Roadkil’s Unstoppable Copier– grandioses Tool bei Festplattenproblemen

Ok, stellt euch einfach mal folgendes vor: Ihr habt eine relativ große Festplatte, sagen wir 2 Terrabyte. Die habt ihr schon länger und so langsam füllt sie sich mit wichtigen Daten, etwa Bildern, Dokumenten oder virtuellen Abbildern von Systemen. Alles geht gut, bis ihr eines Tages immer mal wieder Abstürze von Programmen oder Blue-Screens beobachtet. Kein Problem, ihr heizt ein Check-Tool wie HDD Health oder Crystal Disk an und lasst die Festplatte checken. Wenn es schlecht läuft, erhaltet ihr so ein Ergebnis:

crystaldisk

Hm. Ok, kein Problem. Eine neue Festplatte (3 TB, SATA 600) geht günstig her und ist schnell angeschlossen, anschließend müssen nur noch die Daten von der alten auf die neue Partition. Das Problem: Der Windows Explorer ist dafür zwar OK, allerdings scheitert er, wenn es an korrupte oder fehlerhafte Daten geht.

Ich hab ein wenig im Web gesucht und hab zahlreiche Tools ausprobiert. Mein absoluter Favorit ist dabei Roadkil’s Unstoppable Copier. Das Ding ist Hardcore. Nicht nur kopiert es stoisch Bit für Bit (und probiert es dabei immer und immer wieder), sondern es hat auch gar kein Problem damit, Dateien zu übertragen falls diese nur teilweise in Ordnung sind.

roadkil

Natürlich kann das teilweise richtig lang dauern, allerdings ist das Ergebnis meistens, dass die Daten wenigstens noch lesbar sind. Bei wichtigen oder großen Daten lohnt sich das Warten in jedem Fall.

Der Unstoppable Copier ist kostenlos und funktioniert unter allen Windows-Versionen, inklusive Windows 8. Wenn ihr also mal Dateien habt, die korrumpiert wurden oder sich einfach nicht kopieren lassen – probiert das Tool aus. Download gibt es hier.

WordPress, Ad-Blocker, Tracker und Statistiken

Aktuell haben zahlreiche Verlage eine Petition laufen (das ist noch das freundlichste Wort im Web), dass der Nuzter bitte seinen Werbeblocker ausschalten möge, weil man ja Geld verdienen will. Ich will gar nicht groß drauf eingehen, dass die Verlage unter anderem am Aufstieg der Werbeblocker schuld sind (wahlweise durch Pop-Overs, -Unders und sonstigen Quatsch), das machen bereits andere. (Die Gegenseite stellt Herr Patalong von Spiegel Online dar. )

Nein, dieser Beitrag dreht sich um Tracking. Ich persönlich nutze keinen Ad-Blocker, auch die großartige .Hosts-Datei hab ich wieder deaktiviert. Ich blende die meiste Werbung automatisch aus und Seiten, die mich zu sehr nerven, besuche ich nicht mehr.

Allerdings ist Tracking dagegen ein ernstes Problem, zumindest halte ich es dafür. Denn dann landen meine Surfdaten in irgendwelchen, komplett undurchsichtigen Abteilungen, gerne auch im Ausland, die sich dann einen Scheiß um Datenschutz kümmern. Und während Tracking früher etwas komplexer war, haben die Angebote inzwischen rapide zugenommen. Glaubt ihr nicht? Dann installiert einfach mal die Erweiterung Ghostery im Browser eurer Wahl und macht euch auf eine Überraschung gefasst.

Das Problem dabei ist, dass man sich mit vielen externen Diensten auch gleich den Tracker ins Haus holt. Hier auf Nerd-Supreme beispielsweise passe ich eigentlich genau auf, was installiert wird (kein Google Analytics, etwa). Aber trotzdem hatte ich heute eine Überraschung.

Denn plötzlich tauchen hier immer wieder Dienste auf, die ich eigentlich nicht möchte. Aber von vorne. Folgende Dinge habe ich tatsächlich aktiv installiert:

  • Disqus: Das Diskussionsystem. Ich finde, dass die Vorteile von Disqus die Nachteile aufwiegen.
  • VG Wort: Dieses Zählpixel meldet bei einigen, längeren Einträgen die Besucher an die VG Wort. Kommen genügend Besucher im Jahr zusammen, kriege ich Geld. Das ist eher eine Spielerei, wirklich gebracht hat es wenig.
  • Piwik: Mein Hauptanalysesystem. Open Source und liegt auf meinem Server. Daten davon nutze ich nur intern. Und ihr könnt euch abmelden.

