Motorola: Ohne Bloatware gibt’s kein Update auf ICS

moto-update

Effing Motorola, ohne scheiß. Aber von vorne:

Ich bin seit dem Frühjahr stolzer Besitzer eines Motorola Razr. Ganz ehrlich, das Gerät an sich ist dabei keineswegs schlecht. Dünn, angenehm lange Akkulaufzeit, HDMI, Rückseite mit Kevlar, ordentlich interner Speicher und ein Slot für MicroSD-Karten. Aber der Softwaresupport von Motorola ist so ziemlich das mieseste, was derzeit im Android-Markt unterwegs sein dürfte.

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Ich bau mir die “Executor”

Meine Freundin scheint hier mitzulesen. Nur so kann ich mir erklären, wie sich unter meinem Weihnachtsbaum der Lego Bausatz der “Executor”, Darth Vaders Flaggschiff einfand. Unglaublich. Ich hatte ja bereits hier über das Lego-Modell des Super-Sternzerstörers geschrieben, das aus 3152 Teilen besteht und aufgebaut knapp 1,20 Meter lang ist.

Egal, das Ding ist da und will aufgebaut werden. Ich hab inzwischen angefangen (wann ich fertig bin? hahahahaha) und ich kann ein paar Dinge bereits teilen:

  • Lego verlernt man nicht. Wer als Kind oder Jugendlicher Modelle gebaut hat, der hat diesen “Ah, Das Teil hier ist das richtige, da brauch ich die Knöpfe oben nicht mehr zählen” Blick immer noch – oder er kommt nach kurzer Zeit wieder.
  • Es macht verflucht süchtig. Ganz ehrlich. Man fällt sofort in diesen “nur noch eine Seite, dann hör ich auf”-Modus. Wie bei einem guten Videospiel.
  • Man sucht immer nach Bauteilen, die man gerade in der Hand hatte.

Nachdem ich gestern viel zu lange an der Bodenplatte gebaut habe (aber sie ist fertig. Hot Damn), bin ich jetzt ein wenig müde, weswegen Blogeintrag ein wenig kürzer aus. Aaaaber, dafür gibt es eine ausführliche Bilderstrecke. Bitteschön:

Ich werde meinen Baufortschritt natürlich weiter dokumentieren und euch auf dem Laufenden halten.

 

 

Behold, mein neues virtuelles Testlabor

Endlich hatte ich genügend Zeit um ein lang auf die Bank geschobenes Projekt zu verwirklichen: Ein auf VMware Workstation basierendes virtuelles Testlabor, mit dem man auch mal ein paar bösartige Dinge untersuchen kann. Nach ein bisschen herumbasteln bin ich auf eine überraschen simple und elegante Lösung gestoßen:

Virtuelles Testlabor

Virtuelles Testlabor

Realisiert ist alles mit VMware Workstation 8. Die drei virtuellen Maschinen sind alle in einem Team zusammengefasst (ein neues Feature in Workstation 8, es würde auch mit den Gruppen in Workstation 7 klappen). Grundsätzlich sollte sich das aber auch mit Virtualbox und Co realisieren lassen, wichtig ist, dass ihr einen virtuellen Switch habt, der mehrere Netzwerke unterstützt. Aktuell sind es drei VMs: die pfSense-Appliance sowie ein Windows 7 und ein XP SP3.

pfSense ist ein Router/Firewall-System auf FreeBSD-Basis (hey, Linux kann ja jeder :) ). Ich kann nicht genau sagen, warum ich mich für pfSense und nicht IPCop entschieden habe (vielleicht, weil der Herr Donauer von den Bitblokes immer IPCop nimmt und ich mich von ihm absetzen muss ;) ), aber das Ding bietet für den Anfang (und wahrscheinlich für immer) alle Funktionen, die ich brauche. pfSense hat zwei virtuelle Netzwerkkarten: Eine für den WAN-Zugriff (den Pfeil), eine für das LAN. Die WAN-Ethernetkarte ist gebridged, greift also auf mein “normales” Netzwerk zu und kann mit dem Internet kommunizieren. Die LAN-Karte ist im Host-Only-Modus und einem separaten Netzwerk für das virtuelle LAN. Im Grunde hab ich einfach das gemacht, was ein Router im normalen Netzwerk übernimmt: Das Internet ist in dem Fall mein lokales Netzwerk, pfSense erhält seien IP von meinem eigentlich Router und kann über den Traffic ins “wirkliche” Internet leiten. Das hat den großen Vorteil, dass ich die Konfigurationsseite von pfSensen von meinem Produktivsystem aus erreichen kann – das ist bequemer als wenn ich ständig von einer der virtuellen Maschinen aus zugreifen muss.

