Motorola: Ohne Bloatware gibt’s kein Update auf ICS

moto-update

Effing Motorola, ohne scheiß. Aber von vorne:

Ich bin seit dem Frühjahr stolzer Besitzer eines Motorola Razr. Ganz ehrlich, das Gerät an sich ist dabei keineswegs schlecht. Dünn, angenehm lange Akkulaufzeit, HDMI, Rückseite mit Kevlar, ordentlich interner Speicher und ein Slot für MicroSD-Karten. Aber der Softwaresupport von Motorola ist so ziemlich das mieseste, was derzeit im Android-Markt unterwegs sein dürfte.

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Freitagsvideo: Leben ohne Puls

Ich versuche mich mal einer neuen Rubrik: Dem Video zum Freitag. Hoffentlich Immer Freitags, immer 17:00 Uhr, gibt es hier eins der interessanteren Web-Videos, die sich im weitesten Sinne mit Nerd-Tum und technischen Durchbrüchen beschäftigen (oder einfach nur zu gut sind).

Den Anfang macht “Flatline – Life Without a Pulse

Flatline from Union HZ on Vimeo.

Interessant daran sind vor allem die möglichen Änderungen in der Medizin. Das Ersatz-Herz schlägt nicht mehr, sondern liefert einen konstanten Blut-Strom. Damit hat die Person keinen Puls mehr – was rund zwei Drittel der Checks für Ersthelfer nichtig macht. Dennoch ist es faszinierend, was die Technik heute schon erreichen kann. Gerade im Hinblick auf den kürzlichen Organskandal wären natürlich künstlich herstellbare Ersatzorgane ein Segen. Was meint ihr?

Android 4.0 auf dem Nokia N900

Das N900 finde ich ja immer noch eines der interessantesten Smartphones von Nokia (andere übrigens auch, was die immer noch hohen Preise erklären dürfte…). Auch die Haxxor Community mag das Gerät scheinbar und bastelt fleißig daran herum (interessante Projekte sind etwa NeoPwn, passende Beiträge die Weaponizing the N900-Serie).

Das heißt aber auch, dass sich etwa Android inzwischen auf dem N900 recht heimisch fühlt. Das gilt auch für die neueste Version, Ice Cream Sandwich. Während die offiziellen Android-Anbieter noch diskutieren, welche Geräte das Upgrade erhalten, hat ein findiger Hacker bereits eine Pre(pre-pre-pre)-Alpha auf das N900 portiert. Der Videobeweis:

via engadget

Fehler beim Windows 7 Boot beheben

Letzte Woche  auf der CA-World habe ich eine der Kardinalsregeln des reisenden IT-Journalisten verletzt. Niemals, unter keinen Umständen am Rechner rumbasteln. Ich hatte ein wenig Zeit und dachte “Meh, die Linux Partition brauchst eh ned, aber ein wenig Speicherplatz wäre ned schlecht”. Also, dumm wie ich war, habe ich die Partition mit Hilfe von Easeus Partition Master entfernt und dachte, dass es damit erledigt wäre.
Weit gefehlt.

Was ich komplett vergessen hatte war Grub. Der Linux-Bootloader konnte seine Config-Dateien nicht mehr finden, was dazu führte, dass er im Recovery-Modus starte. Das bedeutete leider auch, dass ich nicht ins Lenovo-Rescue-System starten konnte.

Ok, no problem, ich brauch nur einen USB-Stick mit nem Windows 7 drauf, hier standen Rechner rum, kein Problem, oder? Wieder falsch. Anders als bei den meisten anderen Konferenzen hat das CA-IT-Team eine hervorragende Arbeit geleistet und die Rechner komplett gesperrt. Das heißt: Keine Installieren von Dateien – und damit auch kein USB/DVD Download-Tool für Windows 7. Dazu kommt, dass die Systeme nicht mal USB-Laufwerke erkennen konnten – was ebenfalls blöd war.

Ok. Ich hab also die IT-Leute ein wenig genervt und sie haben mir Zugriff auf einen weniger gesperrten Rechner gegeben. Dank meines treuen Cruzer Blade war die ISO dann schnell bootbar auf dem Stick (denn natürlich hatte ich weder die  DVD dabei noch das Laufwerk in meinem treuen X301).

