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Playstation Vidzone: Musikvideo auf der PS3 – Praktisch, mit Mängeln

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Seit Donnerstag können sich PS3-Besitzer die kostenlose Anwendung Vidzone aus dem PSN herunterladen. Vidzone bietet Zugriff auf Musikvideos  und streamt die über die Konsole – kostenlos. Die Qualität der jeweiligen Videos ist ok, allerdings handelt es sich nicht um hochauflösende Videos sondern normale PAL-Qualität. Auf den ersten Blick kann vor allem der große Katalog beeindrucken. Sony hat sich nicht lumpen lassen, von Klassikern bis hin zu Chart-Musik lässt sich einiges finden.

Playlist-FatboySlim

Dabei bemerkt man auch schon eins der ersten Probleme: Die Navigation ist mühsam. Zwar kann man sich Lieder anzeigen, die zum aktuellen Song passen, allerdings ist es nicht möglich, direkt auf die Überischtsseite eines einzelnen Interpreten zu springen. Auch die Suche sollte noch optimiert werden. Um einen Titel oder Interpreten zu finden, muss man die Buchstaben der Reihe nach durchscrollen, hier wäre die normale virtuelle Tastatur der PS3 eine deutlich elegantere Lösung gewesen. Nervig ist auch, dass nur Titel oder Interpreten angezeigt werden, die die eingegebenen Buchstaben in exakt der Reihenfolge enthalten. Als Beispiel: Die (nahezu vollständigen) Musikvideos von The Killers sieht man in der Interpretensuche erst, wenn man die Buchstaben “THE K” eingibt. Ebenfalls nervig: Springt man aus einem Interpreten zurück, landet man wieder ganz am Anfang der Suchergebnisse und muss von vorne zu scrollen beginnen.Praktisch ist allerdings, dass sich Wiedergabelisten bequem anlegen und befüllen lassen.

Sony blendet im Dienst Werbung ein, in der Vollansicht eines Videos erscheinen die Banner am unteren Rand, allerdings ohne groß zu stören. Zudem lassen sich die Videos direkt auf Handys herunterladen – schlagen dann aber mit 2 Euro pro Stück sehr teuer zu Buche.

Dennoch ist Vidzone kein schlechter Dienst. Der Sound ist gut, die Qualität der Videos ist OK und die Auswahl ist gigantisch, vereinzelt aber auch unverständlich (zB fehlt der Klassiker “Everybody dance now” von C+C Music Factory , vier völlig unbekannte Lieder sind aber drin). In jedem Fall kann man eine Party damit ordentlich unterhalten – inklusive Ausrufen wie “Oh mein Gott, hat man in den 80ern wirklich solche Sachen getragen?”.

Alles in Allem könnte Vidzone eine echte Konkurrenz zu Klimpersendern wie Viva oder MTV sein – vor allem, da Sony dankenswerterweise auf Moderatoren verzichtet. Für die Zukunft würde sich eine Integration in einen Dienst Last.FM geradezu anbieten.

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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