pfSense

pfSense

Die beiden Windows-System wiederum erhalten ihre IP vom DHCP-Server von pfSense – die beiden Systeme kennen nur sich selbst, dass ist quasi wie bei The 13th Floor (ach, hätte Matrix nur auch so geendet, aber ich schweife ab). Beides sind Standard-Windows-Installationen, deren Status natürlich in einem Snapshot gesichert wurde. Zusätzlich hab ich auf beiden ein nettes Tool installiert, den Windows System State Analyzer (WSSA) sowie dem Windows System State Monitor (WSSM). Der WSSA erlaubt es mir, einen Snapshot des Systemzustandes anzulegen und diesen mit einem späteren Snapshot (etwa nach der Installation eins verdächtigen Programmes) zu vergleichen. Dadurch sollte ich relativ schnell sehen, was eine Software an Unfug anstellt (an so spaßige Dinge wie und Co traue ich mich noch nicht ran). Der WSSM zeigt Zugriff im Live-Betrieb an, mal schaun, was mir besser gefällt. Anschließend werden die Systeme zurückgesetzt und alles ist wieder sauber. Beide Tools sind im Paket des Server Logo Program Software Certification Tool enthalten. Aktuell ist das Tool nur auf dem Windows 7 System eingerichtet, auf XP sollte es aber auch gehen.

Oh, eine weiter großartige Sache von pfSense ist die Logging-Funktion. Das System bringt tcpdump mit und kann den kompletten Traffic protokollieren, der über den Router ins Web geht (SSL ausgenommen, aber das kann ich ja später probieren, für den Anfang sollte normaler Traffic reichen) . Die Datei kann ich anschließend runterladen und über WireShark oder CloudShark analysieren. Cool.

Was bringt mir jetzt das Ganze? Zum einen habe ich ein schöne Laborumgebung, mit der ich ein wenig herumspielen kann, ohne dass ich mein Produktivnetz (in dem auch noch ein paar andere Rechner von Mitbewohnern hängen) in Gefahr bringe. Sollte ich wirklich mal einen Virus analysieren wollen, kann ich die Verbreitung mit ein paar Firewall-Regeln (wohl) recht gut in den Griff kriegen. Und ich lerne neue Funktionen kennen und kann neue Dinge ausprobieren (pfSense kann auch massig neue Pakete nachladen, so dass ich das Teil auch in eine Snort-Installation oder einen VPN-Server umbauen kann – was zahlreiche neue Workshops ermöglicht). Dank dem VMware-Setup kann ich auch relativ leicht neue Systeme dazuhängen oder abschalten (etwa, wenn ich mich endlich mal ans Aufsetzen einer Domain wage). Und ich lerne neue Tipps und Tricks kennen.

 

Android 4.0 auf dem Nokia N900

Das N900 finde ich ja immer noch eines der interessantesten Smartphones von Nokia (andere übrigens auch, was die immer noch hohen Preise erklären dürfte…). Auch die Haxxor Community mag das Gerät scheinbar und bastelt fleißig daran herum (interessante Projekte sind etwa NeoPwn, passende Beiträge die Weaponizing the N900-Serie).

Das heißt aber auch, dass sich etwa Android inzwischen auf dem N900 recht heimisch fühlt. Das gilt auch für die neueste Version, Ice Cream Sandwich. Während die offiziellen Android-Anbieter noch diskutieren, welche Geräte das Upgrade erhalten, hat ein findiger Hacker bereits eine Pre(pre-pre-pre)-Alpha auf das N900 portiert. Der Videobeweis:

via engadget

Fehler beim Windows 7 Boot beheben

Letzte Woche  auf der CA-World habe ich eine der Kardinalsregeln des reisenden IT-Journalisten verletzt. Niemals, unter keinen Umständen am Rechner rumbasteln. Ich hatte ein wenig Zeit und dachte “Meh, die Linux Partition brauchst eh ned, aber ein wenig Speicherplatz wäre ned schlecht”. Also, dumm wie ich war, habe ich die Partition mit Hilfe von Easeus Partition Master entfernt und dachte, dass es damit erledigt wäre.
Weit gefehlt.

