Roadkil’s Unstoppable Copier– grandioses Tool bei Festplattenproblemen

Ok, stellt euch einfach mal folgendes vor: Ihr habt eine relativ große Festplatte, sagen wir 2 Terrabyte. Die habt ihr schon länger und so langsam füllt sie sich mit wichtigen Daten, etwa Bildern, Dokumenten oder virtuellen Abbildern von Systemen. Alles geht gut, bis ihr eines Tages immer mal wieder Abstürze von Programmen oder Blue-Screens beobachtet. Kein Problem, ihr heizt ein Check-Tool wie HDD Health oder Crystal Disk an und lasst die Festplatte checken. Wenn es schlecht läuft, erhaltet ihr so ein Ergebnis:

crystaldisk

Hm. Ok, kein Problem. Eine neue Festplatte (3 TB, SATA 600) geht günstig her und ist schnell angeschlossen, anschließend müssen nur noch die Daten von der alten auf die neue Partition. Das Problem: Der Windows Explorer ist dafür zwar OK, allerdings scheitert er, wenn es an korrupte oder fehlerhafte Daten geht.

Ich hab ein wenig im Web gesucht und hab zahlreiche Tools ausprobiert. Mein absoluter Favorit ist dabei Roadkil’s Unstoppable Copier. Das Ding ist Hardcore. Nicht nur kopiert es stoisch Bit für Bit (und probiert es dabei immer und immer wieder), sondern es hat auch gar kein Problem damit, Dateien zu übertragen falls diese nur teilweise in Ordnung sind.

roadkil

Natürlich kann das teilweise richtig lang dauern, allerdings ist das Ergebnis meistens, dass die Daten wenigstens noch lesbar sind. Bei wichtigen oder großen Daten lohnt sich das Warten in jedem Fall.

Der Unstoppable Copier ist kostenlos und funktioniert unter allen Windows-Versionen, inklusive Windows 8. Wenn ihr also mal Dateien habt, die korrumpiert wurden oder sich einfach nicht kopieren lassen – probiert das Tool aus. Download gibt es hier.

Wie man seinen Laptop absichert

greenshot_2011-10-02_15-16-31

Bei Grepopular gibt es eine sehr gute Anleitung, wie man sein Notebook gegen verschiedene Attacken absichern kann.

Was mir dabei besonders gut gefällt, ist, dass der Nutzer das installierte Windows 7 als Honeypot hernimmt, um mögliche Diebe direkt auszuspionieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dort neben einer Software wie Prey gleich noch einen DynDNS-Dienst und einen Keylogger einzurichten. Prey kann ich übrigens nur wärmstens empfehlen. Die Lösung ist Open Source und installiert einen unsichtbaren Deamon im Hintergrund, der sich mit dem Online-Dienst verbindet, wenn Zugriff aufs Web möglich ist. Verschwindet das Notebook, kann man via Prey die Webcam aktivieren, wichtige Daten löschen oder eine Ortung des Gerätes versuchen. Sehr cool.

Wer allerdings eine Windows-Only-Umgebung hat, der muss wohl ein wenig trickreicher werden. Mein Thinkpad zum Beispiel bootet nicht direkt in den User-Mode, ein Passwort/Fingerscan verhindert das. Allerdings sollte es relativ einfach sein, einen Account aufzusetzen, in dem man sich ohne Passwort anmelden kann (etwa Gast oder Mum), damit der jeweilige Dieb seine Internetverbindung aufbauen und Prey ans Werk gehen kann.

Als kleinen Bonus noch das Video von der Defcon 18 mit dem Titel “Pwned by Owner”. Der ein oder andere kennt das wahrscheinlich schon, aber das passt wunderbar.

Sichert ihr eigentlich eure Systeme irgendwie ab? Oder hofft ihr, dass nichts passiert?

via /r/netsec

Die zwölf Gefahren zu Weihnachten – und wie wahrscheinlich sie bei uns sind

McAfee warnt im Artikel “12 Scams of Christmas” bei CBC.ca vor zwölf möglichen Attacken, mit denen Nutzer um ihr Geld gebracht oder Rechner infiziert werden sollen. Ich hab mir die Liste durchgesehen, einiges davon ist bei uns ebenfalls denkbar, anderes betrifft wohl eher Nordamerika.

