Teagueduino – Hardware-Hacking ohne Löten

Wer hier öfter mitliest, hat vielleicht schon mitbekommen, das mich das komplette Arduino-System ziemlich fasziniert (hier liegt auch schon das Grundlagen-Kit rum, aber ich komm ja zu nichts). Ich hab allerdings ein Problem: Mir fehlt jegliches Wissen, wenn es um elektrische Basteleien geht. Ich kann ein wenig löten, ich weiß, dass man Plus und Minus braucht und Wiederstände und Kondensatoren wohl auch eine sinnvolle Sache sind.

Die Macher von Teagueduino (ja, ein schweres Wort) scheinen es auf Leute wie mich abgesehen zu haben. Oder genauer gesagt: Sie haben Mitleid mit uns.

Anstatt uns mit Löten und Lötzinnentfernungsapparaturen zu quälen, haben die Macher einen Arduino mit Steckplätzen kreiert. Zudem gibt es einen verbesserten Editor für Code, der in Echtzeit anzeigt, ob und welcher Strom auf den jeweiligen Ports fließt. Aber ach, was schreib ich, schaut euch dieses Video an:

Teagueduino from Adam Kumpf on Vimeo.

Das ganze könnte Arduino einen weiteren Schub geben – vor allem, da Google ja für Android-Zubehör auch auf diese Technik setzt. Ich kann mir damit ein paar coole Sachen vorstellen, mit denen etwa das Android-Smartphone Türen öffnet oder Laserpointer steuert um Katzen in den Wahnsinn zu treiben zu unterhalten.

Leider haben sie noch nichts zu Preisen oder Verfügbarkeit gesagt. Aber das Kit werde ich mir auf alle Fälle näher anschauen, wenn es auf den Markt kommen sollte (hoffentlich).

HowTo: Festplatte im Macbook tauschen

Nachdem meine Freundin zu Weihnachten auf ein neues Macbook Pro aufgerüstet habe, fiel mir ihr altes Macbook (ein weißes, von 2006, Mac OS 10.4, Intel) zu. Das passt mir recht gut, da Mac OS in meiner Testumgebung als einziges System fehlte – schließlich gibt es eigentlich keinen legalen Weg, ein VM von Mac OS anzulegen, danke dafür, Apple.

Die Hardware ist noch ok, ein Dual Core Intel mit 1,83 GHz, zwei Gig Ram, damit kann man im Alltag schon ein bisschen testen – wenns denn kein Photoshop oder Videoschnitt sein soll. Allerdings ist die Festplatte lediglich 60 Gig groß – das war 2006 wohl vertretbar, aktuell ist es mir aber viel zu wenig. Auch wenn ich hier nur Testprogramme drauftun will, Festplattenplatz ist zu billig, um es mit einer 4 Jahre alten Platte aufzunehmen – zudem fällt noch ein nettes HowTo ab.

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Arduino: Hack the (Hardware-)Planet

Ach, Hackers. Großartiger Film, auch wenn schon damals alles ein wenig überzogen war. Dennoch, der Hacker-Spirit wurde schön rübergebracht, etwas ähnliches habe ich nur auf der DefCon erlebt.

Wie bereits beim Artikel zum Defcon-Finale erwähnt, hat mich der Talk rund um Arduino besonders neugierig gemacht. Arduino ist eine programmierbare Open Source Hardware-Plattform – sprich, es gibt massig Communitys, Wikis und Anleitungen drum herum. Ich habe beim Programmieren allenfalls ein gefährliches Halbwissen, ähnlich sieht es beim Löten aus, aber Arduino scheint mir selbst für einen Anfänger eine machbare Sache zu sein.

Besonders interessant finde ich, dass sich der Arduino über Shields erweitern lässt – über ein Stecksystem kann man so beispielsweise Bluetooth oder eine Ethernet-Schnittstelle nachrüsten. Da sind dann Projekte wie dieser Arduino Webserver möglich, um dann per Browser andere Funktionen anzusteuern. Alles in Allem klingt das nach einem netten neuen Hobby, das mal wieder ein paar andere Bereiche des Hirns anstrengt.

