Juraforum Impressums-App, Facebook, LanyFS, Lesetipps, Projekte

titelbild-hitze-tauchen

Nachdem es zu heiß ist, um die wirklich großen Themen anzugehen, versuche ich mich an mehreren kleinen Beiträgen.

************************************************

Zunächst mal ein Hinweis an alle, die auf Facebook eine Fan-Seite betreiben. Denk dran, dass die der Impressumspflicht unterliegen und denkt dran, dass es genügend Anwälte gibt, die scheinbar keinen richtigen Job haben, und diese Seiten fröhlich abmahnen. Leider schaut es da nicht so aus, als würde Justizministerin oder die Ministerin für Verbraucherschutz (die ja eh kein Facebook-Fan ist) etwas dagegen tun würde, von daher würde ich jedem raten, ein sauberes Impressum einzurichten. Am einfachsten geht da mit der Impressumsapp von Juraforum.de. Alle weiteren Infos dazu und den Link zur Facebook-App gibt es hier. Vergesst nicht, dass das Impressum sofort zu finden sein sollte, also verlinkt die App idealerweise unter den ersten drei.

************************************************

(weiterlesen …)

Betriebssystems-News: Backtrack 5 R3 und Windows 8 fertig

Zwei meiner wichtigsten Betriebssysteme wurden in der letzten Woche aktualisiert, bzw stehen fertig zum Download bereit:

Alphabetisch zuerst: Die Sicherheitsdistribution Backtrack gibt es nun in Version 5, R3 zum Download. Wie immer als Gnome und KDE, 32- oder 64-Bit und für die “echte” Installation oder als VM. Bugfixes und mehr als 60 neue Tools sind drin, darunter eine komplett neue Rubrik, die sich mit programmierbaren Boards auf Basis von Arduino und Co auseinandersetzt. Wer die Systeme schon installiert hat, der kann die Neuerungen per apt-get dist-upgradeeinspielen. Das ist mein bevorzugter Weg, schließlich lasse ich Backtrack in einer virtuellen Maschine laufen und da musste ich ein paar Zusatz-Patches einspielen, damit meine USB-WLAN-Karte mit rtl8187-WLAN-Chipsatz einwandfrei arbeitet. Wie genau das geht, lest ihr in meinem Beitrag beim TecChannel. Es kann übrigens sein, dass die R3-Version diese Neuerung bereits mitbringt, mein mon0 funktioniert nach dem Update immer noch gut.

(weiterlesen …)

Spaß mit der WPS-Schwachstelle

Ohboyohboyohboyohboy – 2012 wird großartig. Zumindest wenn es so weitergeht, wie es gestartet hat. Was ich meine? Die WPS-Lücke, die Stefan Viehböck zwischen den Jahren in diesem Blogeintrag dokumentiert hat. Wer es noch nicht gelesen hat: WPS steht für Wi-Fi Protected Setup, eine Technik, die das Wi-Fi-Konsortium nachträglich eingeführt hat. Mit Hilfe von WPS kann man Geräte mit einem Knopfdruck oder einer PIN zu einem sicheren WLAN hinzufügen. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn der Admin einen richtig langen Schlüssel für die WPA/WPA2-Verschlüsselung vergibt – der Nutzer muss nur einen Knopf drücken oder eine PIN eingeben.

(weiterlesen …)

Lesetipp: Bitblokes

Leider, Leider hat sich unser Schreiber jdo (großartig: die Benchmarks der Linux-Dateisysteme oder der C64 Server) mit einem eigenen Blog selbstständig gemacht – den Bitblokes.

Doch da liefert er noch deutlich bessere Beiträge, weswegen ich allen IT-affinen Geeks und Nerds den Blog durchaus empfehlen kann. Die Themen gehen von Benchmarks von aktuellen Browsern (Chrome, Safari, Opera, Firefox und IE) über Entwicklerzeugs (Wo ist der Bus? für Facebook) bis hin zu Neuheiten aus dem Linux- und Sicherheits-Bereich.

Deswegen: Einfach mal anlesen –> Bitblokes.de

How to use Flash (or Firefox or Lotus Notes) with your iPad

During my last trip to the US (attending WES 2010) I bought an iPad for a colleague of mine. I played around a little, and my conclusion was: while the iPad has a nice design and a great touchscreen, it lacks essential features like flash – I actually don’t care for the excuses of apple fanboys. Now, this colleague of mine (Christian Vilsbeck, the CPU-Guru of TecChannel) found a simple and yet elegant solution:

He used a VNC-Client to RDP to a Windows-Box. From there he could use Flash, his VPN-Client to access his company’s network and even send and receive e-mails with Lotus Notes.