1. iPad Offer Scams: Bei uns durchaus denkbar. Im Grunde geht es darum, dass man ein  hochpreisiges Produkt (iPad, Konsolen, Smartphones usw) unglaublich billig erhalten kann. Spammer könnten das iPad beispielsweise als Prämie aussetzen, wenn man irgendetwas mit der Kreditkarte kauft. Der Spammer hat dann die Kreditkarteninfos, der Nutzer kriegt nichts. Potential: Sehr hoch, besonders vor Weihnachten.

2. “Ich wurde überfallen, schickt Geld”: Diebe schicken eine Nachricht, dass ein Familienmitglied angeblich im Urlaub ausgeraubt wurde und jetzt Geld per Money Order braucht. Ziel sind laut McAfee v.a. ältere Personen. Potential: Niedrig. Geld sollte man nur schicken, wenn man persönlich mit dem Freund/Verwandten geredet hat.

3. Falsche Grußkarten: Ähnlich wie bei 1., Nutzer sollen etwas mit Kreditkarte kaufen um dann eine kostenlose Grußkarte zu kriegen. Daten landen beim Spammer/Phischer, etc. Potential: Möglich, wobei ich das bei uns noch nicht gesehen habe.

4. Holiday-Jobs als Zusatzverdienst: Betrüger bieten gut bezahlte Jobs an, die man von daheim erledigen kann. Potential: Stets hoch. Es geht hier oftmals um Geldwäsche, etwa indem Beträge auf ein Konto überwiesen werden, die man dann abzüglich einer Kommissur weiterleiten soll, entweder per Überweisung oder Money Order.

5. Smishing: Phishing-Attacken mit SMS. Habe ich bei uns noch wenig gesehen, liegt vermutlich auch daran, dass es kaum noch deutsche Free-SMS-Versender gibt. Potential: Niedrig. Gefährlicher sind da eher so SMS Abzock Angebote.

6. Zu gute Urlaubsangebote: Die Betrüger setzen darauf, dass die Leute über Weihnachten mal ausspanne wollen, vermieten etwa günstig Häuser und Apartments, wollen aber eine Vorauszahlung per Kreditkarte oder am besten Money Order. Potential: Hoch, gefährdet sind vor allem Schnäppchenjäger.

7. Kredit-Scams: In den USA scheint während der Rezession scheinbar die Abzocke mit Krediten deutlich gestiegen zu sein. Potential: Niedrig - allerdings sollte man sich auch bei uns bei  zu guten Kreditangeboten skeptisch sein.

8. Grußkarten mit Malware: Braucht man nicht viel dazu sagen, hinter Links zu angeblichen Grußkarten versteckt sich in Wahrheit ein Malware-Downloader. Potential: Sehr hoch.

9. Zu gute Angebote: Betrüger manipulieren Auktionsseiten oder setzen eigene Seiten auf und bieten Sachen zu extrem günstigen Preisen an – die Ware kommt dann aber wahrscheinlich nie an. Potential: Sehr Hoch, wegen Weihnachten. Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist es wahrscheinlich meist falsch.

10. Charity Scams: Betrüger gehen mit Namen von Wohlfahrtsorganisationen hausieren und wollen damit Geld eintreiben. Potential bei uns: Im Web gering, an der Haustür eher möglich. Die Polizei in München rät dazu, sich vor dem Spenden über die jeweilige Organisation zu informieren und außerdem den Ausweis des jeweiligen Sammlers zu verlangen.

11. Verseuchte Downloads: Malware statt Video-Codec – nichts neues, das Potential ist stets hoch, vor Weihnachten dürfte es aber noch ein wenig steigen.

12. Ungesicherte WLANs: Addons wie Firesheep machen öffentliche Hotspots ohne Verschlüsselung noch unsicherer, als sie eh schon sind. Wenn man schon an einem ungesicherten WLAN (Cafe, Flughafen, Bahnhof, Zug etc.pp.) online gehen muss, dann bitte nur mit zusätzlichem VPN. Potential: Dank Firesheep sehr hoch. Firefox-Nutzer sollten zusätzlichdas Addon HTTPS Everywhere von der EFF nutzen.