Dann tauchen aber plötzlich andere Dinge auf, die ich so nicht geplant hatte:

  • Quantcast: Neben Piwik habe ich zusätzlich das WordPress Statistik-Tool aus dem Jetpack installiert. Und das schleppt scheinbar Quantcast als Tracker mit ein, der fröhlich Nutzer ausspioniert. Nicht schön.
  • ScoreCard Research Beacon: Das habe ich gerade gesehen und scheinbar ist es ebenfalls ein von einem WordPress Plugin geliefertes Tracking-Dingens.

Was also tun? Ich werde versuchen, die Tracker hier Server-Seitig zu deaktivieren. Ich mag die Dienste, allerdings ist es mir diesen Unfug nicht wert. Sorry, das war nicht beabsichtigt, eigentlich will ich euch so wenig wie möglich zumuten (deswegen gibt es auch kein “poste das auf Facebook” Link, das ist die Schnüffelei einfach nicht wert).

Was könnt ihr tun? Ganz einfach, selbst aktiv werden. Nutzt Ghostery um gezielt zu blocken oder setzt auf den IE samt Tracking Protection Listen (die vom Fraunhofer Institut kann ich empfehlen). Werbung gerne, aber Tracking, noch dazu intransparent, das geht nicht.

 

Modernist Cuisine – Zutatenliste auf Deutsch

Das Buchcover (Quelle: ModernistCusine.com)

Zu Weihnachten gab es für mich das großartige “Modernist Cuisine at Home“. Das Kochbuch ist die “Zuhause”-Variante von Modernist-Cuisine, einer fünfteiligen 12-Kilo-Schwarte, die das Zeug zum Standardwerk hat. Das Buch besticht durch seine wunderschönen, technisch anspruchsvollen Bilder, seine großartigen Rezepte (insgesamt 406, keins davon einfach vom großen Bruder abgeschrieben) und seine, zumindest meiner Meinung nach, sehr anschauliche Zubereitungsanweisungen.

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Sonntagsvideo: Train – 50 Ways To Say GoodBye

Etwas *hüstel* zu spät und nur kurz: Das Video der Woche ist ein Musikvideo, und zwar von Train. 50 Ways To Say Goodbye handelt von einem jungen Mann, der seiner Umwelt einfach nicht gestehen kann, dass seine Freundin ihn verlassen hat – und deswegen zahlreiche Ausreden erfindet.

Ich mag Train, auch wenn sie natürlich nicht gerade weltbewegende Songs schreiben, so kann man sie sich problemlos anhören. Und das Beste: Der Hoff ist mit im Video. Noch Fragen? Nein? Dann anschauen:

Chatten statt Appen: Alternativen zu WhatsApp

Ich hab die Euphorie rund um WhatsApp nie verstanden. Gut, die Anmeldeprozedur war einfach und das Ding hat automatisch die Kontakte nach anderen Nutzern durchsucht (was mit der Telefonnummer natürlich clever gelöst ist), aber trotzdem war mir der Messenger immer zu unhandlich. Ich bevorzuge einfach Systeme, bei denen ich unabhängig bin.

Und künftig dürften sich wieder mehr für Alternativen zu WhatsApp interessieren. Der Grund: Die Anbieter haben nicht nur endlich eine relativ alte Sicherheitslücke geschlossen, sondern werden künftig wohl auch direkt Geld verlangen, sagt zumindest Kaspersky auf Facebook.

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Pelzkampagnen und Lederrocker

Disclaimer: Möglicherweise bewege ich mich mit diesem Blogeintrag ein wenig außerhalb meiner Komfortzone, aber das muss ja auch mal sein.

Ich habe mit Peter Maffay relativ wenig zu tun. Seine Musik, egal ob mit oder ohne Tabaluga, trifft so gar nicht meinem Geschmack und mit der Ausnahme seiner kurzen Rolle beim „Eisbär“ interessiert mich auch seine Schauspielkarriere wenig. Herr Maffay war immer so ein deutscher Künstler, dessen Gesicht man halt erkennt.
Wahrscheinlich deswegen blieb mein Auge auf einer Anzeige in der U-Bahn hängen. Herrn Maffays Gesicht war (und ist) da neben dem Ausspruch „Wer PELZ trägt, trägt den TOD“. Sein Name steht darunter, entsprechend ordne ich das als wörtliches Zitat ein.

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Zurück nach Hack/Defacement

Hi zusammen. Erstmal: Sorry wegen der Downtime. Ich hab dafür aber eine Erklärung:

Am 11. Oktober hat mich mein Provider kontaktiert, meine Seite wäre gehackt worden. Unter anderem hatten die Angreifer folgende Daten hinzugefügt. Betroffen waren:

  • ./wp-content/uploads/2012/10/telnet.pl
  • ./wp-content/uploads/2012/10/chmod.php
  • ./wp-content/uploads/sym.php
  • ./wp-content/uploads/2_x3.php.jpg
  • ./wp-content/uploads/sym/.htaccess
  • ./wp-content/uploads/sym/root
  • ./wp-content/uploads/2_a.php.jpg

Konkret bedeutete das, dass meine Webseite dieses spaßige Bild anzeigte:

N-Sup-Haxxors

Die Haxxors greifen die Seite an. Halp!!