His approach is so simple, I’m really a little ashamed, that I didn’t think of it. Just install a VNC-Server on your Windows, Linux oder Mac OS, then use a free viewer like the Mocha VNC Viewer. You could also use Remote Desktop Lite, with which you can directly access the RDP-features of Windows XP, Vista and Windows 7 (except Home).

Conclusion: This simple approach brings more than just Adobe Flash to your iPad. If you combine it with a virtual desktop infrastructure, you get a completely new approach, how to use the tablet in a business environment. Especially in work environments, where someone mostly fills out a form (think hospitals or in the field technicians), the iPad (or any other tablet PC with VNC-features) could be a reasonable substitute for a notebook. Plus, no data is stored on the device itself, but only in the (hopefully) secured virtual environment.

(hey, the first English post at Nerd Supreme. How did I do? Screenshot will follow.)

PS3-Besitzer umdrehen und bücken: Euer Downgrade kommt am 1. April

Ok, entweder plant Sony gerade den größten Aprilscherz aller Zeiten (in der Konsolenwelt), oder die Kunden sind ihnen völlig egal. Andererseits wird die Meldung auf allen Sony-Blogs verbreitet, auch auf dem Deutschen.

Hintergrund: Im offiziellen PS-Blog in den USA hat Patrick Seybold von Sony einen Beitrag zum kommenden Update 3.21 (haha, drei-zwo-eins, ja genau) verfasst. Kernpunkt darin ist, dass Sony das OtherOS-Feature der PS3 entfernen wird. OtherOS ist eine Art virtuelle Umgebung, in der Linux-basierte Betriebssysteme installiert werden können. Sprich, mit OtherOS verwandelt man die Konsole in einen fast vollwertigen Linux-Rechner -der allerdings einige Nachteile hat. So kann man unter anderem nicht direkt auf die 3D-Grafik zugreifen, was Spiele oder sowas nahezu unmöglich macht. Alles in allem also eine nette Spielerei, die allerdings bislang einige als nette Alternative oder als Media-Center genutzt haben.

Problematisch wurde es, als ein Hacker namens GeoHot eine Schwachstelle im Hypervisor entdeckt hat. Dadurch konnte er auf das System zugreifen und einen Dump der Dateien durchführen, was allerdings alles andere als einfach ist. GeoHot nutzt eine Glitching-Attacke, bei der speziell getimte Strompulse an das System geschickt werden. Macht man das richtig, kann man die Hardware aus dem Takt bringen und -vielleicht- auf zuvor geschützte Systeme zugreifen – der Hack ist dennoch alles andere als trivial. Zudem bringt er nicht wirklich etwas. Raubkopierte Spiele kann man damit beispielsweise nicht abspielen, auch hat man nur den Hypervisor als Datendump, nicht das eigentliche Betriebssystem. Eine nette, längere Beschreibung des Hacks findet ihr hier.

Sony scheint nun dermaßen Schiss vor einem Software-Hack zu haben, der die PS3 wie die PSP komplett öffnet, dass sie lieber den kompletten Hypervisor entfernen, als einen Patch zu schreiben. Schade, das war eins der wenigen innovativen Features der PS3 – und mit ein Grund, warum ich mir die Konsole damals zugelegt habe.

Eher lächerlich finde ich, wie der Autor im deutschen PS3-Blog versucht, sich zu rechtfertigen. Das beträfe ja eh nur wenige Leute und man müsse das Update ja nicht installieren. Es gibt nur ein paar klitzekleine Einschränkungen:

  • Kein Login mehr zum PS3-Network
  • Keine Wiedergabe von Spielen und BluRays, die das Update voraussetzen
  • Keine Wiedergabe von kopiergeschützten Medien von externen Speichersystemen
  • Keine neuen Funktionen mehr.

Wie gesagt, alles insgesamt eher lächerlich. Nur weil man einen eingewachsenen Nagel hat, hackt man sich nicht den ganzen Arm ab. Außerdem dürfte diese Maßnahme die Hacker eher noch dazu anstacheln – Sony hat seine Konsole damit mitten in den Nerdrage geschubst, allein aus Trotz dürften die Hack-Versuche deutlich zunehmen. Dazu kommt der Image-Verlust, schließlich ist es jetzt vorbei, dass Sony gegenüber der Xbox360 mit ein wenig “Offenheit” prahlen kann.
Wie ein Kommentator im US-Blog so schön sagt: Das soll man lieber dieses sinnlose Home killen und das Geld in die Entwicklung wirklich interessanter Features stecken.
TL;DR: Mit dem PS3-Update 3.21 wird der OtherOS-Modus gekillt, es gibt keine neuen Features, es ist also eher ein Downgrade als ein Upgrade.

