Freitagsvideo: Test des Acer K750

Hm. Ein Testvideo? Von der Chip? Als Freitagsvideo? In diesem Fall ja, denn der vortragende Redakteur ist niemand anderes als mein großartiger Herr Vater. Und er testet den K750 Full-HD Hybrid-Beamer von Acer. Der ist angeblich besonders stromsparend, besonders schnell und besonders schön.

Schaut euch das Video einfach an, ich bin auf Feedback gespannt.

Comic Review: Darth Vader and the Lost Command

Einer der größten Erfolge meines Comic Con Besuchs (neben den großartigen Artikeln) ist, dass ich auf dem Presseverteiler von Dark Horse Comics gelandet bin. Und da sind großartige Sachen dabei. Eine Sache vorweg: Ich bin auf dem englischen Verteiler, also kriege ich auch die Comics auf Englisch. Eins meiner bisherigen Highlights gehört in das Star-Wars-Universum, der Titel lautet Darth Vader and the Lost Command (Amazon-Link). Das schöne ist, dass es diese Geschichte nicht nur als einzelne Comics gibt, sondern in einem schönen Hardcover (den ich nicht beurteilen kann, ich hatte aber die PDF-Version davon als Review-Material).

Darth Vader and the Lost Command (Quelle: Dark Horse Comics)

Darth Vader and the Lost Command (Quelle: Dark Horse Comics)

Die Geschichte siedelt kurz nach dem dritten Teil von Star Wars an (als Star Wars III, Revenge of the Sith, nicht Star Wars VI Return of the Jedi). Anakin Skywalker ist Geschichte, Darth Vader ist geboren. Dennoch ist die Verwandlung nicht komplett abgeschlossen, Vader quält noch immer die Erinnerung an seine verlorene Liebe, Padme, inklusive Halluzinationen und Flashbacks. Dennoch kommt seine dunkle Seite immer stärker zum Vorschein, was dem Imperator nur recht ist, schließlich hat er einige Aufgaben für seinen Jünger. Vader soll in den Ghost Nebula reisen und dort eine verschollene Expedition aufspüren. Angeführt wird diese von Admiral Garoche Tarkin. Tarkin? Richtig, es handelt sich um den Sohn von Groß-Moff Wilhuff Tarkin, der Star Wars Fans eher als sturer Kommandant des ersten Todessterns in Erinnerung sein dürfte. Tarkins Abneigung gegen Vader ist auch hier schon spürbar, dem Imperator ist das gerade recht. Ohne zu viel Spoilern zu wollen enthält die Geschichte natürlich einige Windungen, inklusive Verrat, Machthunger und Enttäuschungen.

Was mir aber bei The Lost Command sehr gut gefallen hat, ist wie der Wandel von Anakin zu Darth Vader weiter beschrieben wird. Auch wenn ihn noch Zweifel plagen, Darth Vader ist ein eiskalter Hund, was sich beispielsweise zeigt, als ihn ein Stormtrooper fragt, was mit den Gefangenen einer vorherigen Schlacht geschehen soll – Vader antwortet eiskalt „Drown Them“. Man merkt auch, wie in der Geschichte immer weiter Richtung dunkler Seite rückt. Geschrieben wurde The Lost Command übrigens von Haden Blackman. Der kennt sich im Star Wars Universum gut aus, hat er doch zahlreiche Bücher (etwa den The New Essential Guide to Weapons and Technology) geschrieben und war auch für die Story des Spiels „Force Unleashed“ mit verantwortlich war. Kein Wunder also, dass sich The Lost Command so schön in den Star Wars Kanon einfügt.

Wichtig an einem Comic ist natürlich auch der Zeichenstil. Bei The Lost Commando habe ich da wenig Grund zu Meckern. Vor allem die Kampfszenen sind dynamisch in Szene gesetzt. Vader beispielsweise ist dynamisch in seinen Bewegungen (ganz anders als etwa im Intro zum Spiel „Star Wars: Force Unleashed“). Der gute Zeichenstil von Rick Leonardi setzt sich bei den Sturmtrupplern fort und auch die Menschen ohne Helm oder Maske wirken gut.

