der Synology UI unter „Log“ beim uMurmur-Paket genauer ansehen.

      • Hallo.

        Habe das Problem das ich die „vi umurmur.conf“ nicht speichern kann.
        Habe es mit „BitVise“ verwendet, da kommt die Meldung das die config datei „read only“ ist wenn ich mit „Esc-Taste :wq“ speichern will.

        Post ist schn etwas ältern, hoffe mal es schaut trotzdem noch einer rein.
        Würde das schon gerne zum laufen bekommen.

  2. Ok, hat sich erledigt.
    Ab DSM > 5.0 muss man unter Sicherheit noch die neu hinzu gekommene Einstellung „Schutz gegen Cross-Site-Request…… deaktivieren, sonst klappt das nicht.

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