Name your Wang: Namen für Penisse

Ok, NameYourWang ist wohl eins der abgedrehtesten StartUps seit langem. Wer sich dort registriert kann für einen Obulus (17 Dollar) einen offiziellen Namen für seinen Penis (oder den des Partners oder Feindes) kaufen und erhält dann ein passendes Zertifikat.

NSupNameyourwang

Nach eigenen Angaben in den FAQs ist die Seite die einzige, der es erlaubt ist, Zertifikate auf Penisnamen auszustellen. Sollte man das Zertifikat verlieren, kann man sich gerne ein neues bestellen – zum gleichen Preis.

Nachdem die Seite aber auch fleißig mit Penis Enlargement im Titel wirbt, könnte es sich natürlich auch um einen geschickten Spam-Trick handeln, um an qualifizierte Adressen zu kommen. Wang-Zertifizierung also auf eigene Gefahr.

Comcast kauft Plaxo

complaxo

Der Internet Service Provider Comcast, kürzlich negativ aufgefallen durch Maulkorb-Pläne für User, hat das Social Network Plaxogekauft, wie TechCrunch bestätigt.

Plaxo hatte den großen Vorteil, dass man seine verschiedensten Feeds, etwa von Twitter, Flickr oder Dopplr, einbinden konnte. Das ist mittlerweile auch kein neues Ding mehr, Friendfeed oder die alte Tante Facebook erledigen das auch sehr schön.

Kommentar: Persönlich sehe ich das als Experiment eines ISP, seine Kunden wieder stärker an sich zu binden. Ich denke aber auch, dass das nach hinten losgehen wird. Die User wollen nunmal nicht mehr abhängig von einem Provider sein, das große Geschäft machen die Inhalt-Lieferanten (Google, Nerd-Supreme..), nicht die Provider. Dank diesem Trend haben wir mittlerweile auch schnelle Breitbandzugänge und erschwingliche Preise, wären alle Leute mit T-Online-Mail zufrieden gewesen, wären wir wahrscheinlich nie über DSL 1000 hinausgekommen.

Vor allem Comcast ist einer dieser Provider, denen ich alles schlechte zutraue. Wer sich so massiv gegen die Netzneutralität ausspricht, sollte sich folgendes mal überlegen: Das gesammte Netz wie wir es heute kennen, beruht darauf, dass keine Seiten bevorzugt werden. Youtube hätte nie den Online-Video-Boom auslösen können, wenn es von den Providern künstlich verlangsamt worden wäre.

Daher habe ich für mich persönlich die Konsequenz gezogen und meinen Plaxo Account gelöscht. Ich unterstütze Comcast nicht, ich will, dass das Netz neutral bleibt.

Schön zu sehen, dass einige der großen Blogs eine ähnliche Meinung vertreten.

Fremder, kommst du in die USA – lösch dein Notebook

TSA

Vielleicht ist es an dem einen oder anderen vorbeigegangen, aber das Department of Homeland Security und die TSA dürfen in eure Notebooks reinsehen, wenn ihr in das Land of the Free einreisen wollt. Laut Washington Post wollten die netten Herren an der Zollkontrolle unter anderem wissen, welche Internetseiten aufgesucht worden waren.

Wie sichert ihr also eure privaten Daten (ich rede von Geschäftsjahresabschlussberichten oder geheimen Patenten nicht von euren selbstgedrehten Filmchen)? Verschlüsseln fällt aus, denn wenn ihr den Key nicht rausgeben wollt, dann dürft auch nicht in Jesusland die USA einreisen.

Glücklicherweise hat das (amerikanischen) CNET eine Lösung, ebenso gibt Jennifer Granick von der EFF hat ein paar Tipps.

Kurze Zusammenfassung: Daten runterkopieren, verschlüsseln und Online speichern. Notebook löschen und zwar so richtig. Betriebssystem neu aufspielen, sonst nichts und vor dem Flug nicht mehr hernehmen. Einreisen, notfalls Notebook zeigen. Im Hotel alle wichtigen Daten aus dem Online-Speicher ziehen.

via CrunchGear

Schatz, ich werd zu alt

Wer erinnert sich an die Fieberschübe die einen ereilten, wenn das neueste und lang erwartete Hit-Spiel kurz vor der Veröffentlichung stand? Diablo 2 kam raus, prompt wurde der vertrauten Händler am Erstverkaufstag belagert. Diese Freude in den Augen kennt man sonst nur von kleinen Kindern an Weihnachten.
Doch mit dem Alter schwindet meist nicht nur die Haarpracht, auch die kindliche Freude über neue Spiele geht schrittweise verloren. Als wenn das noch nicht übel genug wäre, werden selbst hartgesottene Quake-Veteranen plötzlich von ihren 14jährigen Cousins gnadenlos abgezogen.