Dateisystem-Benchmark: ext2, ext3, ext4, xfs, jfs, reiserfs, btrfs und ntfs-3g im Vergleich

Seit das Dateisystem ext4 im Dezember 2008 Einzug in den Linux-Kernel 2.6.28 gehalten hat, setzen es immer mehr Linux-Distributionen als Standard ein. Für Linux gibt es eine ganz ordentliche Auswahl an Dateisystemen. Aber auf welches sollte man setzen? Eine Möglichkeit ist natürlich den Distributoren zu vertrauen – die werden schon wissen, was sie uns anbieten. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wollen wir uns das Ganze an Hand eines Benchmarktests mal genauer ansehen. Unter die Lupe genommen wurden die stabilen Dateisysteme ext2, ext3, ext4, xfs, und jfs.

Zusätzlich wurden btrfs und ntfs via ntfs-3g aufgenommen. Diesen beiden laufen aber außerhalb der Konkurrenz. Btrfs soll irgendwann ext4 ablösen und befindet sich in einem frühen Entwicklungs-Stadium. Es ist alles andere als ratsam, dieses Dateisystem für produktive System einzusetzen. Ntfs-3g setzt auf Fuse auf, gilt als stabil und bietet Zugang zum Windows-Dateisystem ntfs. Auf einem Linux-Server wird niemand ntfs einsetzen. Im Privatgebrauch gibt es jedoch häufig Dual-Boot-Konfigurationen zwischen Linux und Windows. Manchmal möchte man eben von Linux auf gewisse Daten der Windows-Partition zugreifen. Dies ist in den meisten Fällen mit ntfs-3g problemlos möglich. Aber ist es wirklich performant?

Wie haben wir gebenchmarkt?

Der Benchmark wurde mit der Phoronix Test Suite 2.0.0 durchgeführt. Als Betriebssystem diente eine jungfräuliche Installation von Ubuntu 9.10 „Karmic Koala“ (32-bit) ohne das Einspielen jeglicher Updates. Als Kernel diente somit 2.6.31. Der Test wurde auf folgender Hardware durchgeführt: Intel Core 2 Duo E8400@3.00GHz, MSI LTD MS-7345 (Chipsatz: P35 + ICH9R), 3 Gbyte RAM und 750 Gbyte Samsung HD753LJ.

Benchmarktests sind nicht unumstritten. Gewisse Tuning-Praktiken können zwar die Leistung einzelner Komponenten erhöhen, aber auch die Ergebnisse verfälschen. In diesem Test wurden keine leistungssteigernden Mittel verwendet. Sie spiegeln also wieder, was ein Anwender nach einer Standard-Installation dieser Linux-Variante erhalten würde. Andere Linux-Distributionen könnten natürlich andere Ergebnisse liefern. Das gilt ebenso für alternative Hardware.

Lesen mit IOzone

IOzone Lesetest (zum Vergrößern klicken)

IOzone Lesetest (zum Vergrößern klicken)

Im ersten Test wurden alle Dateisysteme einem Lesetest einer Datei mit vier Gbyte Größe mittels IOzone unterzogen. Die Speerspitze bildet das Dateisystem ext4. Als einziges schaffte es mehr als 70 Mbyte pro Sekunde. Aber auch der mögliche Nachfolger btrfs macht hier schon einen guten Eindruck. Das Dateisystem ext2 ebenfalls ein exzellentes Ergebniss auf. Es ist aber auch das einzige in der Testreihe, das kein Journal mit sich bringt. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Nachteil. Auch das über Fuse eingebundene ntfs-3g kommt ganz gut hinterher. Es hat sogar eine höhere Performance als das native reiserfs. IOzone wurde drei mal durchgeführt und die Grafik zeigt einen Mittelwert.

Schreiben mit IOzone

IOzone Schreibtest (zum Vergrößern klicken)

IOzone Schreibtest (zum Vergrößern klicken)

Wie sieht es nun mit dem Schreibzugriff aus? Ebenfalls wurde mit IOzone und einer vier Gbyte großen Datei getestet. Hier zeigen sich nun ganz klar die Nachteile von ntfs-3g. Im Lesen noch ganz gut, beim Schreiben unterirdisch langsam. Es ist fast fünf Mal so langsam als der Gewinner – abermals ext4. Auch xfs und ext3 können sich im Schreibtest ganz gut behaupten. IOzone wurde drei mal durchgeführt und die Grafik zeigt einen Mittelwert.

