Sicherheit

Blackhat und Defcon: Fazit und Bilder

Die Badge von Ninja Networks. Awesome.

//Update am 06.08: Mit Bilder

Ok, das war also meine erste Blackhat und meine erste Defcon. Ich bin immer noch ein wenig müd, aber würde ich wieder hinfahren? In jedem Fall.

Zuerst zur Blackhat: Das ist wohl eine der besten IT-Sicherheitskonferenzen, auf der ich bisher war. Gute Sprecher, gut organisiert, gutes Hotel – das Konferenzzentrum des Ceasars Palace ist zwar kleiner als das des Mandalay Bay, aber das ist auch auch nicht schlecht.

Dann die Defcon: Wow. Für die knapp 140 Dollar, die das kostet, wow. Klar, es ist ein wenig chaotischer, aber irgendwie auch deutlich familiärer. Die Talks sind sogar noch ein wenig technischer als auf der Blackhat – und die Hacker-Kultur ist deutlich stärker vertreten.  Es ist allerdings nahezu unmöglich, alle Vorträge, Contests, Events und Partys mitzunehmen. Wow. Klar, einige Vorträge waren extrem überfüllt, im Großen und Ganzen kam man aber recht gut rein. Zudem wars extrem friedlich und jeder, wirklich jeder, war nett, auskunftsfreudig und hilfsbereit.

Die Pwnie Awards: Sehr geeky, sehr witzig, aber nur, wenn man Sicherheitsthemen über das ganze Jahr folgt.

Die Badges: Während die Blackhat Badge noch ganz normal war, haben sie bei der Defcon-Badge aufgetrumpft: Elektronisch, mit Display und Hackbar. Noch eine Stufe höher war die Badge von Ninja Networks, diese setze auf ein Zigbee-Mesh, um ein Ninja-Kampf-MMO zu erstellen. Jeder Badge-Besitzer (ich hatte leider keine) konnte die anderen attackieren und so im Level aufsteigen.

Die Partys: Ich habe viel zu wenig mitgenommen, verdammter Jetlag, aber ich hab gehört, dass sie großartig waren. Die Ninja-Party ging wohl irgendwann um 8 sowas los und hörte irgendwann so 14 Stunden später auf. Nächstes Jahr.

Paranoia: Auf beiden Konferenzen bin ich nur über das gesicherte WLAN und aktiviertem VPN ins Web gegangen – alles andere ist auf einer Hackerkonferenz eher töricht. 3G war keine Option – ich habe keinen passenden Prepaid-Anbieter gefunden (Anregungen werden gerne genommen), zudem waren auch deren  Netzwerke wohl arg überlastet. Besonders cool war das WPA2 EAP gesicherte WiFi auf der Defcon, registrieren, anmelden, passt. Der Wall of Sheep war dieses Jahr dennoch gut gefüllt, vor allem 3rd-Party-Apps auf Handys (Twitter, Foursquare, Facebook) hauen scheinbar Zugangsdaten wie wild raus – siehe auch Bild.

Vegas im August: Freck. Heiß. Unglaublich. Ich hab diese extrem runtergekühlten Räume noch nie vertragen, aber in Kombination mit dieser extremen Hitze (hey, morgens 28 Grad. Im Schatten. Nicht, dass es hier viel Schatten gibt). Also, wer nach Vegas kommt, v.a. im Sommer: trinken, trinken, trinken. Und zwar Wasser, kein Bier. Nunja, andererseits ist das meiste Ami-Bier eh wie Wasser, das geht dann schon.

Praktische Tools: Everywhere HTTPS ist eine super Erweiterung für Firefox, die Seiten wie Facebook oder Twitter ständig zur HTTPS-Verschlüsselung zwingt.

Hotel Treasure Island: Meh. Nichts besonderes, weder positiv noch negativ. Natürlich kein kostenloses WiFi, aber weniger teuer verglichen mit dem Mandalay Bay.

Aufzeichnungen: Weils in den Kommentaren aufgetaucht ist: Die Videos der Defcon und Blackhat dauern wohl noch, bis sie online sind. Grund ist, dass sie zunächst verkauft werden.

Bilder, Bilder, Bilder (Achtung Feed-Reader: Ich weiß nicht, wie die Bilderstrecke im RSS aussieht, schauts euch lieber auf der Homepage an):

 

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

2 Kommentare

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  • Hey, danke für die umfangreiche Berichterstattung! Gibts denn schon recordings von der Defcon? Ich finde nämlich keine :/

  • Die werden erst ein ein paar Monaten online sein – kein Wunder, die wollen die erstemal zu Geld machen. Auf der Con hätte ich für knapp 500 Dollar die Aufzeichnungen kaufen können – wie gesagt, dauert halt noch.

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