Borderlands 2 – das wird lustig

Borderlands ist wahrscheinlich einer meiner Lieblings-Coop-Shooter, den ich sogar auf Konsolen spielen kann. Ein Beamer, ein Spezl, ein paar Bier und es ist eine der schönsten Splitscreen-Ballereien, die ich mir vorstellen kann.

Das ist mit der Grund, warum ich mich schon jetzt auf den zweiten Teil freue – und hoffe, dass Gearbox nicht der inzwischen ja weit verbreiteten “Wir-versauen-den-zweiten-Teil”-Erritis erliegt. Andererseits, was kann groß schiefgehen? Die Story des ersten Teils – meh. Die verschiedenen Gegnertypen oder das Ende? Ebenfalls meh. Das großartige waren die Knarren und der spaßige Multiplayer – vor allem das schnelle rein- und rausspringen im Online-Multiplayer. Und natürlich Claptrap. Der darf nicht fehlen – soweit sieht es aber gut aus.

Teil 2 hat laut den ersten Test vor allem eins: Mehr Knarren. Und einen Charakter namens Gunzerker, der zwei Wummen nehmen kann – aaaawww yeeah. Ich bin mal gespannt ob und wie sie das Ding umsetzen – und ob der zweite Teil wieder so abartig geschnitten ist, wie der erste. Aber hier scheint es zumindest schon Entwarnung zu geben.

Bis dahin lasse schaue ich mir nochmal alle bislang erschienenen Trailer an (ab 18):

Etwa den Launch Date Trailer

Wimoweh

oder Come and get Me.

Ach, das wird schön. Und kurzweilig. Ach, vielleicht werf ich Teil 1 samt den Erweiterungen doch nochmal rein….

Hochpreisige, goldhinterlegte HDMI-Kabel sind Bullshit

Wer zumindest ein paar aktuelle Multimediakomponenten hat, etwa eine Xbox 360, eine PS3 oder einen Blu-Ray-Player samt HDTV, der brauch HDMI-Kabel. Meist kauft man nicht nur eins, sondern geht irgendwann shoppen, weil mehr her müssen. Spätestens dann stolpert man bei MediaMarkt, Saturn und Co über  Kabel wie die hier von Hama (3m, bei Amazon 30 Euro) oder gar von Monster (2 m, bei Amazon 75 Euro).Alternativ zeigt eine kurze Suche bei Amazon aber auch Kabel für 1,99 Euro oder 3,31 Euro.

Was ist also der Unterschied zwischen den beiden Kabel?

Absolut nichts.

Monster, Hama und alle anderen Kabelhersteller nutzen fröhlich die Funktionen, mit denen man bereits früher bei Audio/Video-Zubehör punkten, bzw mehr Geld verlangen konnte.

Da sind Anschlüsse mit Gold belegt, Kabel sind x-fach abgeschirmt und mit Gasen gefüllt. Das Problem dabei: Während das vor HDMI vielleicht sogar etwas gebracht hat, ist das bei HDMI hinfällig. Denn früher wurde das Signal analog übertragen, ähnlich wie früher beim Fernsehen konnten äußere Einflüsse das Signal stören oder verschlechtern. Beim Fernseher drehte man dann am Empfang, bei den Kabeln setzte man auf höherwertige Materialien.

Das ist mit HDMI hinfällig. Bilder und Ton werden dort digital übertragen. Das bedeutet: Die Qualität ist absolut, entweder kommen die Daten an oder nicht. Nichts dazwischen. Die Übertragung wird von äußeren Einflüssen (mit Ausnahmen ein Kabelbruch o.ä) nicht gestört. Wer also zu Gold und Co beim HDMI-Kabel greift, der hat zwar schöne Stecker – viel mehr aber auch nicht.

Aber die Werbung von Monster und Co verspricht noch mehr. So etwa einen Ultra-High-Speed, der Daten mit 10,2 GBit/s übertragen soll. Wow. Da kann so ein billiges Kabel doch nicht mithalten, oder?

