Suse Studio – Linux zum selberbauen

Eine eigene Distribution zu bauen ist zwar verlockend, aber auch viel Arbeit. Allerdings kann man ja schon einmal klein anfangen und sich ein bestehendes Linux maßschneidern. Re-Mastern kann man zwar nahezu jede Distri, besonders einfach geht es aber mit dem Suse Studio. Das Studio bietet ein Web-basiertes Remastering von openSUSE, SLES 10 oder SLES 11. Die Bedienung ist einfach und übersichtlich, man klickt sich einfach durch die Menüs, kann anpassen, welcher Desktop eingerichtet und welche Software installiert werden soll. Zusätzlich lassen sich eigene Repositorys für die Software-Installation einbinden, neue Nutzer anlegen oder Hintergrund und Logo ändern. Anschließend erhält man entweder eine virtuelle Appliance im VMware- oder XEN-Format, ein Disk-Image oder eine Live-Boot-ISO.

Suse Studio macht es einfach, eigene Distributionen zusamenzubauen, oder sich schnell einen passenen Unterbau für eine spezielle Anwendung zu schneidern. Vor allem kann man sich so eine entschlackte Linux-Version bauen, die nur die wirklich benötigente Tools enthält und auf überflüssigen Balast verzichtet. Besonders praktisch wäre es, wenn man auch die Hardware und den Kernel gleich auf eine bestimmte Umgebung optimieren könnte. Etwa, indem man einen speziellen WLAN-Treiber gleich von Beginn an einbindet.

Derzeit ist das Suse Studio in einer ersten Beta-Phase, wer es ausprobieren will, kann sich hier anmelden.

Neues Projekt: Fedora 11 auf dem Desktop

Mal wieder wage ich mich an ein Linux. Das hat zwei Hintergründe. Zum einen will ich Linux lernen, das offene Betriebssystem hat mich schon immer fasziniert. Zum anderen will ich ein stabiles 64-Bit-Betriebssystem, auf dem VMware Workstation läuft.

Das Betriebssystem meiner Wahl ist Fedora 11. Warum? Tja, keine Ahnung, aber der Name “Leonidas” reizt mich, und Red Hat scheint mir als Grundlage nicht schlechter zu sein als Debian für Ubuntu. Das Ganze wird wohl länger dauern, auch wenn sich Linux beim Thema Hardware und Nutzerfreundlichkeit viel getan hat.

Getestet habe ich das System mit einer 64 Bit Gnome Live CD von Fedora 11 (USB-Bootfähig gemacht mit Unetbootin). Die erste Überraschung: mein USB-WLAN-Stick von US Robotics wurde einwandfrei erkannt, hier ist mein Desktop-System meinem Netbook schonmal überlegen (das scheitert regelmäßig an einem Fehler in der wpa_supplicant). Gnome erkennt auch beide Monitore brav und lässt mich den Desktop brav erweitern. Nicht schlecht soweit. Anders sieht es beim Sound aus. Gnome will partout den digitalen Ausgang nicht erkennen. Paradox: Starte ich KDE als Desktop Manager, habe ich zwar digitalen Sound, kann allerdings den Desktop nicht auf zwei Monitore erweitern. Seltsam.

Unter Windows habe ich eine Partition mit 113 GByte Speicher frei geräumt und gelöscht. Der Fedora-Installaer Anakonda konnte diesen freien Platz dann direkt nutzen, um Linux dort zu installieren und einzurichten, was ziemlich fix ging.

Ich mir Linux nun mindestens eine Woche als Haupt-System gönnen, und dabei einige Sachen ausprobieren. Dazu werden gehören

  • Nvdida-Treiber installieren
  • zwischen KDE und Gnome als Desktop Manager umschalten
  • Digitalen Sound zum Laufen kriegen
  • VMware Workstation installieren
  • Clevere Software suchen und ausprobieren (zB einen Blog-Editor)
  • Windows-Software zum laufen bringen, wenn möglich sogar die Beta von Office 2010

Dazu versuche ich, Erfahrungen und Hilfestellungen hier zu posten, um anderen Leuten ein wenig den Umstieg oder zumindest das Interesse für Linux schmackhaft zu machen.

Erste Lektion: Meinen Nutzernamen in das sudoers-File einfügen. Damit kann ich dann systemkritische Aktionen ausführen, ohne jedesmal in den root-Modus zu wechseln. Geholfen hat mir dieses HowTo.

Ah, wer selbst Erfahrungen mit Linux sammeln konnte, Fragen oder Lösungen für mich hat – ich freu mich über Kommentare.