Grundsätzlich sollte man vor allem jetzt auf das eigene Bauchgefühl vertrauen und misstrauisch sein. Was mir allerdings in der Auflistung fehlt sind

13. Attacken über Facebook: Das komplette Jahr über toben sich kriminelle mit gefakten Links und Videos auf dem Social Network aus, warum sollte das zu Weihnachten anders sein?

Wer Opfer einer solchen Attacke ist, normalerweise helfen Polizei, Bank und die jeweiligen Verbraucherstellen, um verlorenes Geld zurückzukriegen. Ansonsten hilft der gesunde Menschenverstand, eine aktualisierte Sicherheitssoftware und Misstrauen bei zu guten Angeboten.

Zune-Software außerhalb der USA herunterladen

Was kaum bekannt ist: Die Zune-Software von Microsoft ist ein richtig cooles Stück Technik, sie kann locker mit dem Media Player, Winamp oder iTunes mithalten. Problem: Wer nur auf Zune.Net geht, wird nicht weit kommen, denn offiziell gibt es noch kein Zune bei uns. Der Trick: Ganz unten auf der Seite kann man von Deutschland auf International umschalten. Anschließend einfach die Vereinigten Staaten auswählen und – Bazinga! – schon hat man die richtige Seite. Möglicherweise noch einfacher ist, die URL http://www.zune.net/en-US/ direkt aufzurfen.

Die Software steht als 32- oder 64-Bit Download zur Verfügung. Besonders unverständlich: Der Zune Player ist komplett auf Deutsch übersetzt – warum macht man sich diese Mühe, wenn man ihn dann nur mit solchen Tricks kriegen kann?

Ein weiteres Problem: Wird Zune in Deutschland gestartet, so erhält man eine enorm kastrierte Version. Wie man aber alle Features, inklusive des Smart-DJ erhält, zeigt mein gestriger Eintrag. Der Einträg hier hätte vielleicht sogar vor den gestrigen (Mehr Funktionen aus Zune rausholen) gehört, wenn man aber nun das Blog von oben nach unten durchliest, dann kommt er richtigrum. HA.

Mehr Funktionen in Zune freischalten

Microsofts Zune-Software kann es meiner Meinung nach locker mit iTunes aufnehmen – solange man Zugriff auf die Features der Amis hat. Das ist allerdings mit einem Trick realtiv easy: Zune frägt beim Start das Windows-System, wo sich denn der Nutzer gerade aufhält. Ist das Ergebnis Deutschland, gibts die geschnittenen Funktionen, ist der User aber in den USA, hat man Zugriff auf die volle Bandbreite – und das komplette Interface ist noch dazu auf Deutsch übersetzt.

Die Zune-Software - samt fertiger Smart-DJ-Listen.

Was macht man aber, wenn der Rechner in Deutschland (oder Österreich oder der Schweiz oder sonstwo außerhalb den USA) steht? Man behilft sich mit einem Trick.

Im Windows-Systemmenü “Region und Sprache” gibt es einen Reiter namens “Aufenthaltsort” (Pro-Tipp: Im Windows 7 Startmenü “Ort” eingeben und “Ort ändern” auswählen. Darin gibt es ein Drop-Down-Menü, mit dem ein beliebiges Land auswählen kann. Wählt also hier die Vereinigten Staaten von Amerika, und drückt auf “Übernehmen” (OK geht natürlich auch, aber dann geht das Fenster zu). Jetzt startet ihr einfach die Zune-Software und voila, schon sind neue Features, etwa der Smart DJ-Mix oder der Marktplatz zur Verfügung. Hätte man eine US-Kreditkarte, könnte man diesen auch nutzen, Vorschau-Funktion geht auf alle Fälle.

Den Ort geschickt geändert und schon klappts auch mit den Features

Ach, das wichtigste: Download geht per Zune.net, dann nach unten scrollen, bei International die USA wählen und ihr solltet die Desktop Software runterladen können.

//Disclaimer// Ich arbeite als freier Autor auch an einigen Projekten für Microsoft – die Software gefällt mir trotzdem.