Doch.

Zumindest, wenn es der HDMI 1.3x oder 1.4 Spezifikation entspricht. Denn laut dieser Spezifikation müssen die Kabel eben diese 10,2 Gbit/s übertragen können, sonst gibt es keine Zertifizierung. Die Wikipedia zeigt im Abschnitt Version Comparsion diese Infos ganz gut.

Eine sehr sehr gute Infografik zu diesem Thema kommt von Mint.com:

HDMI-Infografik (von Mint.com)

HDMI-Infografik (von Mint.com)

Warum sind Kabel also so teuer? Die Antwort ist Marge. Kabel können für wenige Cent hergestellt werden und lassen sich mit massivem Aufschlag verkaufen (das gilt nicht nur für HDMI, sondern auch für alle anderen Kabel).

Dabei als Anmerkung: Das gilt natürlich nur für kurze Kabel, etwa bis 5 oder 6 Meter. Wer längere Strecken überwinden muss, benötigt ein so genanntes Aktives HDMI-Kabel – sonst wird das Signal über die Strecke zu schwach und kommt nicht mehr an (nein, das Bild wird nicht schlechter, sonder es kommt einfach kein Signal an). Vor allem bei denen hauen die meisten Läden kräftig zu – bei den normalen Elektronikmärkten braucht man gar nicht nachschauen. Ich habe beispielsweise ein 20 Meter Kabel, aktiv, HDMI 1.3b und es hat 70 Euro gekostet – das ist Welten von dem entfernt, was etwa Conrad haben wollte.

Update: Vorsicht: Mögliche Probleme mit dem PS3 Update 3.42

Vorsicht vor der Firmware 3.42 für die PS3. Wie zahlreiche Nutzer berichten, etwa Product Review, scheint es einige Probleme zu geben. Da ist die Rede von Sound-Problemen, Madden und Call of Duty 4 wollen nicht laden, einige Konsolen landen gar in einer Dauerschleife und lassen sich nicht mehr nutzen. Im Sony-Board finden sich ebenfalls einige Einträge, ein offizielles Statement gibt es noch nicht.

Das Update behebt lediglich “einige Sicherheitslücken”, gemeint ist damit wohl die Schwachstelle, die den PSJailbreak oder PSGroove erlaubt (nein, kein Link, da müsst ihr schon eure eigenen L33t HaXXX0r Skills einsetzen). Scheinbar ist es aber mit einer extrem heißen Nadel gestrickt, kein Wunder, schließlich macht der Hack die komplette Konsole auf.

Wer das Update nicht unbedingt braucht, sollte also warten, bis der Patch überarbeitet und neu released wird. Nachteil dabei ist, dass ihr solange nicht auf das PSN zugreifen könnt – andererseits, wenn die Konsole ein Brick ist, dann kommt ihr da auch nicht mehr rein.

Update: Es gibt noch immer keine offizielle Bestätigung, einige Freunde haben aber ihre Konsolen scheinbar problemlos upgegradet. Wer was genaueres hat, gerne in die Kommentare.

Update 2: Auch ich hab das Update mittlerweile eingespielt, keine Probleme bislang. Hm.

Update 3: Sony verteilt inzwischen das Update 3.50. Das ist nicht nur ein Hotfix, sondern scheinbar wieder ein sauber entwickeltes Update. Neu ist in erster Linie die Unterstützung für 3D-Funktionen von BluRays – falls es denn mal mehr als drei gibt.  Changelog Dafür hat scheinbar das PSN Stabilitätsprobleme, wie ja auch  Erebro in den Kommentaren schreibt.

PS3 – Datenumzug leichtgemacht

In meinem Bekanntenkreis starben die Playstation 3 der ersten Generation und nun hat es auch meine 1st Gen Phat erwischt. Auch der grandiose Plan, aus mehreren PS3s eine Frankenstation zu bauen war leider nicht von Erfolg gekrönt, daher musste eine komplett neue her (250 GByte Slim). Allerdings will ich natürlich nicht bei allen Spielen wieder von vorne anfangen – oder den ganzen Gschlamps neu installieren.