Nützliche Links:

VoIP-Alternativen, falls Skype dicht macht

eBay-Verantwortliche werden derzeit diejenigen verfluchen, die damals die Skype-Übernahme eingetütet haben. Denn der Auktionshaus-Konzern hat zwar 2,6 Milliarden Dollar für Skype bezahlt, ließ den beiden Entwicklern (Niklas Zennstrom and Janus Friis, manchen noch als die Macher hinter Kazzaa bekannt) allerdings die P2P-Grundlage, die Skype zum Verbindungsaufbau benötigt. Zennstrom und Friis  gründeten flugs ein neues Unternehmen namens Joltid und lizensierten die Technologie an eBay – bis zum März 2009. Seitdem besitzt eBay keine Lizenz mehr für die Skype-Grundlage. Nun soll ein Gericht im UK bis Juni 2010 entscheiden, ob Joltid die Lizenz rausrücken muss oder sie behalten darf. eBay arbeitet zwar an einer Alternative, sollte diese allerdings nicht umsetzbar sein, will eBay Skype wohl dicht machen, heißt zumindest in diesem Bericht. (via)

Bis dahin soll Skype aber wohl weiterlaufen, also erst einmal: Keine Panik.

Trotzdem schadet es nicht, ein wenig vorbereitet zu sein, daher zeigen wir euch ein paar Alternativen zu Skype auf.

Wer VoIP nutzen möchte, allerdings den Kontakt zu Skypern sucht, der sollte sich Gizmo5 ansehen. Die Software vermittelt nicht nur günstig (internationale) Gespräche per VoIP, sondern kann sich auch ins eigentlich geschlossene Netz von Skype einklinken. Auch Instant Messaging ist möglich. Neben Gizmo5-Buddys könnt ihr auch mit euren Freunden bei AIM, Windows Live (MSN), Yahoo, MySpace IM, GoogleTalk, ICQ, iChat, QQ, Gadu-Gadu und Jabber chatten.

Besonders auf Video-Telefonie ist angeblich ooVoo ausgelegt. Die Software lockt vor allem mit Videos in hoher Qualität, allerdings nur von ooVoo zu ooVoo. Clever ist aber, dass ooVoo anders als Skype bis zu sechs Leute in einen Video-Chat einladen kann. Außerdem kann man Nicht-ooVoo-Nutzer direkt über das Web mit in den Chat nehmen.

Wer seinen Chat-Client nicht nur lokal am PC nutzen, sondern auch mobil verbunden sein will, für den bietet sich Nimbuzz an. Die Software ist ein Multi-Plattform-Messenger, der kein eigenes Netz unterhält, sonder sich mit den IM-Netzen von Skype, Windows Live Messenger (MSN), Yahoo! Messenger, ICQ, GoogleTalk, AIM, GaduGadu und Jabber verbindet. Mit dabei sind Twitter und die Chat-Funktionen sozialer Netze wie Facebook, MySpace oder StudiVZ. Nimbuzz bietet Clients für Mac und Windows an, außerdem gibt es auch hier einen Web-basierten Client, dazu kommen diverse Clients für Smartphones.

Zusätzlich gibt es noch, oftmals unbekannt, VoIP-Funktionen in zahlreichen Messengern. Beispiele sind etwa Windows Live oder Google Talk, beide können mittlerweile auch Video.

Wer sonst noch Vorschläge zu Skype-Alternativen hat, oder seine persönlichen Erfahrungen loswerden will – nur rein in die Kommentare.

//Update// Weil hier gerade einige reinsteuern, die wohl vom Skype-Ausfall betroffen sind: Der Artikel ist bereits über ein Jahr alt. Ich hab ihn nur überflogen, aber es gibt auf alle Fälle noch ooVoo und Google Talk Video. Sorry.

Daten schöner sichern mit FBackup

Backups von sensiblen Daten wie Bildern, eigenen Videos oder Dokumenten sollten mittlerweile selbstverständlich sein. Doch was ist eigentlich mit Programmeinstellungen oder Konfigurationsdateien? Das (für Privatanwender und auch kommerzielle Nutzung) kostenlose Programm FBackup sichert nicht nur wichtige Daten, sondern besitzt noch eine andere Besonderheit: Wie die Mozilla-Produkte lässt sich FBackup über Plugins mit neuen Funktionen und Unterstützung für zusätzliche Tools nachrüsten.

fbackup 1

Auch die restlichen Funktionen von FBackup können sich sehen lassen. Nicht nur ist die Software komplett auf Deutsch übersetzt, sie kann auch auf geöffnete Dateien zugreifen und diese sichern. Unterstützung für Netzlaufwerke ist dabei ebenso integriert wie eine automatische Update-Funktion.

fbackup 3 plugins

Den Download gibt es hier, das Plugin-Verzeichnis findet ihr hier.