Darth Vader and the Lost Command - Beispiel (Quelle: Dark Horse Comics)

Darth Vader and the Lost Command - Beispiel (Quelle: Dark Horse Comics)

Fazit:

Star Wars: Darth Vader and the Lost Command ist eine schönes Comic für alle Star Wars Fans. Das tolle daran ist, dass die Geschichte weitergesponnen wird – und zwar nicht in dieser (meiner Meinung nach) langweiligen Old Republic, sondern zeitnah vor Episode IV. Vaders Abgleiten zur dunklen Seite der Macht ist lesenswert, vor allem, so finde ich, erklärt die Geschichte auch, warum Luke am Ende von Episode VI überhaupt zu ihm durchkommt, seine menschliche Seite berührt und damit das Ende des Imperators besiegelt. Ja, das mag weit hergeholt sein, aber wenn man The Lost Command gelesen hat, dann wirkt Vader irgendwie verständlicher.

Der Mo probiert Zeug

Das ganze hat aus Dummheit angefangen (wie die meisten großartigen Sachen). Ich hab im Rewe einen Döner in der Kühltruhe gefunden und musste den Ausprobieren. Zum Glück war das Kamerakind Marina gerade daheim, daraus wurde der Test zu Abbelen’s ungedrehtem Döner. Huch.

Als nächstes folgte Enexy, ein Riegel für mehr Energie sowie Volt, der etwas maue Nachfolger der Jolt-Cola.

Inzwischen sind wir bei der vierten Folge, und ich konnte erstmals die Clube Mate (gesprochen etwa gluuub Maaaadthe) ausprobieren. Video ist hier:

N8, ach, N8…

Ich packe gerade das Nokia N8 ein, um es zurückzuschicken. Das Gerät verlässt mich mit sehr gemischten Gefühlen. Die Hardware ist Top, von der 12 Megapixel-Kamera über Touchscreen und HDMI-Ausgang bis zur USB-Host-Funktion (Speichersticks lassen sich direkt anschließen und nutzen). Zudem noch jede Menge interner Speicher, plus Erweiterungsmöglichkeiten für MicroSD. Kurz, das N8 ist um Welten, ach was, Galaxien besser als das N97 oder N97 mini.

Aber ach, die Software kann da nicht mithalten. Symbian, das auf dem N8 erstmals in der Version 3 installiert ist, ist einfach kaum noch zeitgemäß. Alles wirkt behäbig und spätestens, wenn man in die Untermenüs wechselt unterscheidet sich das N8 kaum noch von meinem alten E61. Einzige Ausnahme: Ovi Maps, die Navi-Lösung von Nokia. Die ist genial.

Aber beim Rest hechelt Nokia irgendwie der Konkurrenz von Android (und iOS und Windows Phone 7) hinterher. Ich wollte das N8 so gerne mögen, aber Symbian hat es mir einfach zu schwer gemacht. Was wäre das für ein großartiges Flaggschiff für Nokia, wenn da schon MeeGo oder Android laufen würde. Aber so ist es leider nur ein gutes Smartphone, dem das Betriebssystem den Sprung in die Oberliga versperrt. Zu schade.

Scheinbar bin ich mit der Meinung nicht alleine, Kollege Bremmer von der ComputerWoche vertritt eine ähnliche Auffassung (nein, keiner von uns ist ein Apple-Fanboy).

Wie schauts bei euch aus? Gibt es N8-Nutzer, die mir völlig widersprechen?

DVI ist nicht gleich DVI

Ich dachte ja, dass mit dem digitalen Videoanschluss DVI eigentlich alles einfacher werden würde – wurde aber jetzt eines Besseren belehrt (gut, hätte man sich auch vorher informieren können). Ich wollte zwei Clients an einem KVM-Switch anschließen, diese Geräte sollen ein integraler Teil meines Netzwerktestszenarios werden – der Benchmark von Ixia ist schon da.