Sony hat seit der Firmware 3.15 ein praktisches Transfer-Programm, mit dem sich nahezu alle Spieledaten zwischen zwei Playstations übertragen lassen. Ich sage nahezu, weil es ein paar Ausnahmen gibt, u.a. Little Big Planet oder Singstar Tracks.

Der Transfer an sich ist relativ simpel, allerdings sollte man auf seiner alten Konsole wenn möglich zuerst die Playstation Accounts deaktiveren – das System teilt das aber auch nochmal mit. Die Deaktivierung erledigt man über die Kontoeinstellungen. Zudem sollten beide Konsolen die gleiche Firmware haben, aktualisiert im Zweifel auf die Neueste (außer ihr wollt auf der alten vielleicht die OtherOS-Funktion behalten).

Anschließend müsst ihr beide Konsolen ausschalten, jeweils an einem Videoeingang des Fernsehers hängen und, wichtig, im ausgeschalteten Zustand direkt mit einem Ethernet-Kabel verbinden. Es muss kein Crossover sein, ein normales LAN-Kabel reicht (sollte ja jeder daheim haben).

Schaltet anschließend die PS3, deren Daten übertragen werden sollen wieder ein. Das Transfer-Programm findet sich in den Systemeinstellungen.  Nun wählt ihr in der ersten PS3 aus, dass die Daten von diesem System übertragen werden sollen. Bestätigt mit OK, schaltet die andere Konsole an und wechselt deren Kanal.

Hier das gleiche Spiel, ab in die Systemeinstellungen, Transfer-Tool starten  und diesmal die Option 2 wählen, dass Daten auf das System gespielt werden sollen. Danach heißt es erstmal abwarten. Wahrscheinlich will die Konsole vor dem Kopievorgang erst einmal die Festplatte formatieren. Stimmt zu, lasst das System neu starten und wartet anschließend ab.

Je nach belegtem Speicherplatz kann das schonmal dauern, zwei Stunden sind keine Seltenheit.

Vergesst auf dem neuen System nicht, dass ihr eurer PSN-Store-Konto wieder aktivieren müsst. Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass ihr keine gekauften Spiele oder Tracks neu herunterladen müsst, die werden direkt mit übertragen. Auch müssen Spiele nicht wieder installiert werden, was ja schon Zeit sparen kann.

Fazit: Das Umzugstool ist enorm praktisch, wenn man noch Zugriff auf die alte PS3 hat. Nicht nur werden fast alle Spielstände übertragen, auch die installierten Daten der Spiele sind schon auf der Platte – so spart man teilweise enorm Zeit.

PS3-Besitzer umdrehen und bücken: Euer Downgrade kommt am 1. April

Ok, entweder plant Sony gerade den größten Aprilscherz aller Zeiten (in der Konsolenwelt), oder die Kunden sind ihnen völlig egal. Andererseits wird die Meldung auf allen Sony-Blogs verbreitet, auch auf dem Deutschen.

Hintergrund: Im offiziellen PS-Blog in den USA hat Patrick Seybold von Sony einen Beitrag zum kommenden Update 3.21 (haha, drei-zwo-eins, ja genau) verfasst. Kernpunkt darin ist, dass Sony das OtherOS-Feature der PS3 entfernen wird. OtherOS ist eine Art virtuelle Umgebung, in der Linux-basierte Betriebssysteme installiert werden können. Sprich, mit OtherOS verwandelt man die Konsole in einen fast vollwertigen Linux-Rechner -der allerdings einige Nachteile hat. So kann man unter anderem nicht direkt auf die 3D-Grafik zugreifen, was Spiele oder sowas nahezu unmöglich macht. Alles in allem also eine nette Spielerei, die allerdings bislang einige als nette Alternative oder als Media-Center genutzt haben.