BabelWith.me: Chatten in 45 Sprachen

BabelWith.me ist eine idealer Chat-Dienst für Weltenbummler. Denn die Software übersetzt in Echtzeit in 45 andere Sprachen. Das gigantische daran: Es funktioniert wirklich. BabelWith.me erkennt die meisten Eingaben, übersetzt sie und setzt sie unter die eigene Eingabe. BabelWith.me ist derzeit in der Alpha-Phase und kostenlos zu nutzen. Die Bedienung dabei ist einfach: Man klickt auf “Start new conversation” und startet damit einen neuen Chatraum. Dazu erhält man eine passende URL, die man einfach seinen Gesprächspartnern zukommen lassen kann. Diese klicken darauf und landen, nachdem sie einen Nickname gewählt haben, in der Chat-Session.

babelwithme

Der faszinierende Dienst kommt von einem eher ungewöhnlichen Entwickler. Hinter BabelWith.me steckt Livechurch.tv, ein weltweiter Kirchensender. Für die Übersetzung bedient sich BabelWith.me anscheined dem vor kurzem erschienenen Google Translator, zumindest legt ein “powered bei Google”-Logo am unteren Ende diesen Rückschluss nahe.

So bindet ihr Dienste wie Skydrive in den Windows Explorer ein

Online-Speicherdienste wie Windows Skydrive oder ADrive sind praktisch – allerdings benötigt man meist einen zusätzlichen Client oder ein Webinterface um Daten ablegen zu können. Abhilfe schafft das Gladinet Cloud Desktop. Die Software bindet die Online-Dienste Windows Skydrive, Google Dokumente, Google Picasa sowie Amazon Storage direkt als Netzwerklaufwerk in den Windows Explorer ein. Auch WebDAV- oder FTP-Server werden unterstützt. Weitere Details samt Bilderstrecke gibts hier beim TecChannel.

gladinet

Die Software läuft unter Windows XP, Vista und Windows 7.

Der portable CDBurner XP

CDBurner XP ist wahrscheinlich mit die wichtigste Freeware für Windows XP und Vista. Denn sie ersetzt komplett teure Brennsoftware wie Nero und reicht für die meisten Aktionen (wie, äh, CDs oder DVDs brennen) völlig aus.

Extrem praktisch ist da die neueste Version, die sich einfach auf einem USB-Stick mitnehmen und ohne Installation starten lässt. Also leere CD einlegen, USB-Medium anstecken und losbrennen, egal wo – solange ein Brenner vorhanden ist, klar.

Den Download gibt es hier, aber nur für Windows.

BlackBerry: Der ultimative BrickBreaker Guide

BlackBerry-Nutzer aufgepasst. Wenn ihr eins der E-Mail-Smartphones habt, dann spielt ihr wahrscheinlich auch Brickbreaker. Hand hoch, wer ist schonmal bis Level 20 gekommen? Ok, bis Level 25? 30? Eben, ich auch nicht.

Deswegen braucht es Seiten wie die von Techbays. Die Macher haben für jedes der 30 Level einen Guide gemacht, wie man die Maps optimal spielt und wo die Extras verborgen sind.

brickbreaker-lvl-20

Zusätzlich gibt es noch einen Guide um mehr als 100,000 Punkte zu erhalten. Respekt.

via BBGeeks

[tags]BlackBerry, Gaming, Gadgets, Software [/tags]

Facebook-Chat jetzt auch für Pidgin

Pidgin, ehemals Gaim, ist einer der beliebtesten Multi Messenger, nach Miranda. Daher dürfte es einige Leute interessieren, dass es mittlerweile ein Plugin für den Facebook-Chat gibt.

facebook_buddy_list

Wer Digsby also nicht nutzen mag (oder kann), kriegt seine Facebook-Buddys jetzt auch in Pidgin serviert. Mal sehen, wann die Miranda-Dudes nachziehen. Persönlich gefällt mir Digsby immer noch sehr gut.

[tags]Community, google, Instant Message, Software, Web, Yahoo [/tags]

Bring Firefox zum Weltrekord

Download Day 2008

Firefox 3 steht vor der Tür und die Mozillas wollen einen Weltrekord aufstellen: Der Browser soll als meistheruntergeladene Software innerhalb von 24 Stunden ins Guinness Buch der Rekorde einziehen.

Deswegen sollte jeder so viele Leute wie möglich informieren, und sich in der Pledge-Map eintragen (so werdet ihr an den Download erinnert). Wenn die neue Version erscheint heißt es dann: ziehen bis die Leitung glüht.

Bislang haben bereits 274,734 (and counting) Leute ihr Versprechen abgegeben, den Fuchs zu ziehen. Laut der Map sind die Amis noch vor uns, aber Deutschland holt auf.