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MID, Netbook, Nettop: Die neuen mobilen Geräteklasse

Intel macht was Neues: Statt Chipsätze für bestehende Geräte zu entwickeln, baut der Halbleiterhersteller einfach eine neue Geräteklasse um seine kommenden Atom-Chips (Detail-Infos hier beim TecChannel).

intel-atom

MIDs, Nettops und Netbooks sollen von der neuen Architektur profiteren. Ein Beispiel für so ein Gerät, wenn auch ohne Atom-Plattform, wäre der EeePC. Das so etwas ankommt bei den Herstellern bestätigt sich vor allem dadurch, dass Nvidia mit Tegra einen eignen Chipsatz für ebendiese Geräte vorgestellt hat, als Konkurrenz zum Atom, wenn auch mit einigen schwammigen Specs.

Da das Ganze Thema aber recht verwirrend ist, aber garantiert in nächster Zeit öfter zu lesen sein wird, wollen wir euch hier eine kurze Definition aufzeigen:

MID: Die Mobile Internet Devices wurden von Intel auf der letzten CES vorgestellt. Die Idee dahinter ist ein Gerät, dass ständig mit dem Web verbunden ist, aber noch in die Jackentasche passt. Sprich, die Dinger ähneln PDAs verfügen aber mindestens über WLAN, zusätzlich wahlweise oft noch UMTS/HSDPA oder WiMAX. Aktuelles Beispiel für so ein Produkt wäre das N810 von Nokia, das allerdings kein MID im Intel-Sinn ist.

Nokia N810 Webbrowser

MID-Beispiel: Das N810 fällt bereits in die MID-Geräteklasse, nutzt aber keinen Atom. (Quelle: TecChannel/mja)

Netbook: Das Netbook ist größer als ein MID, allerdings noch unter einem Subnotebook. Als grobe Definition lässt sich sagen: Tastatur und Mausersatz muss vorhanden sein, zudem meist mehrere USB-Ports. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Geräte preiswert sind, Einstiegspreis ist meist um die 300 Euro. Als Betriebssysteme kommen entweder angepasste Linux-Derivate oder Windows XP zum Einsatz. Typische Vertreter wären Geräte wie der Asus EeePC oder das Acer Aspire One.

aspireone

Netbook: Das Aspire One ist das erste “richtige” Netbook. Es setzt auf den Atom-Chipsatz und verwendet Linux, Kostenpunkt 329 Euro. (Quelle: Acer)

Nettop: Nettops sind die letzte Geräteklasse, in die Intel Atoms verbauen will. Dabei soll es sich in erster Linie um abgespeckte Desktop-Systeme handeln, die bei Verbrauch und Kosten punkten sollen.

Fazit – Wer braucht’s?: Das Problem an neuen Geräteklassen ist: Wer soll das kaufen? Gerade die Netbooks stecken da in der Zwickmühle. Sie ersetzen weder Smartphone noch Notebook, wären also ein weiteres mobiles Gerät. Aber geht der Trend wirklich zum Zweit- und Dritt-PC? Ich hatte persönlich die Gelegenheit, das Aspire One kurz anzutesten. Ich muss sagen: Als Zweit-PC, wenn man kein Notebook hat und nur rudimentär damit schreiben, surfen oder mailen will, dann geht es – aber das sind meiner Meinung nach nur Einzelfälle. Auf jeden Fall bin ich auf die erstens Tests gespannt, denn als zusätzliches Gadget würde mir ein Netbook oder MID schon gefallen.

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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