Problematisch wurde es, als ein Hacker namens GeoHot eine Schwachstelle im Hypervisor entdeckt hat. Dadurch konnte er auf das System zugreifen und einen Dump der Dateien durchführen, was allerdings alles andere als einfach ist. GeoHot nutzt eine Glitching-Attacke, bei der speziell getimte Strompulse an das System geschickt werden. Macht man das richtig, kann man die Hardware aus dem Takt bringen und -vielleicht- auf zuvor geschützte Systeme zugreifen – der Hack ist dennoch alles andere als trivial. Zudem bringt er nicht wirklich etwas. Raubkopierte Spiele kann man damit beispielsweise nicht abspielen, auch hat man nur den Hypervisor als Datendump, nicht das eigentliche Betriebssystem. Eine nette, längere Beschreibung des Hacks findet ihr hier.

Sony scheint nun dermaßen Schiss vor einem Software-Hack zu haben, der die PS3 wie die PSP komplett öffnet, dass sie lieber den kompletten Hypervisor entfernen, als einen Patch zu schreiben. Schade, das war eins der wenigen innovativen Features der PS3 – und mit ein Grund, warum ich mir die Konsole damals zugelegt habe.

Eher lächerlich finde ich, wie der Autor im deutschen PS3-Blog versucht, sich zu rechtfertigen. Das beträfe ja eh nur wenige Leute und man müsse das Update ja nicht installieren. Es gibt nur ein paar klitzekleine Einschränkungen:

  • Kein Login mehr zum PS3-Network
  • Keine Wiedergabe von Spielen und BluRays, die das Update voraussetzen
  • Keine Wiedergabe von kopiergeschützten Medien von externen Speichersystemen
  • Keine neuen Funktionen mehr.

Wie gesagt, alles insgesamt eher lächerlich. Nur weil man einen eingewachsenen Nagel hat, hackt man sich nicht den ganzen Arm ab. Außerdem dürfte diese Maßnahme die Hacker eher noch dazu anstacheln – Sony hat seine Konsole damit mitten in den Nerdrage geschubst, allein aus Trotz dürften die Hack-Versuche deutlich zunehmen. Dazu kommt der Image-Verlust, schließlich ist es jetzt vorbei, dass Sony gegenüber der Xbox360 mit ein wenig “Offenheit” prahlen kann.
Wie ein Kommentator im US-Blog so schön sagt: Das soll man lieber dieses sinnlose Home killen und das Geld in die Entwicklung wirklich interessanter Features stecken.
TL;DR: Mit dem PS3-Update 3.21 wird der OtherOS-Modus gekillt, es gibt keine neuen Features, es ist also eher ein Downgrade als ein Upgrade.

PS3 Slim: Noch nicht verfügbar und schon zerlegt

Sony bringt mit der PS 3 Slim eine abgespeckte Version der PS3 auf den Markt. Das ist die zweite Änderung im Design der PS3. Wie auch die aktuelle große Ausgabe verfügt die Konsole über lediglich zwei USB-Ports, sowie Anschlüsse für LAN, HDMI, das PS3-Kabel sowie einen optischen Ausgang.

Für Nerds schmerzhaft: Sony hat die Möglichkeit, ein Fremd-OS zu installieren gestrichen. Sprich: Kein Linux mehr. Wie auch die erste Auffrischung ist die PS3 Slim nicht abwärtskompatibel und verfügt über keinen Kartenleser.

Zwar ist die Konsole noch nicht in Europa im Handel, die Macher von ifixit.com haben die Konsole dennoch bereits zerlegt  und die Einzelteile abgelichtet.

ps3slimzerlegt

Quelle: ifixit.com

Was selten erwähnt wird: Auch bei der PS3 Slim kann man die Festplatte austauschen. Zwar kommt die PS3 Slim mit einer 120 GByte Platte, dank Standard-2,5-Zoll-SATA-Platten, aber hey, 500 Gig sind doch besser.