Inzwischen sollte mein Anfänger-Kit (Arduino + Grundlagenbuch) auch unterwegs sein, sobald es da ist, mach ich ein nettes Unpacking-Video, wozu hab ich diese Flip-Kamera schließlich.

Eine Bitte: Aktuell suche ich alle Links rund um Arduino (abgesehen von Arduino.cc), wer also etwas hat oder ein entsprechendes Projekt kennt, nur her damit.

Abschließend noch ein Video, indem Bre Pettis und Joe Grand (der übrigens die genialen Defcon-Badges entwickelt) Arduino samt Entwicklerplattform genauer vorstellen.

DVI ist nicht gleich DVI

Ich dachte ja, dass mit dem digitalen Videoanschluss DVI eigentlich alles einfacher werden würde – wurde aber jetzt eines Besseren belehrt (gut, hätte man sich auch vorher informieren können). Ich wollte zwei Clients an einem KVM-Switch anschließen, diese Geräte sollen ein integraler Teil meines Netzwerktestszenarios werden – der Benchmark von Ixia ist schon da.

Problem war, dass die DVI-Stecker des KVM-Switch nicht auf den DVI-Stecker der Rechner passten. Auf den ersten Blick waren nur vier Pins zu viel, ich dachte schon ans abzwicken.

Glücklicherweise habe ich das nicht gemacht. Also, bei den Rechnern waren die Anschlüsse vom Typ DVI-D, beim KVM-Kabel ist es DVI-I. DVI-I hat nicht nur vier Pins mehr, laut der Wikipedia ist auch ein Anschluss länger als die entsprechende Aussparung bei DVI-D – ein Abzwicken hilft also nichts.  Daneben gibt es noch DVI-A, aber das brauch ich ja im Moment nicht.

Abhilfe kam dann vom Elektronikversender Reichelt, die bieten an sich passende Adapter an. Ich hab mal zwei bestellt und hoffe, dass das dann so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

Klar, das war jetzt kein hochnerdiger Blogeintrag – aber ab und zu muss man auch mal was schreiben, was einen nervt.

….und das Mysterium der nicht mehr erkannten USB-Geräte

„You see, Killbots have a preset kill limit. I just had to send wave after wave of my men, until they shut down” – Five Star General Zap Brannigan
So ähnlich ging es mir mit meiner Installation von Windows 7. Plötzlich weigerte sich das Betriebssystem, neue USB-Sticks zu erkennen und die passenden Treiber zu installieren. Bereits einmal angesteckte Sticks wurden einwandfrei erkannt, nur bei neuen USB-Geräten zickte das System plötzlich. Das konkrete Problem war, dass Windows anscheinend die Standard-Treiber für USB-Speicher, Sticks und anderes einfaches Zeugs nicht mehr finden konnte – weder Online noch auf dem lokalen System.
Ich hatte im Hinterkopf, dass Windows irgendein internes Limit für angeschlossene USB-Geräte hat – warum auch immer. Fakt ist in jedem Fall, dass das Betriebssystem sämtliche jemals angeschlossenen USB-Geräte in einer internen Datenbank ablegt. Wen mal interessiert, wie viele USB-Treiber installiert sind, kann das etwa mit dem Tool USBDeview einsehen.
Im Internet kursieren zahlreiche Lösungen, ich hab mich also einen Tag lang durch Google gewühlt. Probleme macht wohl die Datei INFCACHE.1, die im Windows-Verzeichnis liegt. Diese solle man löschen – was unter Windows 7 allerdings nur über die Systemswiederherstellungskonsole und deren Eingabekonsole möglich ist. Das hat mich bereits einige Zeit gekostet. Egal, die INFCHACE.1 wird beim nächsten Start von Windows wieder angelegt – mein Problem blieb allerdings bestehen.