Problem war, dass die DVI-Stecker des KVM-Switch nicht auf den DVI-Stecker der Rechner passten. Auf den ersten Blick waren nur vier Pins zu viel, ich dachte schon ans abzwicken.

Glücklicherweise habe ich das nicht gemacht. Also, bei den Rechnern waren die Anschlüsse vom Typ DVI-D, beim KVM-Kabel ist es DVI-I. DVI-I hat nicht nur vier Pins mehr, laut der Wikipedia ist auch ein Anschluss länger als die entsprechende Aussparung bei DVI-D – ein Abzwicken hilft also nichts.  Daneben gibt es noch DVI-A, aber das brauch ich ja im Moment nicht.

Abhilfe kam dann vom Elektronikversender Reichelt, die bieten an sich passende Adapter an. Ich hab mal zwei bestellt und hoffe, dass das dann so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

Klar, das war jetzt kein hochnerdiger Blogeintrag – aber ab und zu muss man auch mal was schreiben, was einen nervt.

Vuvuzela-Summen aus Live-Streams filtern

Fußball-technisch interessieren mich eigentlich nur die WMs, die normalen Ligen (da gibts ja tausende, aber ich schweife ab) sind nicht so mein Ding.

Die südafrikanischen Vuvuzelas (die übrigens meiner Meinung nach kein traditionelles afrikanisches Instrument sind, aber ich schweife ab) verursachen meiner Meinung nach aber ein enorm nervendes Summen, das auch über die  Streams der öffentlich-rechtlichen übertragen wird. Der Vuvuzela-Filter der Surfpoeten ist zwar technisch beeindruckend, aber mir persönlich zu aufwändig – was auch daran liegt, dass ich weder die Software noch nen Mac hier hab, sondern Windows.

Jeff Bargmann von Stardock hat ein deutlich einfacheres Tool entwickelt, den Devuvuzelator. Dabei handelt es sich im Grunde um einen Frequenzfilter, der das ständige Summen der Vuvuzelas in Echtzeit aus dem Audio-Stream filtert.

Insgesamt kann man fünf verschiedene Filteroptionen auswählen, der Filter lässt sich auch komplett deaktivieren. Praktisch ist, dass man die Software nicht installieren muss, sie startet direkt nach einem Doppelklick auf die Exe-Datei – damit läuft die Applikation auch auf Rechnern, auf denen man keine administrativen Rechte hat.

Er kostet nichts, man kann ihn also ohne Probleme ausprobieren. In einem persönlich durchgeführten Test (im Spiel Frankreich – Südafrika, aber ich schweife ab) arbeitet die Software sehr gut.

Dateisystem-Benchmark: ext2, ext3, ext4, xfs, jfs, reiserfs, btrfs und ntfs-3g im Vergleich

Seit das Dateisystem ext4 im Dezember 2008 Einzug in den Linux-Kernel 2.6.28 gehalten hat, setzen es immer mehr Linux-Distributionen als Standard ein. Für Linux gibt es eine ganz ordentliche Auswahl an Dateisystemen. Aber auf welches sollte man setzen? Eine Möglichkeit ist natürlich den Distributoren zu vertrauen – die werden schon wissen, was sie uns anbieten. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wollen wir uns das Ganze an Hand eines Benchmarktests mal genauer ansehen. Unter die Lupe genommen wurden die stabilen Dateisysteme ext2, ext3, ext4, xfs, und jfs.

Zusätzlich wurden btrfs und ntfs via ntfs-3g aufgenommen. Diesen beiden laufen aber außerhalb der Konkurrenz. Btrfs soll irgendwann ext4 ablösen und befindet sich in einem frühen Entwicklungs-Stadium. Es ist alles andere als ratsam, dieses Dateisystem für produktive System einzusetzen. Ntfs-3g setzt auf Fuse auf, gilt als stabil und bietet Zugang zum Windows-Dateisystem ntfs. Auf einem Linux-Server wird niemand ntfs einsetzen. Im Privatgebrauch gibt es jedoch häufig Dual-Boot-Konfigurationen zwischen Linux und Windows. Manchmal möchte man eben von Linux auf gewisse Daten der Windows-Partition zugreifen. Dies ist in den meisten Fällen mit ntfs-3g problemlos möglich. Aber ist es wirklich performant?