Vuvuzela-Summen aus Live-Streams filtern

Fußball-technisch interessieren mich eigentlich nur die WMs, die normalen Ligen (da gibts ja tausende, aber ich schweife ab) sind nicht so mein Ding.

Die südafrikanischen Vuvuzelas (die übrigens meiner Meinung nach kein traditionelles afrikanisches Instrument sind, aber ich schweife ab) verursachen meiner Meinung nach aber ein enorm nervendes Summen, das auch über die  Streams der öffentlich-rechtlichen übertragen wird. Der Vuvuzela-Filter der Surfpoeten ist zwar technisch beeindruckend, aber mir persönlich zu aufwändig – was auch daran liegt, dass ich weder die Software noch nen Mac hier hab, sondern Windows.

Jeff Bargmann von Stardock hat ein deutlich einfacheres Tool entwickelt, den Devuvuzelator. Dabei handelt es sich im Grunde um einen Frequenzfilter, der das ständige Summen der Vuvuzelas in Echtzeit aus dem Audio-Stream filtert.

Insgesamt kann man fünf verschiedene Filteroptionen auswählen, der Filter lässt sich auch komplett deaktivieren. Praktisch ist, dass man die Software nicht installieren muss, sie startet direkt nach einem Doppelklick auf die Exe-Datei – damit läuft die Applikation auch auf Rechnern, auf denen man keine administrativen Rechte hat.

Er kostet nichts, man kann ihn also ohne Probleme ausprobieren. In einem persönlich durchgeführten Test (im Spiel Frankreich – Südafrika, aber ich schweife ab) arbeitet die Software sehr gut.

PS3-Besitzer umdrehen und bücken: Euer Downgrade kommt am 1. April

Ok, entweder plant Sony gerade den größten Aprilscherz aller Zeiten (in der Konsolenwelt), oder die Kunden sind ihnen völlig egal. Andererseits wird die Meldung auf allen Sony-Blogs verbreitet, auch auf dem Deutschen.

Hintergrund: Im offiziellen PS-Blog in den USA hat Patrick Seybold von Sony einen Beitrag zum kommenden Update 3.21 (haha, drei-zwo-eins, ja genau) verfasst. Kernpunkt darin ist, dass Sony das OtherOS-Feature der PS3 entfernen wird. OtherOS ist eine Art virtuelle Umgebung, in der Linux-basierte Betriebssysteme installiert werden können. Sprich, mit OtherOS verwandelt man die Konsole in einen fast vollwertigen Linux-Rechner -der allerdings einige Nachteile hat. So kann man unter anderem nicht direkt auf die 3D-Grafik zugreifen, was Spiele oder sowas nahezu unmöglich macht. Alles in allem also eine nette Spielerei, die allerdings bislang einige als nette Alternative oder als Media-Center genutzt haben.

Problematisch wurde es, als ein Hacker namens GeoHot eine Schwachstelle im Hypervisor entdeckt hat. Dadurch konnte er auf das System zugreifen und einen Dump der Dateien durchführen, was allerdings alles andere als einfach ist. GeoHot nutzt eine Glitching-Attacke, bei der speziell getimte Strompulse an das System geschickt werden. Macht man das richtig, kann man die Hardware aus dem Takt bringen und -vielleicht- auf zuvor geschützte Systeme zugreifen – der Hack ist dennoch alles andere als trivial. Zudem bringt er nicht wirklich etwas. Raubkopierte Spiele kann man damit beispielsweise nicht abspielen, auch hat man nur den Hypervisor als Datendump, nicht das eigentliche Betriebssystem. Eine nette, längere Beschreibung des Hacks findet ihr hier.

Sony scheint nun dermaßen Schiss vor einem Software-Hack zu haben, der die PS3 wie die PSP komplett öffnet, dass sie lieber den kompletten Hypervisor entfernen, als einen Patch zu schreiben. Schade, das war eins der wenigen innovativen Features der PS3 – und mit ein Grund, warum ich mir die Konsole damals zugelegt habe.

