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IPREDator und BitBlinder – die anonymen P2P-Netze kommen

Anonyme P2P-Dienste waren lange Zeit schwer umzusetzen, da meist die notwendigen Bandbreiten fehlen. Das ändert sich langsam, entsprechend kommen auch neue Dienste auf.  Ganz vorne mit dabei sind die Macher der Pirate Bay mit ihrem IPREDator-Netzwerk. Dabei handelt es sich um ein VPN-Netzwerk, über das man für eine monatliche Gebühr von 5 Euro Dateien anonym und ohne dass Inhalte gespeichert werden, austauschen kann. IPREDator hat aber noch einen anderen Sinn als Tauschbörsen. Das Netzwerk ist eine Antwort auf das in Schweden veröffentlichte IPRED-Gesetz, das unter anderem vorsieht, das Provider Daten an die Industrie herausgeben müssen. Seit 15.06 ist IPREDator in der Beta-Phase, laut dem Blog der Pirate Bay haben sie 180 000 Anmeldungen für den Service.

Der zweite Ansatz ist BitBlinder. BitBlinder verwendet ein ähnliches Konzept wie TOR. Das BitBlinder-Netzwerk stellt Verbindungen zwischen zufälligen Peers her, also anderen Nutzern von BitBlinder. Über diese läuft anschließend die Kommunikation, sowohl beim Anfordern der Webseiten wie auch bei der Übertragung der Daten. Da die Kommunikation direkt und verschlüsselt abläuft, kann keine dritte Partei mithören. BitBlinder ist zwar kostenlos, hängt aber extrem von der Bandbreite der Nutzer ab. BitBlinder versucht hier mit einer Quota gegenzusteuern, sprich man kann nur so viel herunterladen wie man selbst zur Verfügung stellt.

BitBlinder Traffic Routing
BitBlinder Traffic Routing

Auch BitBlinder befindet sich derzeit im Beta-Test, Nutzer können aber ihre E-Mail-Adresse eintragen und erhalten dann unter Umständen eine Einladung.

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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