Wie haben wir gebenchmarkt?

Der Benchmark wurde mit der Phoronix Test Suite 2.0.0 durchgeführt. Als Betriebssystem diente eine jungfräuliche Installation von Ubuntu 9.10 „Karmic Koala“ (32-bit) ohne das Einspielen jeglicher Updates. Als Kernel diente somit 2.6.31. Der Test wurde auf folgender Hardware durchgeführt: Intel Core 2 Duo E8400@3.00GHz, MSI LTD MS-7345 (Chipsatz: P35 + ICH9R), 3 Gbyte RAM und 750 Gbyte Samsung HD753LJ.

Benchmarktests sind nicht unumstritten. Gewisse Tuning-Praktiken können zwar die Leistung einzelner Komponenten erhöhen, aber auch die Ergebnisse verfälschen. In diesem Test wurden keine leistungssteigernden Mittel verwendet. Sie spiegeln also wieder, was ein Anwender nach einer Standard-Installation dieser Linux-Variante erhalten würde. Andere Linux-Distributionen könnten natürlich andere Ergebnisse liefern. Das gilt ebenso für alternative Hardware.

Lesen mit IOzone

IOzone Lesetest (zum Vergrößern klicken)

IOzone Lesetest (zum Vergrößern klicken)

Im ersten Test wurden alle Dateisysteme einem Lesetest einer Datei mit vier Gbyte Größe mittels IOzone unterzogen. Die Speerspitze bildet das Dateisystem ext4. Als einziges schaffte es mehr als 70 Mbyte pro Sekunde. Aber auch der mögliche Nachfolger btrfs macht hier schon einen guten Eindruck. Das Dateisystem ext2 ebenfalls ein exzellentes Ergebniss auf. Es ist aber auch das einzige in der Testreihe, das kein Journal mit sich bringt. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Nachteil. Auch das über Fuse eingebundene ntfs-3g kommt ganz gut hinterher. Es hat sogar eine höhere Performance als das native reiserfs. IOzone wurde drei mal durchgeführt und die Grafik zeigt einen Mittelwert.

Schreiben mit IOzone

IOzone Schreibtest (zum Vergrößern klicken)

IOzone Schreibtest (zum Vergrößern klicken)

Wie sieht es nun mit dem Schreibzugriff aus? Ebenfalls wurde mit IOzone und einer vier Gbyte großen Datei getestet. Hier zeigen sich nun ganz klar die Nachteile von ntfs-3g. Im Lesen noch ganz gut, beim Schreiben unterirdisch langsam. Es ist fast fünf Mal so langsam als der Gewinner – abermals ext4. Auch xfs und ext3 können sich im Schreibtest ganz gut behaupten. IOzone wurde drei mal durchgeführt und die Grafik zeigt einen Mittelwert.

PostgreSQL-Benchmark pgbench

pgbench (zum Vergrößern klicken)

pgbench (zum Vergrößern klicken)

Im PostgreSQL-Benchmark zeigt reiserfs die Muskeln und liegt knapp vor ext4. Warum xfs und btrfs hier komplett versagten, ist nicht ganz klar. Für diese beiden Dateisysteme lief der Test anstatt drei sogar sieben mal durch. Es kamen aber immer ähnliche Werte raus. Im Durchschnitt schaffte xfs nur 48,22 Transaktionen pro Sekunde und btrfs 22,81.

MP3-Encoding

MP3-Encoding (zum Vergrößern klicken)

MP3-Encoding (zum Vergrößern klicken)

Im letzten Test haben wir eine 75 Mbyte große WAV-Datei in das MP3-Format mittels lame umgewandelt. Wie zu erwarten ist das Dateisystem bei Aktionen wie diesen völlig irrelevant. Hier ist zum Großteil die CPU gefragt. Die minimalen Unterschiede darf man getrost vernachlässigen.

