Oh, da hab ich doch was nettes im offiziellen Google Europa Blog gefunden – die Videoseite “Gedächtnis der Nation“. Bertelsmann, Daimler, Gruner und Jahr, Google, die Robert Bosch Stiftung, Stern und das ZDF haben einen gemeinsamen YouTube-Kanal eröffnet, in dem Zeitzeugen an die letzten 100 Jahre deutscher Geschichte erinnern. Außerdem kann man auch selbst neue Beiträge einreichen.
Die Beiträge lassen sich nach Ereignissen und Themen sortiert anzeigen, zudem gibt es Jahrhundertzeugen, hauptsächliche Prominente wie Genscher, Kohl oder Schmidt. Klickt man auf ein Thema, etwa die Entführung der Landshut, landet man auf einer Unterseite. Diese zeigt den Hauptfilm, seitlich daneben sind die Interviews mit den Zeitzeugen zu finden.
Gedächtnis der Nation - die Entführung der Landshut
Viele der Beiträge kenne ich bereits, die werden ja immer wieder gerne auf Phönix oder den digitalen Kanälen des ZDF ausgestrahlt. Die meisten sind aber gut gemacht und interessant, kann man also immer wieder anschauen.
Interessant wird es, wenn das wirklich durchstartet und sich Zeitzeugen abseits der üblichen Verdächtigen (Kohl, Genscher, Schmidt) finden. Gerade für Lehrer wäre das eine interessante Fundstelle – nur ist nicht klar, unter welcher Lizenz die Videos online stehen. Was ich allerdings ein wenig schade finde ist, dass alles in einem geschlossenen System liegt. Klar, Google stellt massig Bandbreite für so ein Projekt zur Verfügung, aber eine anständige Website mit Filmen unter einer offenen Lizenz würde dem Projekt doch besser zu Gesicht stehen – und wir könnten sicher sein, dass man auf diese Daten noch in den nächsten 100 Jahren zugreifen kann. Ich habe mal eine Anfrage
YouTube regt mich langsam auf. Scheinbar ändert Google inzwischen ebenso gerne und oft das Nutzerinterface wie Facebook – ohne dabei irgendwie Rücksicht auf gelernte Arbeitsabläufe zu nehmen.
Heute: Wo ist der verfluchte Einbetten-Knopf? Früher (also so vor zwei Monaten) konnte man den direkt unter dem Video finden, draufklicken und das Video rüberziehen. Jetzt (oder zumindest seit April) ist das Ding weg, so scheint es.
Man muss zuerst auf Weiterleiten klicken (klar, weil ich will den ja auch Einbetten also irgendwie auf meine Seite weiterleiten….)
und dann findet man da die Einbetten-Option.
Ehrlich gesagt, das größte Problem ist wohl die Übersetzung. Auf Englisch würde der Knopf “Share” heißen – da macht es durchaus Sinn. Aber “Weiterleiten”? Ein der Gründe, warum man bei uns vielleicht mehr in Fremdsprachen als in Übersetzung investieren sollte. Dann könnte man sich auch diese bescheidenen Synchros für Filme und Serien sparen.
Außerdem wäre ein zusätzlicher Knopf nun wirklich nicht das Ende gewesen – aber irgendein Designer war da wohl anderer Meinung. Grummel.
Notebooks? M2M-Kommunikation? Smart Home? Gabs doch alle schonmal auf der CeBIT. Statt also nach Hannover zu fahren, könnt ihr euch diese beiden gr0ßartigen Schätze ansehen:
Zunächst von 1987 – dem Jahr, in dem Compac den ersten tragbahren Rechner (Leichte 9 Kilo, überall hin mitnehmbar) vorstellt.
Und dann in einer Zeitreise durch die 80-Jahre der CeBIT. Mein Highlight: “Doch nicht die Hauptbetroffenen, die Frauen, bestimmen, was im Büro von Morgen benutzt wird”.
So lustig das alles ist – das ist so lange nicht her. Ich liebe die Entwicklung der Technik.
Vorsicht und aufgepasst. Heute ist der erste April und es ist wieder soweit: Die Technik-Welt scheint ein wenig weiter zu sein, als es eigentlich möglich ist.
Fangen wir also an und sammeln die diesjährigen Streiche
- Mein absolutes Highlight ist bei XKCD: Der Comic-Macher hat seine komplette Website in ein Unix-System umgewandelt , gesteuert wird per Kommandozeile und Tastatureingabe. Unbedingt anschauen.
- YouTube bietet ab sofort einen Text-Only-Modus. Sie hätten den Dateinamen des YouTube-Logos vielleicht nicht auf “April-Fools” ändern sollen. Aber dafür haben sie ein paar passende Videos eingestellt.