Achievement-Whoring, leicht gemacht

Ein von mir sehr geschätzter Kollege hat mir den einfachen Unterschied zwischen PS3-Trophies und der Xbox 360 Gamerscore erklärt: “Die Gamerscore ist deswegen besser, weil sich alle Punkte in einem riesigen ePenis kumulieren, den man dann stolz rumzeigen kann. ” Ein weit verbreiteter Sport unter 360-Besitzern ist daher das Achievment Whoring, bei dem die Gamerscore mit jedem noch so schlechten Spiel nach oben getrieben wird.

Dabei wird man im Internet natürlich nicht lange allein gelassen. Seiten wie Xbox360Achievments.org geben detailierte Hinweise, wie man an alle Punkte in einem Spiel kommt. Problem dabei ist allerdings, dass man aufgrund der Punktesammelei ja nicht die Zeit hat, alle Einträge auf ihre Schwierigkeit zu prüfen. Dabei hilft das Testfreak Blog. Dort findet sich eine Liste mit Xbox-Spielen, die sich am besten (und schlechtesten) zum Punktesammeln eignen.

Nerd Supreme spielt: inFAMOUS

Cole ist fertig. Der Kurier musste einige der schwersten Entscheidungen seines Lebens treffen, die ihn gezeichnet haben. Sein bester Freund, seine große Liebe, seine Heimatstadt – alles steht bei inFAMOUS kurz vor dem Abgrund. Doch zurück zum Anfang – (Anti)-Held Cole wacht im Epizentrum einer Explosion auf und rettet sich mit letzter Kraft weg vom Ground Zero. Während seiner Flucht stellt er fest, dass er Starkstrom anzieht wie ein Blitzableiter. Nach einer Zwischensequenz kann der Spieler Cole komplett übernehmen. Die Explosion scheint eine Gabe in Cole geweckt zu haben, denn ab sofort kann er Elektrizität in seinen Körper aufnehmen und in Form von Blitzen wiedergeben. Er, sein Kumpel und seine Freundin Trish haben nur eins vor – raus aus ihrer Stadt, Empire City. Denn nach der Explosion breitet sich eine Seuche aus, welche die US-Regierung veranlasst, die Stadt hermetisch abzuriegeln. Doch der Ausbruchsversuch geht schief und Coles Abenteuer beginnt nun erst richtig.

Cole blitzt

(Bildquelle: Sucker Punch/Sony)

Zum Spiel: Empire City gliedert sich in drei große Bereiche – Neon District, The Warren und Historical District -, die zunächst voneinander getrennt auf Inseln im Fluss liegen. Im Lauf der Kampagne schaltet Cole eine Insel nach der anderen frei – und öffnet Brücken zwischen den verschiedenen Bereichen. Dabei wird der Spieler recht linear durch Empire City geführt, Storymissionen sind mit blauen Kegeln gekennzeichnet. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Nebenmissionen, die mehrere Zwecke erfüllen. Zum einen geben sie dem Spieler Erfahrungspunkte, mit denen man die Fähigkeiten von Cole verbessern kann. Zudem befreien sie bestimmte Gebiete von Gegnern, so dass man dort seine Ruhe hat. Manche Missionen schalten außerdem Besonderheiten wie Kliniken frei, in denen der Spieler wiederbelebt wird. Die dritte Art von Missionen hängt mit dem Karma-System von inFAMOUS zusammen. Das Spiel stellt euch immer wieder vor Entscheidungen, die euch wahlweise Richtung Held oder Ausgestoßener bringen. Beschützt ihr beispielsweise einen Bürger und sein Hab und Gut vor Dieben, sammelt ihr gutes Karma. Grillt ihr den Kerl stattdessen und nehmt ihm die Besitztümer weg, erhaltet ihr negatives Karma. Je nach Rang könnt ihr nun bestimmte Missionen für die gute oder die böse Seite erledigen. Über euren Karma-Rang könnt ihr neue Fähigkeiten freischalten, außerdem verändert sich die Farbe der Blitze und Coles aussehen. Auch die Reaktion der NPCs änder sich: Hat Cole eine positiven Ruf, helfen die Bürger von Empire City ab und zu gegen Gegner, ist Cole als Strolch bekannt, kann es schonmal sein, dass ihn ein Mob angreift.