 

Grundsätzlich bringt  Windows 7  einen sehr guten Recovery-Modus mit, der vor allem Probleme mit dem Bootloader im MBR normalerweise automatisch. Normalerweise. Wenn er die Partitionen findet. Oder die Windows-Installationen. What. The. Fuck.

Ich konnte über die Kommandozeile problemlos auf die Festplatten zugreifen (sogar auf USB-Laufwerke) aber ich konnte den Bootsektor einfach nicht reparieren. .

Ok. Vielleicht geht es manuell. Die passende Anleitung dazu gibt es bei Neosmart. Kein Problem grundsätzlich, aber als es zum Befehl “” kam, war Schluss. Mit der Fehlermeldung “store import operation has failed. The requested system device cannot be found”. Fuck.

Weiter also im Web. Ich bin auf die Webseite “IdoneItMyself” gestoßen, die Schritt für Schritt mein Problem und die passende Lösung beschreibt, inklusive der Fehlermeldung. Sein Trick war es, die jeweilige Partition mit Hilfe von Diskpart.exe auf aktiv zu stellen. Kein Ding – geholfen hat es mir nicht, der Fehler bliebt der gleiche.

Irgendwann hab ich entnervt aufgegeben. Zuhause war der Plan, dass ich ein Rescue-System drüberhaue (und damit natürlich alle Einstellungen/Konfigurationen/Daten usw verliere). Ich hab noch ein Ubuntu Livesystem gestartet, um die wichtigsten Daten zu schützen und eine meiner externen Festplatten hat gesponnen. Ubtuntu gab mir den Tipp, doch auf der Festplatte einfach den Befehl

chkdsk.exe /f

auszuführen. Ich hatte nichts zu verlieren, bootete also erneut in den Recovery-Mode, hüpfte in die Kommandozeile, wechselte auf C: und gab den Befehl ein. Die Abfrage hab ich mit bestätigt und das Tool machte sich an die Arbeit. Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben, aber – es hat verdammt nochmal funktioniert! Beim Reboot war der Windows-Bootsektor wieder da und das Betriebssystem startete brav. Unglaublich. Der Schalter “/f” ist übrigens wichtig. Er sorgt dafür, dass chkdsk den Datenträger nicht nur überprüft, sondern auch gleich fehlerhafte Verknüpfungen reparieren kann. Weitere Infos gibt es hier bei der Wikipedia.

TL;DR: Einfach mal chkdsk.exe /f ausprobieren, wenn die normalen Wiederherstellungsfunktionen nicht funktionieren.

Microsoft Research: Jede Oberfläche wird zum Touchscreen

Vor dem Artikel eine Bitte: Können wir es in Zukunft einfach unterlassen, Microsoft zu verteufeln? Ja, die Firma hat sich vor 10 Jahren oder so nicht gerade mit Ruhm beckleckert, vor allem im Umgang mit Linux. Aber: Das hat nichts mehr mit der aktuellen Firmenpolitik zu tun (im Gegenteil, Microsoft hat zahlreiche Beiträge zum aktuellen Linux-Kernel geliefert). Also,k können wir bitte Dinge wie Micro$oft einfach lassen? Danke.

Zum Beitrag:

Microsoft Research, das sind die Burschen, die das Kinect entwickelt haben. Und die noch viel viel mehr mit diesem Sensor-System vorhaben. Zum Beispiel haben Sie ein System entwickelt, mit dem sich nahezu jede Oberfläche in einen Multi-Touchscreen verwandeln kann. Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch das hier an:

Gut, das System hat noch ein paar Nachteile – etwa dass man ein Kinect auf der Schulter tragen muss. Aber, das ist meiner Meinung nach schonmal ein Riesenschritt hin in Richtung holografischer Oberflächen. Oder, überlegt einfach, wie großartig man das mit Augmented Reality Spielen koppeln könnte.