- ThinkGeek hat dieses Jahr den Tell me your Secrets-Teddybär im Angebot. Dieser nimmt alles auf, was ihm die lieben kleinen erzählen und schickt es per WLAN zu den Eltern. Aber natürlich nimmt er nicht ständig auf, nein, der Bär kann verschiedene Trigger-Sätze oder -Wörter erkennen.
Damit sich die lieben, etwas paranoiden Eltern das auch vorstellen können, gibts ein Produktvideo dazu:
- Love and Rocket-Packs. Die Daily Mail berichtet über einen neuen Service des britischen ADAC-Pendants. Künftig kommen keine gelben Autos mehr angefahren, sondern die Burschen und Mädels fliegen per Jetpack ein.
- Die Piratenpartei hat wieder einen Sitz im Parlament, nachdem das langjährige SPD-Mitglied Jakob Maria Mierscheid zu ihnen gewechselt ist.
- Kollege Mauerer meldet den FAZ-Aprilscherz. Laut diesem ist der iPad-Start in Gefahr, da das Display schmilzt, wenn man zu viel damit arbeitet.
- Markus Schwerdtel verweist außerdem auf den sehr liebevoll gemachten Aprilscherz von Adventure Treff. Die haben ein neues Grafik-Adventure ausgemacht, das Nutzer per 3D-Brille dreidimensional spielen können.
- Turi2 will den Leuten erzählen, dass Google Burda gekauft hat und sich nun Burgle nennt. Hätte klappen können, die Umbenamsung ist ein bisschen viel.
- Die Tagesschau warnt davor, dass die ICANN alle Rootserver abschalten muss, um ein Update auf IPv6 auszuführen. Ein wenig zu technisch für die Tagesschau, meiner Meinung nach.
- Blizzard führt ein neues Feature in WoW ein. Es handelt sich um den „Equipment Potency EquivalencE Number“-Wert (oder EPEEN-Balken). Sehr cool gemacht.
- Und noch ein Blizzard-Scherz, wie MrLuzifer meldet: Ein neurales Interface, mit dem Nutzer ins Battle.Net kommen.
- Spiegel Online hat einen etwas seltsamen Beitrag über ein angebliches neues Flugzeug für unsere Bundesangie. Sehr “bloggig” geschrieben, kann aber auch ein versuchter Anflug von Humor sein.
- bei Lifehacker lernt ihr heute, wie ihr diese scharfen Kanten eures Macbook Pros abfeilen könnt. Macht es aber nicht zu scharf, sonst schlitzt ihr euch noch die Handgelenke auf.
Update: Der Artikel ist wohl schon länger drin, ich bin mir nicht sicher, ob die das ernst meinen.
Auch Du kannst mitmachen. Schreib einfach den gefundenen Aprilscherz in die Kommentare und ich bau ihn ein.
Die La Fonera 2.0 ist angekommen und lädt zu einem Test der Features ein. Kurz nochmal als Hintergrundinfo: Die La Fonera ist der Router des FON-Projektes. Dieses will möglichst viele Leute dazu auffordern, dass sie ihre Bandbreite mit anderen FONeros teilen. Der Vorteil: Wer seine Bandbreite freigibt, der darf auch bei anderen kostenlos surfen. Dadurch ergeben sich massig Hotspots in anderen Städten, zumal FON auch mit Unternehmen wie E-Plus oder BT kooperiert.
Die La Fonera 2.0
Unterstützt wird das durch die Hauptfunktion der La Fonera 2.0: Wie auch der Vorgänger unterstützt das Gerät zwei SSIDs für WLANs. Zum einen ist das ein ungesichertes WLAN, der öffentliche FON-Zugang, zum anderen kann man einen privaten Zugang einrichten – und mit allen aktuellen Sicherheitsmaßnahmen wie WPA oder WPA2 dicht machen. Über das FON-Webinterface lässt sich zudem regeln, wie viel Bandbreite den Gästen zur Verfügung steht. Nachteil hier: Verbaut ist lediglich ein WLAN nach 802.11g, also liefert das Gerät maximal 54 Mbit/s. Klar, 802.11n ist noch nicht freigegeben, dennoch wäre es schön gewesen, hier eine Draft-N-Unterstützung zu sehen.