Was ich komplett vergessen hatte war Grub. Der Linux-Bootloader konnte seine Config-Dateien nicht mehr finden, was dazu führte, dass er im Recovery-Modus starte. Das bedeutete leider auch, dass ich nicht ins Lenovo-Rescue-System starten konnte.

Ok, no problem, ich brauch nur einen USB-Stick mit nem Windows 7 drauf, hier standen Rechner rum, kein Problem, oder? Wieder falsch. Anders als bei den meisten anderen Konferenzen hat das CA-IT-Team eine hervorragende Arbeit geleistet und die Rechner komplett gesperrt. Das heißt: Keine Installieren von Dateien – und damit auch kein USB/DVD Download-Tool für Windows 7. Dazu kommt, dass die Systeme nicht mal USB-Laufwerke erkennen konnten – was ebenfalls blöd war.

Ok. Ich hab also die IT-Leute ein wenig genervt und sie haben mir Zugriff auf einen weniger gesperrten Rechner gegeben. Dank meines treuen Cruzer Blade war die ISO dann schnell bootbar auf dem Stick (denn natürlich hatte ich weder die  DVD dabei noch das Laufwerk in meinem treuen X301).

 

Grundsätzlich bringt  Windows 7  einen sehr guten Recovery-Modus mit, der vor allem Probleme mit dem Bootloader im MBR normalerweise automatisch. Normalerweise. Wenn er die Partitionen findet. Oder die Windows-Installationen. What. The. Fuck.

Ich konnte über die Kommandozeile problemlos auf die Festplatten zugreifen (sogar auf USB-Laufwerke) aber ich konnte den Bootsektor einfach nicht reparieren. .

Ok. Vielleicht geht es manuell. Die passende Anleitung dazu gibt es bei Neosmart. Kein Problem grundsätzlich, aber als es zum Befehl “” kam, war Schluss. Mit der Fehlermeldung “store import operation has failed. The requested system device cannot be found”. Fuck.

Weiter also im Web. Ich bin auf die Webseite “IdoneItMyself” gestoßen, die Schritt für Schritt mein Problem und die passende Lösung beschreibt, inklusive der Fehlermeldung. Sein Trick war es, die jeweilige Partition mit Hilfe von Diskpart.exe auf aktiv zu stellen. Kein Ding – geholfen hat es mir nicht, der Fehler bliebt der gleiche.

Irgendwann hab ich entnervt aufgegeben. Zuhause war der Plan, dass ich ein Rescue-System drüberhaue (und damit natürlich alle Einstellungen/Konfigurationen/Daten usw verliere). Ich hab noch ein Ubuntu Livesystem gestartet, um die wichtigsten Daten zu schützen und eine meiner externen Festplatten hat gesponnen. Ubtuntu gab mir den Tipp, doch auf der Festplatte einfach den Befehl

chkdsk.exe /f

auszuführen. Ich hatte nichts zu verlieren, bootete also erneut in den Recovery-Mode, hüpfte in die Kommandozeile, wechselte auf C: und gab den Befehl ein. Die Abfrage hab ich mit bestätigt und das Tool machte sich an die Arbeit. Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben, aber – es hat verdammt nochmal funktioniert! Beim Reboot war der Windows-Bootsektor wieder da und das Betriebssystem startete brav. Unglaublich. Der Schalter “/f” ist übrigens wichtig. Er sorgt dafür, dass chkdsk den Datenträger nicht nur überprüft, sondern auch gleich fehlerhafte Verknüpfungen reparieren kann. Weitere Infos gibt es hier bei der Wikipedia.

TL;DR: Einfach mal chkdsk.exe /f ausprobieren, wenn die normalen Wiederherstellungsfunktionen nicht funktionieren.

Aktueller Basteltipp: Schnapp-auf-Baterang

Batman Arkham City

Meine Steelbook-Edition von Batman: Arkham City ist unterwegs und sollte heute eigentlich noch eintreffen. Sprich, am Wochenende werde ich weniger Zeit zum schreiben haben und stattdessen den Joker, Two-Face und den Pinguin jagen.

Was ich beim ersten Batman, Arkham Asylum, sehr sehr cool fande, waren die Baterangs. Anders als bei Batman Begins sind die nicht starr und fertig, sondern klappen in Batmans Hand auf, was sehr sehr stylish aussieht. Der Collectors Edition lag ein Baterang bei, laut dem Herrn Obermeier von der GameStar ist das Ding aber eine Enttäuschung. Weder schnappt es auf, noch kann man es hernehmen, da es fest an den Ständer geleimt ist. Blöd.