Fazit:

Für die meisten Anwender dürfte im Moment das Dateisystem ext4 die richtige Wahl sein. Das sich derzeit in der Entwicklung befindliche btrfs sieht allerdings schon recht vielversprechend aus. Btrfs-Systeme lassen sich übrigens aus ext-Partition mittels btrfs-convert /dev/hdX erzeugen. Es sei allerdings an dieser Stelle noch mal ausdrücklich gewarnt, dass es sich nicht für produktive Systeme eignet. Datenverlust ist nicht auszuschließen. Ntfs-3g sollte man wirklich nur einsetzen, wenn man ein Dual-System hat und auf die Windows-Partition zugreifen möchte. Davon Lesen – ja. Festplatten-intensive Anwendungen darüber laufen lassen – wenn man Zeit hat. Warum Reiser4 im Test nicht auftaucht? Es wird vom Linux-Kernel bis heute nicht offiziell unterstützt. Auch die Weiterentwicklung des Dateisystems steht in den Sternen.

Tauchcomputer Seemann XP5 im Test

Ich bin zurück von einem kurzen Tauchurlaub in Dahab, wo ich unter anderem die Macher des Portals Dive Hive besucht hab. Viel wichtiger ist aber, dass ich meine Ausrüstung um zwei essentielle Dinge erweitert habe: Flossen vom Typ Scubapro Seawing Nova (fallen auf) und den Tauchcomputer Seemann XP5 (fällt weniger auf). Hier meine Erfahrungen mit letzterem:

Zuvor muss ich sagen, ich bin ein rechter Rookie was Tauchen angeht. Ich hab den PADI AOWD und Enriched Air und nun gerade mal 28 Tauchgänge in meinem Logbuch. Trotzdem wollte ich einen Tauchcomputer – auch weil ich eine Statistik-Whore bin (deswegen läuft hier auch Piwik und Feedburner mit).

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(Quelle: Seemann)

Beim Kauf schwankte ich zwischen dem Suunto Gekko und dem Seemann XP5, hab mich dann aber wegen der aktiven Hintergrundbeleuchtung für letzteren entschieden. Der XP5 bietet ein klar ablesbares Display, das Unterwasser alle notwendigen Infos für einen Spaßtaucher bietet. Zudem unterstützt er das Nitrox-Tauchen, und erlaubt eine Tauchgangsplanung, basierend auf der jeweiligen Wert Sauerstoffsättigung. Die Bedienung läuft über zwei Tasten, eine an der Front, eine seitlich.

Seemann anzeige

(Quelle: Seemann)

Insgesamt war ich mit dem Seemann XP5 recht zufrieden, gestört hat mich eigentlich nur eins: Ich hab den Computer auch beim Schnorcheln dabei gehabt, und selbst wenn ich nur kurz ein wenig abgetaucht bin, hat das der XP5 als neuen Tauchgang ins Logbuch eingetragen. Außerdem wurde der Fly-Timer zurückgesetzt. Klar, ich mag auch beim Schnorcheln meine Tiefe wissen, in den Speicher sollten Tauchgänge meiner Meinung aber erst aufgenommen werden, wenn sie länger als eine Minute dauern. Theoretisch hätte ich zwar von Tauchcomputer auf Tiefenmesser umschalten können, aber daran hab ich nicht gedacht – auch hätte ich wahrscheinlich vergessen, die Option vor einem richtigen Tauchgang wieder zurückzustellen. Hier würde ich mir ein wenig mehr Flexibilität wünschen.

Ansonsten kann ich den Seemann XP5 für alle Spaßtaucher, die einen günstigen Computer mit aktiver Hintergrundbeleuchtung suchen, empfehlen. Preislich liegt er mit dem Suunto Gekko gleich auf, ich hatte beide für etwa 200 Euro im Laden zur Auswahl, im Netz ist er aktuell ab 180 Euro plus Versand zu finden. Noch ein Vorteil: Anders als der Gekko bietet der XP5 einen Simulationsmodus und lässt per Datenkabel auslesen – das habe ich aber noch nicht gefunden. Wenn einer über eins stolpert, freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren.