Ich hab weiter rumgesucht, der nächste Tipp führte mich in die Registry (wo ich, zugegebenermaßen seit einiger Zeit nicht mehr war). Es galt den Wert „DevicePath“ in HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersion zu überprüfen. Der Muss auf %SystemRoot%inf verweisen. Ich hab den Key gelöscht und neu angelegt, den Rechner neu gestartet, ohne Erfolg.
Nach ein paar weiteren Stunden bin ich auf diesen Beitrag im US-Technet gestoßen. Hier wird geraten, die Datei usbstor.inf in Windowsinf zu prüfen. Diese war bei mir seltsamerweise nicht oder nicht mehr vorhanden. Ich hab sie aus einer älteren Vista-Installation kopiert und eingefügt. Anschließend hab ich mir die nicht erkannten USB-Geräte im Gerätemanager (Windows + Pause) vorgenommen. Ein Rechtsklick und „Treiber aktualisieren“ sollte helfen – und Voila, plötzlich fand Windows wieder die passenden Treiber.
Viel Aufwand, viel Ärger und viele falsche Wege. Ich hoffe, dass dieser Eintrag irgendwem helfen kann.

Neues Projekt: Fedora 11 auf dem Desktop

Mal wieder wage ich mich an ein Linux. Das hat zwei Hintergründe. Zum einen will ich Linux lernen, das offene Betriebssystem hat mich schon immer fasziniert. Zum anderen will ich ein stabiles 64-Bit-Betriebssystem, auf dem VMware Workstation läuft.

Das Betriebssystem meiner Wahl ist Fedora 11. Warum? Tja, keine Ahnung, aber der Name “Leonidas” reizt mich, und Red Hat scheint mir als Grundlage nicht schlechter zu sein als Debian für Ubuntu. Das Ganze wird wohl länger dauern, auch wenn sich Linux beim Thema Hardware und Nutzerfreundlichkeit viel getan hat.

Getestet habe ich das System mit einer 64 Bit Gnome Live CD von Fedora 11 (USB-Bootfähig gemacht mit Unetbootin). Die erste Überraschung: mein USB-WLAN-Stick von US Robotics wurde einwandfrei erkannt, hier ist mein Desktop-System meinem Netbook schonmal überlegen (das scheitert regelmäßig an einem Fehler in der wpa_supplicant). Gnome erkennt auch beide Monitore brav und lässt mich den Desktop brav erweitern. Nicht schlecht soweit. Anders sieht es beim Sound aus. Gnome will partout den digitalen Ausgang nicht erkennen. Paradox: Starte ich KDE als Desktop Manager, habe ich zwar digitalen Sound, kann allerdings den Desktop nicht auf zwei Monitore erweitern. Seltsam.

Unter Windows habe ich eine Partition mit 113 GByte Speicher frei geräumt und gelöscht. Der Fedora-Installaer Anakonda konnte diesen freien Platz dann direkt nutzen, um Linux dort zu installieren und einzurichten, was ziemlich fix ging.

Ich mir Linux nun mindestens eine Woche als Haupt-System gönnen, und dabei einige Sachen ausprobieren. Dazu werden gehören

  • Nvdida-Treiber installieren
  • zwischen KDE und Gnome als Desktop Manager umschalten
  • Digitalen Sound zum Laufen kriegen
  • VMware Workstation installieren
  • Clevere Software suchen und ausprobieren (zB einen Blog-Editor)
  • Windows-Software zum laufen bringen, wenn möglich sogar die Beta von Office 2010

Dazu versuche ich, Erfahrungen und Hilfestellungen hier zu posten, um anderen Leuten ein wenig den Umstieg oder zumindest das Interesse für Linux schmackhaft zu machen.

Erste Lektion: Meinen Nutzernamen in das sudoers-File einfügen. Damit kann ich dann systemkritische Aktionen ausführen, ohne jedesmal in den root-Modus zu wechseln. Geholfen hat mir dieses HowTo.

Ah, wer selbst Erfahrungen mit Linux sammeln konnte, Fragen oder Lösungen für mich hat – ich freu mich über Kommentare.

Nützliche Links:

Samsung: SSD-Festplatte mit 256 Gbyte

Samsung lässt sich bei seiner neuen Solid State Festplatte nicht lumpen und legt mit 256 GByte eine neue Speicherhürde für die Konkurrenz vor. Damit kommen die SSD-Platten langsam in den Bereich, der für Poweruser interessant wird.

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SSDs verwenden keine mechanischen Pattern mehr wie herkömmliche Festplatten, sondern nutzen Flash-Speicherchips stattdessen. Dadurch arbeiten SSDs deutlich schneller. Denn bauartbedingt werden normale Festplatten immer langsamer, je weiter die Daten auf der Innenseite liegen. Außerdem sind sie weniger anfällig gegen Stöße und Erschütterungen. Mehr Infos und Benchmarks zu einer Samsung SSD-Platte findet ihr hier beim TecChannel.

