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Fonera 2.0 – Der Router für web-affine Nerds

Update: Ein kompletten Test der Hardware mit Features und vielen Screenshots findet Ihr hier: Test Fonera

Vielleicht kennt ihr das FON-Projekt schon. Falls nicht, hier ein kurzer Abriss: FON will möglichst flächendeckend WLAN und Internetzugänge zur Verfügung stellen. Dazu lieferte das Projekt zunächst eine Custom Firmware für WLAN Access Points, über die man die eigene Bandbreite teilen konnte. Der Vorteil: Wer seine Bandbreite teilt, darf an allen anderen FON-Spots umsonst mitsurfen. Dabei steht jedem selbst frei, wie viel Bandbreite er spendieren will. Wirft man einen Blick auf die FON-Karte, scheint das Konzept gut aufzugehen.

Recht bald kam ein eigener Router, die La Fonera. Dieser beherrschte Multi-SSID, man erhielt also quasi ein privates und ein öffentliches WLAN. Auch ansonsten ist die La Fonera ein durchaus ansprechendes Gerät, allerdings war mir ein LAN-Port immer zu wenig.

Inzwischen ist die neue Auflage fertig, La Fonera 2.0 .

Fonera 2

Hier haben sich die Jungs (und Mädels) selbst übertroffen, die Feature-Liste liest sich sehr gut:

  • USB-Port, der Festplatten, Bluetooth-Dongles und UMTS-Modems unterstützt
  • Wieder zwei SSIDs
  • Zwei LAN-Anschlüsse
  • Speicher: 8 MByte Flash, 32 MByte RAM
  • 802.11g WLAN

Soweit die technischen Specs, jetzt kommt der interessante Part:

  • Bittorrent Client, Downloads gehen direkt auf angeschlossene USB Speicher
  • Unterstützt direkte Uploads von USB zu Flickr, Facebook, Picasa und Youtube
  • Fileserver und Printserver im Netz
  • Unterstützt Megaupload und Rapidshare

Noch nicht enthalten sind ein Mediaserver (soll aber kommen) sowie ein RSS-Downloader für Bittorrent.

Die La Fonera 2.0 kann im Online-Shop für 49 Euro plus Versandkosten bestellt werden, insgesamt zahlt man etwa 60 Euro. Video gefällig? Gerne:

Die La Fonera 2.0 ist komplett Open Source, die aktive Entwicklergemeinde wird also dazu einiges Beitragen. Der entsprechende Wikieintrag  enthält schon einiges an interessanten Plugins, etwa ein Java-Backup-Tool.
Auch die Hardware-Hack-Fraktion trumpft gut auf. Sehr cool fand ich das Battery Pack, mit dem die Fonera einige Stunden läuft. Kombiniert man das mit einem 3G USB-Dongle kann man selbst in der tiefsten Pampa einen WLAN-3G-Hotspot aufstellen an dem sich mehrere Leute anmelden können. (gut, wenn man allein ist, dann kann man den 3G-Stick auch direkt an den Rechner anstöpseln, aber wie uncool ist das denn bitte?)
Doch was nur tun mit der alten Fonera? Entweder im Bekanntenkreis unterbringen (erinnert euch, freier WLAN-Zugang) oder ihr nehmt sie als billigen WLAN-Dongle für die Xbox 360.

Deren USB-Dongle ist ja bekanntlich Mist von wechselhafter Qualität und kostet überraschend viel. Dank der Fonera und der Firmware von DD-WRT oder Open-WRT lässt sich aber eine praktische (und billige) WLAN Bridge für die Xbox 360 basteln.

Wer keine Fonera zur Hand hat, aber einen alten DD-WRT-tauglichen Router rumliegen hat, dem empfehle ich meine Anleitung auf der TecCommunity. Ich bridge damit meine Xbox 360 über einen Linksys WRT54G an einen neuen Linksys hin. Geht einwandfrei.

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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