Ja, vielen Dank auch Dark-Devilz. Ich bin persönlich nicht gerade politisch aktiv im Mittleren Osten, aber so macht ihr euch bestimmt keine Freunde. Die Spaßvögel haben zudem meine WP-Config komplett überschrieben (das hat mich einige Zeit gekostet…).

 

Nun scheint allerdings alles wieder zu funktionieren, auch habe ich keine anderen verdächtigen Programme oder Dateien gefunden, welche die Spaßvögel auf meinem Server deponiert haben könnten. Sollte euch irgendetwas auffallen, wäre ich für einen Hinweis an nerdsupremespinnt@moritzjaeger.de dankbar.

Als Gegenmaßnahme habe ich, längst überflüssigerweise, meine HTACCESS richtig angepasst. Ich verlasse mich dabei auf das Plugin Bulletproof Security.

Sorry nochmal für die Umstände. Backups, Leute. Backups, Backups, Backups.

Xcom – Enemy Unknown Demo ist da / Borderlands 2 Splitscreen Galore

Borderlands/Xcom Teaser

Servus zusammen – aktuell ist es mit der Update-Anzahl etwas mau, was an drei Sachen liegt: Arbeit, Borderlands 2 und Xcom – Enemy Unknown. Von letzterem gibt es seit heute, also ganz frisch, eine eigene Demo. Ihr findet sie auf Steam, ein direkter Link ist leider wegen der Altersabfrage nicht möglich. Einfach ziehen und spielen, loslos. Deswegen wird es wohl auch heute etwas weniger Action hier werden.

XCOM Enemy Unknown Teaser (Quelle: Firaxis)

XCOM Enemy Unknown Teaser (Quelle: Firaxis)

Eine Sache aber noch: Borderlands 2 ist wahrscheinlich ein Shooter, den sich mal alle anderen Hersteller als Vorbild nehmen sollten. Nicht unbedingt wegen der Story aber technisch. Denn es gibt nicht nur einen sehr spaßigen Singleplayer, sondern auch einen ordentlichen Online-Koop-Modus. Und den gleichen Coop-Modus sogar im LAN. Und auf Konsolen auch im Splitscreen. Und man kann mit dem Splitscreen online gehen. UND sogar zwei Konsolen im LAN koppeln und zu viert an zwei Fernsehern spielen. Wie geil ist das denn, bitte? Wenn Gearbox es jetzt mit einem Update noch schafft, eine ordentliche Verbindung zwischen PC, PS3 und Xbox 360 zu schaffen, dann sind sie in jedem Fall meine Entwickler der Herzen. Unterstützt sie und holt euch Borderlands 2. Wirklich.

Borderlands 2 (Quelle: 2KGames)

Borderlands 2 (Quelle: 2KGames)

 

Freitagsvideo: Das Johnny Cash Project

Johnny Cash gehört in jedem Fall zu meinen Top 5 Musikern. Deswegen würde ich heutigen Freitagsvideo ganz gerne das Johnny Cash Project vorstellen. Es ist nicht neu, aber deswegen kein bisschen weniger beeindruckend. Die letzte Studioaufnahme von Johnny Cash, Ain’t no grave, wird dort von unzähligen Freiwilligen weltweit illustriert und Frame-für-Frame zusammengesetzt.

Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Video, basierend auf den zahlreichen Einzelporträts. Leider lässt es sich nicht einbetten, aber klickt euch rüber zur Webseite des Projektes und bestaunt den Song einfach. Allein beim Auswählen der entsprechenden Porträts kann man viel, viel Zeit verbringen. Und es wiederlegt Schwachsinnsthesen, nach denen das Internet dumm macht.

Ein Video gibt es aber trotzdem. Und zwar eine kleine Hintergrundreportage zum Johnny Cash Project, inklusive einer Version des Videos. Viel Spaß.

The Johnny Cash Project from Chris Milk on Vimeo.

Motorola: Ohne Bloatware gibt’s kein Update auf ICS

moto-update

Effing Motorola, ohne scheiß. Aber von vorne:

Ich bin seit dem Frühjahr stolzer Besitzer eines Motorola Razr. Ganz ehrlich, das Gerät an sich ist dabei keineswegs schlecht. Dünn, angenehm lange Akkulaufzeit, HDMI, Rückseite mit Kevlar, ordentlich interner Speicher und ein Slot für MicroSD-Karten. Aber der Softwaresupport von Motorola ist so ziemlich das mieseste, was derzeit im Android-Markt unterwegs sein dürfte.

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