PostgreSQL-Benchmark pgbench

pgbench (zum Vergrößern klicken)

pgbench (zum Vergrößern klicken)

Im PostgreSQL-Benchmark zeigt reiserfs die Muskeln und liegt knapp vor ext4. Warum xfs und btrfs hier komplett versagten, ist nicht ganz klar. Für diese beiden Dateisysteme lief der Test anstatt drei sogar sieben mal durch. Es kamen aber immer ähnliche Werte raus. Im Durchschnitt schaffte xfs nur 48,22 Transaktionen pro Sekunde und btrfs 22,81.

MP3-Encoding

MP3-Encoding (zum Vergrößern klicken)

MP3-Encoding (zum Vergrößern klicken)

Im letzten Test haben wir eine 75 Mbyte große WAV-Datei in das MP3-Format mittels lame umgewandelt. Wie zu erwarten ist das Dateisystem bei Aktionen wie diesen völlig irrelevant. Hier ist zum Großteil die CPU gefragt. Die minimalen Unterschiede darf man getrost vernachlässigen.

Fazit:

Für die meisten Anwender dürfte im Moment das Dateisystem ext4 die richtige Wahl sein. Das sich derzeit in der Entwicklung befindliche btrfs sieht allerdings schon recht vielversprechend aus. Btrfs-Systeme lassen sich übrigens aus ext-Partition mittels btrfs-convert /dev/hdX erzeugen. Es sei allerdings an dieser Stelle noch mal ausdrücklich gewarnt, dass es sich nicht für produktive Systeme eignet. Datenverlust ist nicht auszuschließen. Ntfs-3g sollte man wirklich nur einsetzen, wenn man ein Dual-System hat und auf die Windows-Partition zugreifen möchte. Davon Lesen – ja. Festplatten-intensive Anwendungen darüber laufen lassen – wenn man Zeit hat. Warum Reiser4 im Test nicht auftaucht? Es wird vom Linux-Kernel bis heute nicht offiziell unterstützt. Auch die Weiterentwicklung des Dateisystems steht in den Sternen.

PS3 Slim: Noch nicht verfügbar und schon zerlegt

Sony bringt mit der PS 3 Slim eine abgespeckte Version der PS3 auf den Markt. Das ist die zweite Änderung im Design der PS3. Wie auch die aktuelle große Ausgabe verfügt die Konsole über lediglich zwei USB-Ports, sowie Anschlüsse für LAN, HDMI, das PS3-Kabel sowie einen optischen Ausgang.

Für Nerds schmerzhaft: Sony hat die Möglichkeit, ein Fremd-OS zu installieren gestrichen. Sprich: Kein Linux mehr. Wie auch die erste Auffrischung ist die PS3 Slim nicht abwärtskompatibel und verfügt über keinen Kartenleser.

Zwar ist die Konsole noch nicht in Europa im Handel, die Macher von ifixit.com haben die Konsole dennoch bereits zerlegt  und die Einzelteile abgelichtet.

ps3slimzerlegt

Quelle: ifixit.com

Was selten erwähnt wird: Auch bei der PS3 Slim kann man die Festplatte austauschen. Zwar kommt die PS3 Slim mit einer 120 GByte Platte, dank Standard-2,5-Zoll-SATA-Platten, aber hey, 500 Gig sind doch besser.

Suse Studio – Linux zum selberbauen

Eine eigene Distribution zu bauen ist zwar verlockend, aber auch viel Arbeit. Allerdings kann man ja schon einmal klein anfangen und sich ein bestehendes Linux maßschneidern. Re-Mastern kann man zwar nahezu jede Distri, besonders einfach geht es aber mit dem Suse Studio. Das Studio bietet ein Web-basiertes Remastering von openSUSE, SLES 10 oder SLES 11. Die Bedienung ist einfach und übersichtlich, man klickt sich einfach durch die Menüs, kann anpassen, welcher Desktop eingerichtet und welche Software installiert werden soll. Zusätzlich lassen sich eigene Repositorys für die Software-Installation einbinden, neue Nutzer anlegen oder Hintergrund und Logo ändern. Anschließend erhält man entweder eine virtuelle Appliance im VMware- oder XEN-Format, ein Disk-Image oder eine Live-Boot-ISO.

Suse Studio macht es einfach, eigene Distributionen zusamenzubauen, oder sich schnell einen passenen Unterbau für eine spezielle Anwendung zu schneidern. Vor allem kann man sich so eine entschlackte Linux-Version bauen, die nur die wirklich benötigente Tools enthält und auf überflüssigen Balast verzichtet. Besonders praktisch wäre es, wenn man auch die Hardware und den Kernel gleich auf eine bestimmte Umgebung optimieren könnte. Etwa, indem man einen speziellen WLAN-Treiber gleich von Beginn an einbindet.

Derzeit ist das Suse Studio in einer ersten Beta-Phase, wer es ausprobieren will, kann sich hier anmelden.