Cole Blitzschlag

(Bildquelle: Sucker Punch/Sony)

Zur Technik: inFAMOUS ist ein PS3-Only-Spiel. Die Ladezeiten halten sich, nach der Installation, in einem angenehm kurzen Rahmen. Sowohl der erste Start wie auch der Wiedereinstieg nach einem Tod klappt schnell und ohne große Wartezeiten. Bei der Grafik gibt es anzumäkeln, dass inFAMOUS nur eine Auflösung von 720p unterstützt. Das sorgt bei einem Full-HD-Fernseher teilweise für ziemlich hässliche Kanten und Ecken sorgt. Vor allem, wenn man näher dran am Fernseher sitzt fallen die teilweise sehr verwaschenen Texturen auf. Dafür sind die Blitze und Cole selbst meist sehr gut dargestellt. Besonders positiv: Uns vielen beim Durchspielen von inFAMOUS kaum Ruckler auf, so kommt teilweise ein sehr gutes Schnelligkeitsgefühl auf, etwa beim grinden über Stromkabel oder Bahnschienen. Außerdem ist die Weitsicht grandios – nahezu alle sichtbaren Gebäude in Empire City können erklommen werden.

Rundumsicht

(Bildquelle: Sucker Punch/Sony)

Kaum zum Einsatz kommt die Sixaxis-Funktion. Lediglich eine Fähigkeit, ein Blitzschlag aus dem Himmel, wird über Sixaxis gesteuert. Glücklicherweise hat das Entwicklerteam von Suckerpunch aber bei der Steuerung sehr gute Arbeit geleistet. Cole hüpft und kämpft elegant, schleudert Blitze und Schockgranaten, grindet über Stromkabel und zoomt sich dabei Gegner heran. Alle Bewegungen gehen bald flüssig von der Hand und sehen gut aus. Lediglich der Nahkampf schwächelt, nicht immer trifft Cole den anvisierten Gegner. Auch fehlte uns ein Nahkampfangriff, bei dem man den Gegner packt. Der Sound ist gut, die Musik nicht aufdringlich. Im Test hatten wir die englische Version, dort ist die Sprachausgabe sehr stimmig und passt zu den jeweiligen Charakteren.

Fazit: Alles in Allem ist inFAMOUS ein großartiges Spiel, dass den Spieler deutlich mehr an die Hand nimmt als andere Open World Games wie GTA oder Assasins Creed. Über die Dächer von Empire City zu hüpfen und zu klettern macht Spaß und wird – entgegen anfänglichen Bedenken – nicht langweilig. Auch die Story kann gefallen, die Zwischsequenzen werden größtenteils in Comicgrafik erzählt. Vor allem die großen Entscheidungen hinterlassen Spuren – egal, welche Seite man einschlägt, Cole wird immer Opfer bringen müssen. Wahrscheinlich deswegen hat inFAMOUS auch deswegen eine Freigabe ab 18 erhalten. In jedem Fall ist es ein Spiel für Erwachsene, nichts für Kinder. Sucker Punch hat sich glücklichwerweise komplett auf den Singleplayer konzentriert, so dass dem Spieler hier ein großartiges Erlebnis und ein unterhaltsames Spiel geboten wird. Da verzichtet man gerne auf einen Multiplayer-Modus. Wer Spiele wie Star Wars: The Force Unleashed oder Assasins Creed mochte, der sollte sich inFAMOUS ansehen – die Demo mit der sehr unterhaltsamen Zug-Mission gibts im US-Store.