Eher lächerlich finde ich, wie der Autor im deutschen PS3-Blog versucht, sich zu rechtfertigen. Das beträfe ja eh nur wenige Leute und man müsse das Update ja nicht installieren. Es gibt nur ein paar klitzekleine Einschränkungen:

  • Kein Login mehr zum PS3-Network
  • Keine Wiedergabe von Spielen und BluRays, die das Update voraussetzen
  • Keine Wiedergabe von kopiergeschützten Medien von externen Speichersystemen
  • Keine neuen Funktionen mehr.

Wie gesagt, alles insgesamt eher lächerlich. Nur weil man einen eingewachsenen Nagel hat, hackt man sich nicht den ganzen Arm ab. Außerdem dürfte diese Maßnahme die Hacker eher noch dazu anstacheln – Sony hat seine Konsole damit mitten in den Nerdrage geschubst, allein aus Trotz dürften die Hack-Versuche deutlich zunehmen. Dazu kommt der Image-Verlust, schließlich ist es jetzt vorbei, dass Sony gegenüber der Xbox360 mit ein wenig “Offenheit” prahlen kann.
Wie ein Kommentator im US-Blog so schön sagt: Das soll man lieber dieses sinnlose Home killen und das Geld in die Entwicklung wirklich interessanter Features stecken.
TL;DR: Mit dem PS3-Update 3.21 wird der OtherOS-Modus gekillt, es gibt keine neuen Features, es ist also eher ein Downgrade als ein Upgrade.

….und das Mysterium der nicht mehr erkannten USB-Geräte

„You see, Killbots have a preset kill limit. I just had to send wave after wave of my men, until they shut down” – Five Star General Zap Brannigan
So ähnlich ging es mir mit meiner Installation von Windows 7. Plötzlich weigerte sich das Betriebssystem, neue USB-Sticks zu erkennen und die passenden Treiber zu installieren. Bereits einmal angesteckte Sticks wurden einwandfrei erkannt, nur bei neuen USB-Geräten zickte das System plötzlich. Das konkrete Problem war, dass Windows anscheinend die Standard-Treiber für USB-Speicher, Sticks und anderes einfaches Zeugs nicht mehr finden konnte – weder Online noch auf dem lokalen System.
Ich hatte im Hinterkopf, dass Windows irgendein internes Limit für angeschlossene USB-Geräte hat – warum auch immer. Fakt ist in jedem Fall, dass das Betriebssystem sämtliche jemals angeschlossenen USB-Geräte in einer internen Datenbank ablegt. Wen mal interessiert, wie viele USB-Treiber installiert sind, kann das etwa mit dem Tool USBDeview einsehen.
Im Internet kursieren zahlreiche Lösungen, ich hab mich also einen Tag lang durch Google gewühlt. Probleme macht wohl die Datei INFCACHE.1, die im Windows-Verzeichnis liegt. Diese solle man löschen – was unter Windows 7 allerdings nur über die Systemswiederherstellungskonsole und deren Eingabekonsole möglich ist. Das hat mich bereits einige Zeit gekostet. Egal, die INFCHACE.1 wird beim nächsten Start von Windows wieder angelegt – mein Problem blieb allerdings bestehen.


Ich hab weiter rumgesucht, der nächste Tipp führte mich in die Registry (wo ich, zugegebenermaßen seit einiger Zeit nicht mehr war). Es galt den Wert „DevicePath“ in HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersion zu überprüfen. Der Muss auf %SystemRoot%inf verweisen. Ich hab den Key gelöscht und neu angelegt, den Rechner neu gestartet, ohne Erfolg.
Nach ein paar weiteren Stunden bin ich auf diesen Beitrag im US-Technet gestoßen. Hier wird geraten, die Datei usbstor.inf in Windowsinf zu prüfen. Diese war bei mir seltsamerweise nicht oder nicht mehr vorhanden. Ich hab sie aus einer älteren Vista-Installation kopiert und eingefügt. Anschließend hab ich mir die nicht erkannten USB-Geräte im Gerätemanager (Windows + Pause) vorgenommen. Ein Rechtsklick und „Treiber aktualisieren“ sollte helfen – und Voila, plötzlich fand Windows wieder die passenden Treiber.
Viel Aufwand, viel Ärger und viele falsche Wege. Ich hoffe, dass dieser Eintrag irgendwem helfen kann.