Nerd Supreme spielt: inFAMOUS

Cole ist fertig. Der Kurier musste einige der schwersten Entscheidungen seines Lebens treffen, die ihn gezeichnet haben. Sein bester Freund, seine große Liebe, seine Heimatstadt – alles steht bei inFAMOUS kurz vor dem Abgrund. Doch zurück zum Anfang – (Anti)-Held Cole wacht im Epizentrum einer Explosion auf und rettet sich mit letzter Kraft weg vom Ground Zero. Während seiner Flucht stellt er fest, dass er Starkstrom anzieht wie ein Blitzableiter. Nach einer Zwischensequenz kann der Spieler Cole komplett übernehmen. Die Explosion scheint eine Gabe in Cole geweckt zu haben, denn ab sofort kann er Elektrizität in seinen Körper aufnehmen und in Form von Blitzen wiedergeben. Er, sein Kumpel und seine Freundin Trish haben nur eins vor – raus aus ihrer Stadt, Empire City. Denn nach der Explosion breitet sich eine Seuche aus, welche die US-Regierung veranlasst, die Stadt hermetisch abzuriegeln. Doch der Ausbruchsversuch geht schief und Coles Abenteuer beginnt nun erst richtig.

Cole blitzt

(Bildquelle: Sucker Punch/Sony)

Zum Spiel: Empire City gliedert sich in drei große Bereiche – Neon District, The Warren und Historical District -, die zunächst voneinander getrennt auf Inseln im Fluss liegen. Im Lauf der Kampagne schaltet Cole eine Insel nach der anderen frei – und öffnet Brücken zwischen den verschiedenen Bereichen. Dabei wird der Spieler recht linear durch Empire City geführt, Storymissionen sind mit blauen Kegeln gekennzeichnet. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Nebenmissionen, die mehrere Zwecke erfüllen. Zum einen geben sie dem Spieler Erfahrungspunkte, mit denen man die Fähigkeiten von Cole verbessern kann. Zudem befreien sie bestimmte Gebiete von Gegnern, so dass man dort seine Ruhe hat. Manche Missionen schalten außerdem Besonderheiten wie Kliniken frei, in denen der Spieler wiederbelebt wird. Die dritte Art von Missionen hängt mit dem Karma-System von inFAMOUS zusammen. Das Spiel stellt euch immer wieder vor Entscheidungen, die euch wahlweise Richtung Held oder Ausgestoßener bringen. Beschützt ihr beispielsweise einen Bürger und sein Hab und Gut vor Dieben, sammelt ihr gutes Karma. Grillt ihr den Kerl stattdessen und nehmt ihm die Besitztümer weg, erhaltet ihr negatives Karma. Je nach Rang könnt ihr nun bestimmte Missionen für die gute oder die böse Seite erledigen. Über euren Karma-Rang könnt ihr neue Fähigkeiten freischalten, außerdem verändert sich die Farbe der Blitze und Coles aussehen. Auch die Reaktion der NPCs änder sich: Hat Cole eine positiven Ruf, helfen die Bürger von Empire City ab und zu gegen Gegner, ist Cole als Strolch bekannt, kann es schonmal sein, dass ihn ein Mob angreift.