Zwei SSIDs: MyPlace ist dabei das private WLAN, das FON_Free_Internet ist für alle da
Soweit so normal, doch die La Fonera bringt noch ganz andere Neuerungen mit sich. Gegenüber dem Vorgänger gibt es eine zusätzlichen LAN-Anschluss sowie einen neuen USB 2.0 Steckplatz. Letzterer sorgt für einiges an Erweiterungsmöglichkeit. Zunächst zu Speichermedien. Im Test konnte die La Fonera 2.0 nahezu jeden eingestecktenUSB- Speicher lesen, lediglich einer von mehreren getesteten USB-Sticks wurde nicht erkannt. Dafür lief der Zugriff auf 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten problemlos. Die 3,5 Zoll HDD benötigt allerdings ein aktives Gehäuse, sprich einen Stormanschluss. Die 2,5 Zoll Festplatte läuft auch ohne zusätzlichen Saft. Als Faustregel kann man sagen: Läuft das Speichermedium an einer PS3 oder einer Xbox 360, erkennt es auch die La Fonera.
Fast alles erkannt: Bis auf den USB-Stick in der Mitte konnte die La Fonera 2.0 auf alle Speichermedien zugreifen.
Neben den Festplatten lassen sich auch andere Geräte per USB anschließen. Per Mausklick lassen sich Print-Server oder Webcam-Unterstützung nachinstallieren, ein Modul für 3G UMTS-Sticks ist bereits integriert. Beim Internetzugriff via UMTS sind einige Betreiber bereits vorkonfiguriert, ist der Eigene nicht dabei, lassen sich die Daten wie APN oder DNS auch von Hand eintragen. Allerdings klappte die Erkennung der Webcam weniger gut, unsere Logitech-Kamera wird noch nicht unterstützt.
Erweiterbar: Ein paar der Anwendungen für die La Fonera.
Die Schmankerl unter den Funktionen sind aber sicher die Upload/Download-Manager. Die La Fonera 2.0 steht immerhin unter dem Motto ”Schalte den Rechner zum Downloaden aus” und wird diesem auch gerecht. Als Ziel für Uploads werden Youtube, Flickr, Picasa und Facebook unterstützt. Der Nutzer muss nur noch seine Daten hinterlegen anschließend kann es losgehen: Man legt die hochzuladenden Bilder auf einen USB-Stick in einen nach dem Dienst benannten Ordner (etwa: f:picasa) und steckt ihn an die La Fonera. Das Gerät erkennt die Daten und lädt sie peu à peu ins Web. Glücklicherweise haben die Macher auch an den Datenschutz gedacht: Alle Bilder und Videos stehen so lange auf “privat”, bis sie der Nutzer von Hand freigibt.
Konteninfo: Hier vor dem Upload muss man das Konto verifizieren.
Downloads werden ebenfalls unterstützt, allerdings nicht alle. Im Gerät intergriert ist ein Download-Manager für Bittorrent und Filehoster wie RapidShare und Megaupload. Einmal gestartet, lädt die La Fonera 2.o die Dateien – ohne dass ein Rechner laufen müsste. Hier hätten wir uns allerdings noch mehr Optionen gewünscht. So kann man als Download-Ziel nur einen lokalen USB-Speicher anwählen, eine Netzwerkfreigabe ist nicht möglich. Auch wäre eine Unterstützung für einen FTP-Download praktisch ebenso vermissen wir die Möglichkeit, Bittorrent-Dateien via RSS herunterzuladen. Als drittes fehlen uns Einstellungsmöglichkeiten bei Bittorrent, etwa für den Peerlistentausch oder zur Protokollverschlüsselung.
Das angeschlossene Speichermedium ist im Netzwerk verfügbar. Die La Fonera 2.0 ermöglicht den Zugriff dabei via FTP und als Windows-Freigabe. Ein Mediaserver ist allerdings nicht vorhanden.
Fazit: Alles in Allem hat FON mit der La Fonera 2.0 einen ordentlichen Router abgeliefert, der durch zahlreiche Zusatzfunktionen glänzen kann. Trotz der zahlreichen Zusatzfunktionen bliebt der Preis mit etwa 50 Euro durchaus human. Die Einrichtung des Hotspots geht schnell von der Hand, selbst wenn man kein IT-Profi ist. Doch auch die Geeks unter uns kommen auf ihre Kosten. Unter Fonosfera.org hinterlegen die Entwickler regelmäßig neue Firmware, allerdings in Alpha, Beta oder RC-Status. So kann man neue Funktionen testen, bevor diese in die finale Version einfließen. Beispielsweise findet sich im Blog ein Firefox-Addon, mit dem man den Torrent-Downloader der La Fonera 2.0 über den Browser direkt steuern kann.
Noch mehr Bilder vom Interface gibt es nach dem Link
Plaxo hatte den großen Vorteil, dass man seine verschiedensten Feeds, etwa von Twitter, Flickr oder Dopplr, einbinden konnte. Das ist mittlerweile auch kein neues Ding mehr, Friendfeed oder die alte Tante Facebook erledigen das auch sehr schön.