Wann die Platte in den freien Markt kommt ist noch ungewiss, ebenso wie der Preis. Er dürfte aber deutlich über einer vergleichbaren Rotating-Festplatte liegen.

Die schnellste Festplatte

Die neue VelociRaptor von Western Digital ist der Traum für den Nerd-Rechner. Das liegt zum einen an der Speicherkapazität, 300 GByte, viel mehr aber an der brachialen Leistung.

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Denn das neue Laufwerk dreht mit 10.000 Umdrehungen pro Minute. Das gab im TecChannel-Test eine maximale sequentielle Leserate von 122 MBit/s. Im schlechtesten Fall fällt die Platte auf “nur” 76 MBit/s ab. Ein geniales Ergebis. Auch das Aussehen der SATA-II-Platte ist außergewöhnlich, sie wirkt wie eine 2,5 Zoll-Platte, die allerdings die Kühlrippen brauchen.

Nachteil ist der relativ hohe Preis von etwa 230 Euro. Alle anderen Benchmarks und den Vergleich zu anderen 3,5-Zoll-Platten findet ihr beim TecChannel.

RAW-Hack: Motz deine Canon Firmware auf

chdk

Mittlerweile sind die Speicherkarten ja so groß und billig, dass man eigentlich bedenkenlos Bilder als RAWs machen kann. Vorteil dabei ist, dass deutlich mehr Bildinformationen erhalten bleiben, was vor allem beim Nachbearbeiten hilft. Das Problem: Die meisten kleinen Kameras haben alles, nur kein RAW. Zumindest Nerds mit einer Canon können aber da schnell nachhelfen: Flasht einfach eure Kamera mit der Firmware von CHDK (Canon Hacker’s Development Kit).

Das Kit unterstützt eine ganze Reihe von Canon-Kameras und bietet einen satten Funktionszuwachs, unter anderem eben auch die RAW-Unterstützung. Zusätzlich könnt Ihr die Funktionen mit Scripts erweitern, von denen es schon massig auf der Homepage gibt. Mit dabei ist beispielsweise ein Script, dass ein Bild aufnimmt, sobald die Kamera eine Bewegung registriert. Das ist an sich nichts neues, allerdings funktioniert es auch mit Gewittern, so dass sich damit relativ einfach beispielsweise ein Blitz aufnehmen lässt.

Das Beste ist, dass Ihr die Firmware nicht für immer zerflashed, sondern alles auch wieder rückgängig machen könnt, ein Sicherheitsnetz bleibt also. Auf der Homepage findet sich auch ein Briefwechsel mit dem Canon-Support, laut dem die Garantie der Kamera nicht verfällt.

Die Installation beschränkt sich darauf, die passende Firmware zu finden und auf eine SD-Karte zu kopieren. Die notwendige Anleitung gibt und die Links gibt es hier bei Lifehacker.

Vorsicht: Wie immer bei solchen Projekten gilt: Ihr arbeitet auf EIGENE GEFAHR. Nerd Supreme ist nicht verantwortlich, wenn etwas schief geht und eure Hardware nicht mehr arbeitet. Wenn ihr das Risiko nicht in Kauf nehmen wollt, kauft euch einen neue Kamera mit RAW.

NVIDIA: Die CPU ist tot!

Na, wenn sich der Grafikkartenhersteller da mal nicht sauber ins eigene Fleisch schneidet. Laut NVDIA ist die CPU tot, denn die Grafik-Chips könnten problemlos alle wichtigen Berechnungen übernehmen. Außerdem meint der gute Herr Roy Taylor, ein NVDIA-Manager (was sonst) würden Computer durch Prozessoren nicht schneller werden, das macht nur die GPU. Intel und AMD sind darüber nicht gerade amused. Beides sei wichtig, so die Chiphersteller.

Schön aber auch, was Brian Burke, Sprecher von NVIDIA dazu meint: “Die Ansichten von Roy Taylor sind keinen offizielle NVDIA-Meinung”. Ach wirklich?

Komplette Story bei TecChannel