Verdammt, das Alter holt uns ein, Volker hör die Signale:
11 signs you’re no longer a hard-core gamer

Nerd Supreme – die ersten drei Monate

Ab und an ist ein wenig Selbstlob erlaubt, vor allem, wenn es um ein neues Projekt geht, dass einem am Herzen liegt. Daher freut es uns, dass Nerd Supreme anscheinend draußen ankommt. Ein paar Statistiken:

Im April hatten wir laut unserem Auswertungstool WP-Slimstat insgesamt 1.739 Leser, die 10.411 Klicks produziert haben. Das ist ein durchschnittliches Klickverhältnis von 5,99, was bedeutet, dass jeder Leser auf fast sechs Seiten geklickt hat. Sehr cool.

Am meisten landen Leser bei uns, die entweder Rockband importieren oder Southpark online ansehen wollen. Bei uns surfen die meisten mit Firefox 2, aber auch die IEs sind stark vertreten. FF 3, Opera und Safari sind (noch) schwach vertreten.

Das Beste zum Schluss: Google hat uns einen eigenen Pagerank zugewiesen, und der ist mit Nummer 4 von 10 nicht einmal schlecht.

Wenn das so weitergeht sollten wir vielleicht langsam damit anfangen, ein fetziges Logo zu entwickeln. Also, bislang scheint das Projekt gut zu laufen, unser Dank gilt all unseren bisherigen und noch kommenden Lesern.

Encyclopædia Britannica: Interweb, wir kommen!

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Wikipedia und die Encyclopaedia Britannica verbindet eine innige Feindschaft. Immer wieder hört man von der einen oder anderen Seite, dass der jeweilige Gegner tot sei oder nicht mehr lang überleben werden. Außerdem wird immer wieder verglichen, wer denn nun mehr Fehler habe.

Blogger, Webmaster und Internet-Schreiber können sich davon demnächst selbst ein Bild machen. Denn die Online-Ausgabe der Britannica öffnet ihre Premium-Pforten kostenlos für jeden, der Inhalte ins Web stellt. “Die Qualität der Internet-Artikel stieg deutlich an. Das wollen wir honorieren und den Leuten hochwertige Inhalte und Hintergrundinformationen zur Verfügung stellen”, so der Jorge Cauz, der President der Encyclopaedia Britannica.

Das bedeutet, dass jeder Blogger einen kostenlosen Account für die Inhalte der Enzyklopädie erhalten kann, er muss sich nur auf dieser Seite anmelden. Normalerweise kostet der Account 51 Euro pro Jahr.

Anscheinend wurde der Verlag regelrecht vom Web 2.0 Fieber gepackt. Denn wie sonst könnte man erklären, dass es auch massig Widgets und einen Twitter-Feed des Nachschlagewerkes gibt? Langsam wird mir das unheimlich. Wenn das so weitergeht, steigt vielleicht noch der Brockhaus ins Webgeschäft ein. Obwohl – das ist dann wohl doch zu unglaubwürdig.

via Appscout

Update: KonamiID da – Metal Gear nicht

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Update bei Konami und seinen Konami.IDs. Der Konzern hat ein Einsehen und hat nach dem anfänglichen Debakel eine Schnellregistrierung für die Metal Gear Online Beta eingeführt. Also, ihr legt folgendes an:

  • Eure Konami ID
  • Eure GameID (Kleinbuchstaben, Passwort nur Ziffern)

Außerdem müsst ihr noch Land und Postleitzahl eingeben. Kleiner Tipp: Die Postleitzahl von einer kleinen Stadt bei Salzburg in Österreich ist 5020.

Warum man mit der Konami.ID selbst nicht ins Spiel kommt, dass weiß wohl nur irgendein verschrobener Programmierer. Viel Spaß bei Metal Gear, evtl sieht man sich als jagermo_de

Update: Zu früh gefreut. Beim Login krieg ich den Fehler “Unable to connect to server.(0901:FFFFFFE0).  Anscheinend gibt’s immer noch “Heavy Load”. Laut Konami startet der Test nun am 25.04 um 24 Uhr bei uns. Da scheint jemand den Launch sauber versemmelt zu haben.