Die Lösung kommt auf den Instructables: Dort gibt es eine Anleitung, wie man die Baterangs aus Arkham Asylum (und Arkham City, denke ich einfach mal) selbst nachbauen kann – inklusive Schnappeffekt. Das sieht dann so aus:

Die komplette Anleitung ist hier – und wer die Dinger nachbaut, bitte seid vorsichtig. So ein Auge ist schnell ausgebateranged.

What. The. Frak: Der Lego Supersternzerstörer

Holy Shit. Ich bin mit Lego aufgewachsen, wir hatten Ritter, Piraten und Weltraumbausätze – aber ich würde alles sofort gegen dieses Modell eintauschen: Den Supersternzerstörer aus Star Wars, Teil V und IV.

Darth Vaders Flaggschiff besteht aus mehr als 3000 Teilen, ist 124,5 cm lang (ÜBER EIN METER!!) und wiegt 3,5 Kilo. Das kleine Dreieck daneben ist ein normaler Sternzerstörer, im richtigen Maßstab.

Klickt unbedingt auf den Link und schaut euch das Video dazu an – leider lässt es sich nicht einbetten – und die Bilder sind leider auch nur so klein zu kriegen – auf der Seite kann man aber reinzoomen.

Was ich besonders grandios finde, ist dass die Form und die Silhouette so gut gelungen sind. Es gibt ihn ab September 2011, aber noch ist kein Preis genannt. Ich denke nicht, dass er billig wird, zum Vergleich, der Todesstern liegt bei knapp 420 Euro. Das Imperiale Shuttle kostet 260 Euro, die Tantive IV aus Teil IV liegt bei 150 Euro. Wow. Unglaublich, was man mit einer Lizenz und guten Leuten anfangen kann. Absolut unglaublich.

Offizielles SDK für Kinect ist da

Auf der MIX11 hatte es Microsoft angekündigt, jetzt ist es soweit: Das offizielle Entwicklerkit für Kinect und Windows steht zum Download bereit. Aus der Pressemeldung:

Mit dem Kinect for Windows SDK haben Entwickler die Möglichkeit, auf die Steuerung des Controllers, Schnittstellen und Audiofunktionen zuzugreifen. Microsoft unterstreicht damit seine langfristigen Bemühungen und Investitionen in die Entwicklung neuartiger Bedienoberflächen (Natural User Interfaces).

Collegehumour weiß natürlich schon, wie das alles enden wird: http://youtu.be/cVCghLfdzsY (Einbetten deaktivert? Lame!).

Teagueduino – Hardware-Hacking ohne Löten

Wer hier öfter mitliest, hat vielleicht schon mitbekommen, das mich das komplette Arduino-System ziemlich fasziniert (hier liegt auch schon das Grundlagen-Kit rum, aber ich komm ja zu nichts). Ich hab allerdings ein Problem: Mir fehlt jegliches Wissen, wenn es um elektrische Basteleien geht. Ich kann ein wenig löten, ich weiß, dass man Plus und Minus braucht und Wiederstände und Kondensatoren wohl auch eine sinnvolle Sache sind.

Die Macher von Teagueduino (ja, ein schweres Wort) scheinen es auf Leute wie mich abgesehen zu haben. Oder genauer gesagt: Sie haben Mitleid mit uns.

Anstatt uns mit Löten und Lötzinnentfernungsapparaturen zu quälen, haben die Macher einen Arduino mit Steckplätzen kreiert. Zudem gibt es einen verbesserten Editor für Code, der in Echtzeit anzeigt, ob und welcher Strom auf den jeweiligen Ports fließt. Aber ach, was schreib ich, schaut euch dieses Video an:

Teagueduino from Adam Kumpf on Vimeo.

Das ganze könnte Arduino einen weiteren Schub geben – vor allem, da Google ja für Android-Zubehör auch auf diese Technik setzt. Ich kann mir damit ein paar coole Sachen vorstellen, mit denen etwa das Android-Smartphone Türen öffnet oder Laserpointer steuert um Katzen in den Wahnsinn zu treiben zu unterhalten.

Leider haben sie noch nichts zu Preisen oder Verfügbarkeit gesagt. Aber das Kit werde ich mir auf alle Fälle näher anschauen, wenn es auf den Markt kommen sollte (hoffentlich).