Cole Blitzschlag

(Bildquelle: Sucker Punch/Sony)

Zur Technik: inFAMOUS ist ein PS3-Only-Spiel. Die Ladezeiten halten sich, nach der Installation, in einem angenehm kurzen Rahmen. Sowohl der erste Start wie auch der Wiedereinstieg nach einem Tod klappt schnell und ohne große Wartezeiten. Bei der Grafik gibt es anzumäkeln, dass inFAMOUS nur eine Auflösung von 720p unterstützt. Das sorgt bei einem Full-HD-Fernseher teilweise für ziemlich hässliche Kanten und Ecken sorgt. Vor allem, wenn man näher dran am Fernseher sitzt fallen die teilweise sehr verwaschenen Texturen auf. Dafür sind die Blitze und Cole selbst meist sehr gut dargestellt. Besonders positiv: Uns vielen beim Durchspielen von inFAMOUS kaum Ruckler auf, so kommt teilweise ein sehr gutes Schnelligkeitsgefühl auf, etwa beim grinden über Stromkabel oder Bahnschienen. Außerdem ist die Weitsicht grandios – nahezu alle sichtbaren Gebäude in Empire City können erklommen werden.

Rundumsicht

(Bildquelle: Sucker Punch/Sony)

Kaum zum Einsatz kommt die Sixaxis-Funktion. Lediglich eine Fähigkeit, ein Blitzschlag aus dem Himmel, wird über Sixaxis gesteuert. Glücklicherweise hat das Entwicklerteam von Suckerpunch aber bei der Steuerung sehr gute Arbeit geleistet. Cole hüpft und kämpft elegant, schleudert Blitze und Schockgranaten, grindet über Stromkabel und zoomt sich dabei Gegner heran. Alle Bewegungen gehen bald flüssig von der Hand und sehen gut aus. Lediglich der Nahkampf schwächelt, nicht immer trifft Cole den anvisierten Gegner. Auch fehlte uns ein Nahkampfangriff, bei dem man den Gegner packt. Der Sound ist gut, die Musik nicht aufdringlich. Im Test hatten wir die englische Version, dort ist die Sprachausgabe sehr stimmig und passt zu den jeweiligen Charakteren.

Fazit: Alles in Allem ist inFAMOUS ein großartiges Spiel, dass den Spieler deutlich mehr an die Hand nimmt als andere Open World Games wie GTA oder Assasins Creed. Über die Dächer von Empire City zu hüpfen und zu klettern macht Spaß und wird – entgegen anfänglichen Bedenken – nicht langweilig. Auch die Story kann gefallen, die Zwischsequenzen werden größtenteils in Comicgrafik erzählt. Vor allem die großen Entscheidungen hinterlassen Spuren – egal, welche Seite man einschlägt, Cole wird immer Opfer bringen müssen. Wahrscheinlich deswegen hat inFAMOUS auch deswegen eine Freigabe ab 18 erhalten. In jedem Fall ist es ein Spiel für Erwachsene, nichts für Kinder. Sucker Punch hat sich glücklichwerweise komplett auf den Singleplayer konzentriert, so dass dem Spieler hier ein großartiges Erlebnis und ein unterhaltsames Spiel geboten wird. Da verzichtet man gerne auf einen Multiplayer-Modus. Wer Spiele wie Star Wars: The Force Unleashed oder Assasins Creed mochte, der sollte sich inFAMOUS ansehen – die Demo mit der sehr unterhaltsamen Zug-Mission gibts im US-Store.

Update: Noch ein kleines Schmankerl: Bei IGN gibt es kostenlos vier Kapitel aus dem Prequel-Comic zum Download.

Die schnellste Festplatte

Die neue VelociRaptor von Western Digital ist der Traum für den Nerd-Rechner. Das liegt zum einen an der Speicherkapazität, 300 GByte, viel mehr aber an der brachialen Leistung.

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Denn das neue Laufwerk dreht mit 10.000 Umdrehungen pro Minute. Das gab im TecChannel-Test eine maximale sequentielle Leserate von 122 MBit/s. Im schlechtesten Fall fällt die Platte auf “nur” 76 MBit/s ab. Ein geniales Ergebis. Auch das Aussehen der SATA-II-Platte ist außergewöhnlich, sie wirkt wie eine 2,5 Zoll-Platte, die allerdings die Kühlrippen brauchen.

Nachteil ist der relativ hohe Preis von etwa 230 Euro. Alle anderen Benchmarks und den Vergleich zu anderen 3,5-Zoll-Platten findet ihr beim TecChannel.