Das Phänomen Lolcat

Wenn es ein Internettrend innerhalb eines Jahres schafft, einem arbeitslosen Programmierer zu ernähren UND in Spiegel Online aufzutauchen, dann ist das doch einen genaueren Blick wert. Also, was ist dieses Lolcat aka Katzencontent?

Lolcat ist ein ähnliches Phänomen wie Leetspeak. Während sich aber unsere geliebte Nerdsprache über Jahre entwickeln und durchsetzen musste, schafften die Lolcats das innerhalb von knapp einem Jahr. Das Lolcat Prinzip ist einfach: Man nehme das Bild eines Haustiers, vorzugsweise einer Katze, und setze eine kurze Bildunterschrift dazu. Dabei muss man beachten: Es gilt nur die Lautschrift, ja kein korrektes Englisch. Zumindest nicht, wenn man der Katze die Worte direkt in den Mund legen will. Das ergibt dann (meistens) mehr oder weniger witzige und süße Bilder.

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Einer der Anfänge: Ceiling Cat (Quelle: ICHC)

Wann die ersten Bilder aufgetaucht sind, ist nicht verifiziert, der erste Eintrag in der englischen Wikipedia ist von Februar 2007. Anfangs waren die Bilder meist darauf ausgelegt, dass eine Katze für allerlei seltsame Phänomene verantwortlich ist. So wurde zum Beispiel der Snapshot einer Katze, die an einem PC-Gehäuse rumschraubt mit „Im in ur room steeln ur drive!“ untertitelt.

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(Quelle: seehere.blogspot.com)

Bei dieser ersten Generation an Lolcat-Bildern besteht eine Ähnlichkeit zu Gaming-Dialogen, viele Wörter wir LOL oder ROFL wurden direkt aus dem Gamerslang übernommen. So ist beispielsweise „Im in your base, killing your doodz“ laut der Encyclopedia Dramatica ein Ausdruck dafür, wenn man sich in einem Strategiespiel unbemerkt in die Basis des Gegners schleichen konnte.

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(Quelle: Encyclopedia Dramatica)

Dann kam I Can Haz Cheeseburger. Die „Legende“ besagt, dass der arbeitslose Programmierer Eric Nakagawa das erste dezidierte Lolcat-Blog ins Web gestellt hat, das erste Bild war eine hungrige Katze mit der Überschrift „I can haz cheeseburger?“(ICHC). Das Blog wurde zum Selbstläufer, ICHC ist aktuell das Blog für Lolcat. Zur Seite gehören ein Lolcat-Sprachen-Wiki, ein Lolcat-Builder und die Schwesterseite „Ihasadog“. Das bringt der Seite einen Google-Pagerank von 7 und bis zu 1,5 Millionen Hits am Tag. Zum Vergleich: Den gleichen Pagerank haben im deutschen Web Seiten wie TecChannel.de, Heise.de oder Spiegel. Blogs mit diesem Pagerank sind mir im deutschen Bereich nicht bekannt, so erreicht das Bildblog derzeit PR 5, Stefan Niggemeiers privates Medienblog hat PR6.

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Damit kann man Geld machen? Das erste Bild von Icanhascheezeburger. (Quelle: ICHC)

Aktuell sind die Tech-Themen seltener geworden, mittlerweile bedient man sich auch Beispielen aus dem Alltag. Beliebt sind die Lolcats auch in romantischen Situationen, etwa beim ersten Kuss. Ab und an schaffen es auch andere Tiere, ein Lolpicture zu werden. ICHC hat so beispielsweise das Lolrus eingeführt, bei dem ein oder mehrere „walrus“, also Walrösser, im Mittelpunkt stehen.

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(Quelle: ICHC)

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(Quelle: ICHC)

Derzeit arbeiten die Internet-Nutzer an einer Übersetzung von English nach Lolcat, sowie an der Bibel der Ceiling Cat. Der Persönlich würde ich sagen, dass das Phänomen uns daher noch lange erhalten bleibt. Deutsch können die Katzen noch nicht, wie die lolisierte Version von Nerd-Supreme zeigt. Aber die Bilder, die machen sie schon gut.