Update: Noch ein kleines Schmankerl: Bei IGN gibt es kostenlos vier Kapitel aus dem Prequel-Comic zum Download.

Playstation Vidzone: Musikvideo auf der PS3 – Praktisch, mit Mängeln

VidZone LOGO

Seit Donnerstag können sich PS3-Besitzer die kostenlose Anwendung Vidzone aus dem PSN herunterladen. Vidzone bietet Zugriff auf Musikvideos  und streamt die über die Konsole – kostenlos. Die Qualität der jeweiligen Videos ist ok, allerdings handelt es sich nicht um hochauflösende Videos sondern normale PAL-Qualität. Auf den ersten Blick kann vor allem der große Katalog beeindrucken. Sony hat sich nicht lumpen lassen, von Klassikern bis hin zu Chart-Musik lässt sich einiges finden.

Playlist-FatboySlim

Dabei bemerkt man auch schon eins der ersten Probleme: Die Navigation ist mühsam. Zwar kann man sich Lieder anzeigen, die zum aktuellen Song passen, allerdings ist es nicht möglich, direkt auf die Überischtsseite eines einzelnen Interpreten zu springen. Auch die Suche sollte noch optimiert werden. Um einen Titel oder Interpreten zu finden, muss man die Buchstaben der Reihe nach durchscrollen, hier wäre die normale virtuelle Tastatur der PS3 eine deutlich elegantere Lösung gewesen. Nervig ist auch, dass nur Titel oder Interpreten angezeigt werden, die die eingegebenen Buchstaben in exakt der Reihenfolge enthalten. Als Beispiel: Die (nahezu vollständigen) Musikvideos von The Killers sieht man in der Interpretensuche erst, wenn man die Buchstaben “THE K” eingibt. Ebenfalls nervig: Springt man aus einem Interpreten zurück, landet man wieder ganz am Anfang der Suchergebnisse und muss von vorne zu scrollen beginnen.Praktisch ist allerdings, dass sich Wiedergabelisten bequem anlegen und befüllen lassen.

Sony blendet im Dienst Werbung ein, in der Vollansicht eines Videos erscheinen die Banner am unteren Rand, allerdings ohne groß zu stören. Zudem lassen sich die Videos direkt auf Handys herunterladen – schlagen dann aber mit 2 Euro pro Stück sehr teuer zu Buche.

Dennoch ist Vidzone kein schlechter Dienst. Der Sound ist gut, die Qualität der Videos ist OK und die Auswahl ist gigantisch, vereinzelt aber auch unverständlich (zB fehlt der Klassiker “Everybody dance now” von C+C Music Factory , vier völlig unbekannte Lieder sind aber drin). In jedem Fall kann man eine Party damit ordentlich unterhalten – inklusive Ausrufen wie “Oh mein Gott, hat man in den 80ern wirklich solche Sachen getragen?”.

Alles in Allem könnte Vidzone eine echte Konkurrenz zu Klimpersendern wie Viva oder MTV sein – vor allem, da Sony dankenswerterweise auf Moderatoren verzichtet. Für die Zukunft würde sich eine Integration in einen Dienst Last.FM geradezu anbieten.

Playstation 3 kriegt Musik-Videos

Da grätscht uns Sony doch glatt in die Quere. Haben wir uns beim Artikel über Tape.tv noch darüber beschwert, dass diese geniale Form des Musikfernsehens nicht mit dem Browser der PS3 funktioniert, legen die Japaner schon eine eigene Lösung vor. Diese heißt Vizone und soll im Juni 2009 über den PSN Store verfügbar sein.

Die Idee dahinter ist relativ einfach: Per Streaming könnt ihr euch Musikvideos anschauen, zusätzlich lassen sich Playlisten anlegen. Downloads sind in dieser Version noch nicht vorgesehen, wohl aber ein Streaming auf die PSP (um dann damit eine Party zu befüttern??).