Das Paper zum Projekt steht hier zum Download bereit.

via /r/videos

Basteltipp: Einen N64 in eine Handheld-Konsole umbauen

Ah, der N64 – vor allem Goldeneye war ja wohl einer der besten Konsolenshooter (Proximity-Mine unter die Treppe, muhahahahaha). Leider ist der N64 aber alles andere als portabel – es sei denn, man ist ein cleverer Bastler.

Hier findet ihr eine Bilderstrecke, in der sich ein  N64 in eine wunderschöne Handheld-Konsole verwandelt. Nachbau auf eigene Gefahr, natürlich.

N64-Handheld-Linkage

Wie man seinen Laptop absichert

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Bei Grepopular gibt es eine sehr gute Anleitung, wie man sein Notebook gegen verschiedene Attacken absichern kann.

Was mir dabei besonders gut gefällt, ist, dass der Nutzer das installierte Windows 7 als Honeypot hernimmt, um mögliche Diebe direkt auszuspionieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dort neben einer Software wie Prey gleich noch einen DynDNS-Dienst und einen Keylogger einzurichten. Prey kann ich übrigens nur wärmstens empfehlen. Die Lösung ist Open Source und installiert einen unsichtbaren Deamon im Hintergrund, der sich mit dem Online-Dienst verbindet, wenn Zugriff aufs Web möglich ist. Verschwindet das Notebook, kann man via Prey die Webcam aktivieren, wichtige Daten löschen oder eine Ortung des Gerätes versuchen. Sehr cool.

Wer allerdings eine Windows-Only-Umgebung hat, der muss wohl ein wenig trickreicher werden. Mein Thinkpad zum Beispiel bootet nicht direkt in den User-Mode, ein Passwort/Fingerscan verhindert das. Allerdings sollte es relativ einfach sein, einen Account aufzusetzen, in dem man sich ohne Passwort anmelden kann (etwa Gast oder Mum), damit der jeweilige Dieb seine Internetverbindung aufbauen und Prey ans Werk gehen kann.

Als kleinen Bonus noch das Video von der Defcon 18 mit dem Titel “Pwned by Owner”. Der ein oder andere kennt das wahrscheinlich schon, aber das passt wunderbar.

Sichert ihr eigentlich eure Systeme irgendwie ab? Oder hofft ihr, dass nichts passiert?

via /r/netsec

Hochpreisige, goldhinterlegte HDMI-Kabel sind Bullshit

Wer zumindest ein paar aktuelle Multimediakomponenten hat, etwa eine Xbox 360, eine PS3 oder einen Blu-Ray-Player samt HDTV, der brauch HDMI-Kabel. Meist kauft man nicht nur eins, sondern geht irgendwann shoppen, weil mehr her müssen. Spätestens dann stolpert man bei MediaMarkt, Saturn und Co über  Kabel wie die hier von Hama (3m, bei Amazon 30 Euro) oder gar von Monster (2 m, bei Amazon 75 Euro).Alternativ zeigt eine kurze Suche bei Amazon aber auch Kabel für 1,99 Euro oder 3,31 Euro.

Was ist also der Unterschied zwischen den beiden Kabel?

Absolut nichts.

Monster, Hama und alle anderen Kabelhersteller nutzen fröhlich die Funktionen, mit denen man bereits früher bei Audio/Video-Zubehör punkten, bzw mehr Geld verlangen konnte.

Da sind Anschlüsse mit Gold belegt, Kabel sind x-fach abgeschirmt und mit Gasen gefüllt. Das Problem dabei: Während das vor HDMI vielleicht sogar etwas gebracht hat, ist das bei HDMI hinfällig. Denn früher wurde das Signal analog übertragen, ähnlich wie früher beim Fernsehen konnten äußere Einflüsse das Signal stören oder verschlechtern. Beim Fernseher drehte man dann am Empfang, bei den Kabeln setzte man auf höherwertige Materialien.

Das ist mit HDMI hinfällig. Bilder und Ton werden dort digital übertragen. Das bedeutet: Die Qualität ist absolut, entweder kommen die Daten an oder nicht. Nichts dazwischen. Die Übertragung wird von äußeren Einflüssen (mit Ausnahmen ein Kabelbruch o.ä) nicht gestört. Wer also zu Gold und Co beim HDMI-Kabel greift, der hat zwar schöne Stecker – viel mehr aber auch nicht.