Konami und das Metal Gear Online Debakel

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(Quelle: Konami, Schrift: Jagermo)

Seit letztem Donnerstag gibt es in Europa die offene Beta von Metal Gear Solid. Kostenlos, für alle zugänglich. Das größte Problem: Nur wenige können mitspielen. Und das liegt daran:

Deutschland erhält den Client nicht direkt. Metal Gear Online ist ab 18 und die deutschen Jugendschutzgesetze sowie eine immer noch nicht implementierte Altersprüfung im Sony-Store verhindern, dass man feststellen kann, ob der Spieler wirklich 18 ist. Doch das ist kein so tragisches Problem, wozu gibt es den Store in UK oder in Österreich. Die Software ist also geladen, das Update (rechnet mindestens eine Stunde ein) ist ebenfalls installiert.

Doch jetzt der größte Brainfuck: Konami fordert eine Konami.ID. Das ist ein einheitliches System, mit dem sich Spieler bei Konami und allen Konami-Spielen anmelden können. Kommt euch bekannt vor? Jo, gibt es auch schon von Sony, Playstation Network ID heißt dass und jeder, der Freunde hat, hat eine. Warum man die Konami ID nicht mit Sony verknüpft, ist unbekant.

Stattdessen muss man sich also seine ID bei Konami holen. Gut, melden wir uns halt schnell an. Denkste. Die Konami-Server sind so überlastet, dass es so gut wie jedes Mal einen Timeout gibt. Man gibt die Daten ein und es kommt als Antwort “Fehler,
Die Information auf dieser Seite wurde gelöscht, weil für eine längere Zeit keine Aktivität festgestellt wurde.
Link folgen, um zur Hauptseite zurückzukehren.
“. Keine Konami-ID – kein Metal Gear. Man arbeite an dem Problem, heißt es auf der Seite. Klar, Metal Gear 4 ist ja nur eins der am meisten erwartesten Spiele für die PS3, da muss man natürlich nicht mit einem großen Andrang von Spielern rechnen, wenn man ihnen die kostenfreie Beta gibt. Schlecht durchdacht. Das PS3-Blog hat zwar eine Lösung, aber dafür ist mir eigentlich meine Zeit zu schade.

Das ist übrigens auch der Grund, warum hier keine First Look auf Metal Gear Online steht. Ich habe gestern zwei Stunden mit der Installation verbracht, der Patch kam via Peer to Peer so langsam, das war unglaublich. Ich hatte einen höheren Upload (ca 105 Kbit/s) als Download (70 bis 90 Kbit/s). Und dann bin ich am KonamiID-Problem gescheitert. Um halb 2 hab ich aufgegeben.

Wobei wir es besser haben, als die Amis, die das Spiel vorbestellt haben. Jeder Vorbesteller erhielt einen Code, mit dem er in die Beta kommt. Das Problem: Konami hat es versaut und den Kunden falsche Codes zugestellt, die ungültig sind.

Update: “Debakel” natürlich, nicht “Dabakel”.

What they play: Gaming-Site für Eltern

Eltern haben ja oft das Problem, dass sie nicht mehr wissen, was ihre Kinder eigentlich da spielen. Zudem haben die wenigsten so viel Zeit dass sie ständig die Spielezeitschriften verfolgen. Zumal die meisten Zeitungen ein gewisses Grundwissen voraussetzen.

whattheyplay

Im englischsprachigen Raum haben es Eltern da leichter, seit es die Site “what they play” gibt. Die Seite richtet sich speziell an Eltern, und will sie aufklären, was ihre Kids da eigentlich spielen. Das besondere ist, dass sie nie den mahnenden Zeigefinger hebt, um Computerspiele zu verteufeln. Stattdessen gibt what they play eine kurze Zusammenfassung des Spiels um dann zu erklären, warum das besprochene Spiel eine bestimmte Einstufung erhalten hat und welchen Einflüssen die Spieler ausgesetzt sind.

Zudem können die Eltern selbst mit abstimmen ab welchem Alter sie das Spiel für geeignet halten, eine Community-Funktion ist ebenfalls enthalten. Aufgelockert wird das Ganze durch die Kolumne “Ask Gamerdad“, in der Spielervater die Fragen der Eltern beantwortet.

Großartige Beispiele der Seite sind die Artikel “GTA IV: 11 Things that Parents should know” und “Get the facts on Habbo“, in dem das Browserspiel Habbo genauer erklärt wird.

Alles in allem ist die Seite ein gutes Beispiel, wie man Eltern die Verantwortung und vor allem das Wissen rund um Computerspiele zurück gibt. Wir würden uns wünschen, dass einer der deutschen Spieleverlage sich traut und eine ähnliche Webseite für deutschsprachige Eltern hochzieht.