Update: Virenattacken aufs iPhone – keine Panik

Es wird nicht mehr lange dauern, bis „Leitmedien“ die News über die Virenattacken auf iPhones aufgreifen werden. Wahrscheinlich werden die Nachrichten völlig überzogen sein. Deswegen von uns: Keine Panik.

iPhone Viren

(Quelle: G Data)

Die Fakten zur Malware: Innerhalb von drei Wochen sind drei Malware-Programme für das iPhone aufgetaucht. Der erste Virus griff den Internet-Witz Rickrolling auf. Dabei werden Nutzer durch einen verfälschten Link auf das Video von „Never gonna give you up“ von Rick Astley geleitet, Wikipedia kennt mehr dazu. Beim iPhone wird der Hintergrund gegen ein Rick Astley Bild ausgetauscht sowie mit dem Slogan „ikee is never gonna give you up“ versehen. An sich ist der Wurm ansonsten harmlos. Der Autor wurde übrigens für seinen Wurm nicht bestraft, im Gegenteil er hat einen Job bei einem App-Entwickler erhalten. Naja.

Der zweite Wurm nennt sich Privacy.A und wurde von Intego entdeckt. Diese Malware ist schon deutlich bösartiger. Sie greift auf die Kontaktdaten des Nutzers zu und kopiert beispielsweise Kontaktinformationen. Diese schickt die Malware anschließend an die Entwickler zurück. Privacy verbreitet sich nicht von iPhone zu iPhone, sondern infiziert die Smartphones von einem Rechner aus über das Netzwerk.

Die dritte Malware wurde von den Analysten von CA „Duh“ genannt, hierbei handelt es sich um ein wirklich bösartiges Stück Software, erstmals gefunden von einem niederländischen ISP. Wie auch Privacy.A schnappt sich die Malware sämtliche private Daten sowie SMS-Nachrichten und schicken sie an die Entwickler zurück. Dazu können die Kriminellen auf das iPhone zugreifen und beispielsweise das Root-Passwort ändern.

Die Fakten zur Infektion: Zuerst das Wichtigste – betroffen sind derzeit nur iPhones, die per Jailbreak geöffnet wurden. Angegriffen werden die Smartphones über die SSH-Schnittstelle. Erfolgreich sind Attacken derzeit allerdings nur, wenn der Nutzer das Standard-Passwort „alpine“ nicht geändert hat.

Säubern: Um die iPhones zu desinfizieren reicht es derzeit, einfach die iPhones mit dem aktuellsten Sicherheitsupdate von Apple zu versorgen. Danach sind die Geräte natürlich nicht mehr gejailbreaked.

Also, iPhone-Nutzer, keine Panik. Das normale iPhone ist (noch) nicht in Gefahr.

Update:

Flowcharts sind toll, Gliffy ist zum Erstellen noch toller. Daher hier ein Flowchart, mit dem Ihr feststellen könnt, ob euer iPhone betroffen ist:

iphone

Dude, where is my qualifizierte elektronische Signatur?

So, der erste Teil der QES ist erledigt, nun kam der komplexe Teil. Die Hardware war vorhanden, was fehlt war das downloadbare Zertifikat. Die Mail mit dem passenden Link kam zwar kurz danach an, allerdings gab es dabei Probleme. Java und alle Treiber waren installiert, der Download hat aber nicht wirklich funktioniert. Das Problem war, dass das dazugehörige Java-Applet einfach nicht starten wollte.

Im Endeffekt konnte ich es lösen, allerdings nur mit folgender Ausstattung:

  • Windows XP SP3
  • Mozilla Firefox
  • Java 6, allerdings nur bis zum Update 5
  • der Rechner muss physikalisch vorhanden sein, eine virtuelle Maschine funktioniert nicht. Glaubt mir, ich habs mit mehreren Windows XPses versucht.

Danach muss man übrigens noch die S-Trust Sign-It-Software installieren um das Zertifikat zu Nutzen. Danach kann man das Zertifikat  auch einwandfrei in Adobe Acrobat Pro nutzen.