Aber die Werbung von Monster und Co verspricht noch mehr. So etwa einen Ultra-High-Speed, der Daten mit 10,2 GBit/s übertragen soll. Wow. Da kann so ein billiges Kabel doch nicht mithalten, oder?

Doch.

Zumindest, wenn es der HDMI 1.3x oder 1.4 Spezifikation entspricht. Denn laut dieser Spezifikation müssen die Kabel eben diese 10,2 Gbit/s übertragen können, sonst gibt es keine Zertifizierung. Die Wikipedia zeigt im Abschnitt Version Comparsion diese Infos ganz gut.

Eine sehr sehr gute Infografik zu diesem Thema kommt von Mint.com:

HDMI-Infografik (von Mint.com)

HDMI-Infografik (von Mint.com)

Warum sind Kabel also so teuer? Die Antwort ist Marge. Kabel können für wenige Cent hergestellt werden und lassen sich mit massivem Aufschlag verkaufen (das gilt nicht nur für HDMI, sondern auch für alle anderen Kabel).

Dabei als Anmerkung: Das gilt natürlich nur für kurze Kabel, etwa bis 5 oder 6 Meter. Wer längere Strecken überwinden muss, benötigt ein so genanntes Aktives HDMI-Kabel – sonst wird das Signal über die Strecke zu schwach und kommt nicht mehr an (nein, das Bild wird nicht schlechter, sonder es kommt einfach kein Signal an). Vor allem bei denen hauen die meisten Läden kräftig zu – bei den normalen Elektronikmärkten braucht man gar nicht nachschauen. Ich habe beispielsweise ein 20 Meter Kabel, aktiv, HDMI 1.3b und es hat 70 Euro gekostet – das ist Welten von dem entfernt, was etwa Conrad haben wollte.

Ach komm, YouTube…

YouTube regt mich langsam auf. Scheinbar ändert Google inzwischen ebenso gerne und oft das Nutzerinterface wie Facebook – ohne dabei irgendwie Rücksicht auf gelernte Arbeitsabläufe zu nehmen.

Heute: Wo ist der verfluchte Einbetten-Knopf? Früher (also so vor zwei Monaten) konnte man den direkt unter dem Video finden, draufklicken und das Video rüberziehen. Jetzt (oder zumindest seit April) ist das Ding weg, so scheint es.

Dank Wolfgang Wagner hab ich ihn dann doch wieder gefunden:

Man muss zuerst auf Weiterleiten klicken (klar, weil ich will den ja auch Einbetten also irgendwie auf meine Seite weiterleiten….)

YouTube Embedding

und dann findet man da die Einbetten-Option.

YouTube Embedding

Ehrlich gesagt, das größte Problem ist wohl die Übersetzung. Auf Englisch würde der Knopf “Share” heißen – da macht es durchaus Sinn. Aber “Weiterleiten”? Ein der Gründe, warum man bei uns vielleicht mehr in Fremdsprachen als in Übersetzung investieren sollte. Dann könnte man sich auch diese bescheidenen Synchros für Filme und Serien sparen.

Außerdem wäre ein zusätzlicher Knopf nun wirklich nicht das Ende gewesen – aber irgendein Designer war da wohl anderer Meinung. Grummel.

Die Zukunft ist hier: Eine DIY-Laserkanone

Holy Shit.

Das dachte ich mir, als ich dieses Video gesehen habe:

Der Bastler Patrick Priebe hat eine funktionierende Laserpistole gebaut – das Ding schaut nicht nur unglaublich cool aus, es kann auch locker Löcher in Luftballons, Plastik und Rasierklingen (!!!) stanzen. Mit einer Batterieladung sind bis zu 50 Schuss möglich. Laut Patrick dauert das erstellen einer Laser Gun etwa 70 Stunden – was ich persönlich zwar viel finde, die sind aber durchaus gut angelegt.

Basteln und Benutzung auf eigene Gefahr. Aber Hut ab, genial.

via hackaday