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Konami und das Metal Gear Online Debakel

mgo

(Quelle: Konami, Schrift: Jagermo)

Seit letztem Donnerstag gibt es in Europa die offene Beta von Metal Gear Solid. Kostenlos, für alle zugänglich. Das größte Problem: Nur wenige können mitspielen. Und das liegt daran:

Deutschland erhält den Client nicht direkt. Metal Gear Online ist ab 18 und die deutschen Jugendschutzgesetze sowie eine immer noch nicht implementierte Altersprüfung im Sony-Store verhindern, dass man feststellen kann, ob der Spieler wirklich 18 ist. Doch das ist kein so tragisches Problem, wozu gibt es den Store in UK oder in Österreich. Die Software ist also geladen, das Update (rechnet mindestens eine Stunde ein) ist ebenfalls installiert.

Doch jetzt der größte Brainfuck: Konami fordert eine Konami.ID. Das ist ein einheitliches System, mit dem sich Spieler bei Konami und allen Konami-Spielen anmelden können. Kommt euch bekannt vor? Jo, gibt es auch schon von Sony, Playstation Network ID heißt dass und jeder, der Freunde hat, hat eine. Warum man die Konami ID nicht mit Sony verknüpft, ist unbekant.

Stattdessen muss man sich also seine ID bei Konami holen. Gut, melden wir uns halt schnell an. Denkste. Die Konami-Server sind so überlastet, dass es so gut wie jedes Mal einen Timeout gibt. Man gibt die Daten ein und es kommt als Antwort „Fehler,
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„. Keine Konami-ID – kein Metal Gear. Man arbeite an dem Problem, heißt es auf der Seite. Klar, Metal Gear 4 ist ja nur eins der am meisten erwartesten Spiele für die PS3, da muss man natürlich nicht mit einem großen Andrang von Spielern rechnen, wenn man ihnen die kostenfreie Beta gibt. Schlecht durchdacht. Das PS3-Blog hat zwar eine Lösung, aber dafür ist mir eigentlich meine Zeit zu schade.

Das ist übrigens auch der Grund, warum hier keine First Look auf Metal Gear Online steht. Ich habe gestern zwei Stunden mit der Installation verbracht, der Patch kam via Peer to Peer so langsam, das war unglaublich. Ich hatte einen höheren Upload (ca 105 Kbit/s) als Download (70 bis 90 Kbit/s). Und dann bin ich am KonamiID-Problem gescheitert. Um halb 2 hab ich aufgegeben.

Wobei wir es besser haben, als die Amis, die das Spiel vorbestellt haben. Jeder Vorbesteller erhielt einen Code, mit dem er in die Beta kommt. Das Problem: Konami hat es versaut und den Kunden falsche Codes zugestellt, die ungültig sind.

Update: „Debakel“ natürlich, nicht „Dabakel“.

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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Letzte Aktualisierung am 31.05.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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