Kommentar: Persönlich sehe ich das als Experiment eines ISP, seine Kunden wieder stärker an sich zu binden. Ich denke aber auch, dass das nach hinten losgehen wird. Die User wollen nunmal nicht mehr abhängig von einem Provider sein, das große Geschäft machen die Inhalt-Lieferanten (Google, Nerd-Supreme..), nicht die Provider. Dank diesem Trend haben wir mittlerweile auch schnelle Breitbandzugänge und erschwingliche Preise, wären alle Leute mit T-Online-Mail zufrieden gewesen, wären wir wahrscheinlich nie über DSL 1000 hinausgekommen.
Vor allem Comcast ist einer dieser Provider, denen ich alles schlechte zutraue. Wer sich so massiv gegen die Netzneutralität ausspricht, sollte sich folgendes mal überlegen: Das gesammte Netz wie wir es heute kennen, beruht darauf, dass keine Seiten bevorzugt werden. Youtube hätte nie den Online-Video-Boom auslösen können, wenn es von den Providern künstlich verlangsamt worden wäre.
Daher habe ich für mich persönlich die Konsequenz gezogen und meinen Plaxo Account gelöscht. Ich unterstütze Comcast nicht, ich will, dass das Netz neutral bleibt.
Schön zu sehen, dass einige der großen Blogs eine ähnliche Meinung vertreten.
Momentan sollen laut PC-Welt beim Videoportal Youtube jede Sekunde 10 Stunden an Videomaterial hochgeladen werden. Das sind jede Minute ein knapper Monat Nonstop-Videos. Pro Stunde über vier Jahre. Jeden noch so belanglosen Tag kaum zu bewältigende 100 Jahre Dauerbeschallung. Wow.
Jetzt wundert mich nicht mehr, warum Youtube für 10 Prozent des weltweiten Internetaufkommens verantwortlich ist. Nun müssen es die Immerkreativen von Google nur noch schaffen, das ganze lukrativ zu machen. Aber die paar Millionen, die Youtube bis dahin noch verschluckt, sind für Google bekanntermaßen Peanuts.
UPDATE: Noch mehr Links zu tollen Serien findet Ihr hier – Serien Online
Sich TV-Serien online anzusehen ist nicht wirklich eine Herausforderung, da gibt es diverse Seiten die auf Serien verlinken, die in diversen Videoportalen lagern.
Die Probleme dabei: Es ist wahrscheinlich nicht legal und seit Stage6 down ist, ist die Qualität meistens bescheiden. Bliebe also noch Bittorrent aka “Evil Piracy”.
Die Southpark-Macher Matt Stone und Trey Parker wollen sowohl Torrents als auch Videoportale überflüssig machen, indem sie was besseres, billigeres und legaleres anbieten. Wer sich auf SouthparkStudios.com klickt, der kann sämtliche Folgen Southpark direkt in englisch (deutlich besser) und online in sehr guter Qualität ansehen. Und mit Kapiteln.Plus, es ist problemlos auch ohne US-IP zugänglich, anders als beispielsweise Hulu.
Ich bin kein großer Southpark Fan, aber das Konzept ist genial und wegweisend. Ich würde Geld für so eine Seite zahlen, wenn ich dadurch Zugriff auf anständige Serien in Englisch hab.
Beispiel gefällig? Schauts euch an:
Update: So wie es aussieht, verweist die Site nun auf Southpark.de. Da gibt es weniger Staffeln, die auch nur in Deutsch zu sehen sind.
Auf dem Photo-Community-Portal Flickr können Kunden bald neben Bildern auch Videos ähnlich wie in YouTube hochladen. Das zumindest behauptet Michael Arrington von TechCrunch.com auf einer PR-Party von Yahoo-Mitarbeiter erfahren zu haben.
Gerüchte um eine Videofunktionalität in Flickr geistern schon lange Zeit durch die Medienlandschaft. Bereits im Mai 2007 versprach Yahoo diese Feature in ihre 2005 gekauften Photo-Community zu integrieren. Grund für die Verspätung könnte der unglaubliche Erfolg von YouTube sein. Yahoo will mit Flickr Video den Konkurrenten YouTube nicht einfach nur kopieren, sie wollen es besser machen. Und das laut Michael Arrington bereits in den nächsten drei Wochen. Wir dürfen gespannt sein!
Nerd-Supreme nutzt das Open-Source-Tool Piwik, um die Zugriffe auf die Website zu zählen. Allerdings liegt uns auch die Privatsphäre der Besucher am Herzen. Deswegen wird das letzte Byte eurer IP-Adresse nicht mitgezählt, der Server speichert zb. nur die 192.168.1.xxx (die natürlich nicht, mit der IP-Range sollte keiner unterwegs sein, eigentlich).
Wem das zu wenig ist: Auf der Seite Über Uns und im Impressum findet ihr jeweils eine Opt-Out-Anleitung.