Comic Review: Darth Vader and the Lost Command

Einer der größten Erfolge meines Comic Con Besuchs (neben den großartigen Artikeln) ist, dass ich auf dem Presseverteiler von Dark Horse Comics gelandet bin. Und da sind großartige Sachen dabei. Eine Sache vorweg: Ich bin auf dem englischen Verteiler, also kriege ich auch die Comics auf Englisch. Eins meiner bisherigen Highlights gehört in das Star-Wars-Universum, der Titel lautet Darth Vader and the Lost Command (Amazon-Link). Das schöne ist, dass es diese Geschichte nicht nur als einzelne Comics gibt, sondern in einem schönen Hardcover (den ich nicht beurteilen kann, ich hatte aber die PDF-Version davon als Review-Material).

Darth Vader and the Lost Command (Quelle: Dark Horse Comics)
Darth Vader and the Lost Command (Quelle: Dark Horse Comics)

Die Geschichte siedelt kurz nach dem dritten Teil von Star Wars an (als Star Wars III, Revenge of the Sith, nicht Star Wars VI Return of the Jedi). Anakin Skywalker ist Geschichte, Darth Vader ist geboren. Dennoch ist die Verwandlung nicht komplett abgeschlossen, Vader quält noch immer die Erinnerung an seine verlorene Liebe, Padme, inklusive Halluzinationen und Flashbacks. Dennoch kommt seine dunkle Seite immer stärker zum Vorschein, was dem Imperator nur recht ist, schließlich hat er einige Aufgaben für seinen Jünger. Vader soll in den Ghost Nebula reisen und dort eine verschollene Expedition aufspüren. Angeführt wird diese von Admiral Garoche Tarkin. Tarkin? Richtig, es handelt sich um den Sohn von Groß-Moff Wilhuff Tarkin, der Star Wars Fans eher als sturer Kommandant des ersten Todessterns in Erinnerung sein dürfte. Tarkins Abneigung gegen Vader ist auch hier schon spürbar, dem Imperator ist das gerade recht. Ohne zu viel Spoilern zu wollen enthält die Geschichte natürlich einige Windungen, inklusive Verrat, Machthunger und Enttäuschungen.

Was mir aber bei The Lost Command sehr gut gefallen hat, ist wie der Wandel von Anakin zu Darth Vader weiter beschrieben wird. Auch wenn ihn noch Zweifel plagen, Darth Vader ist ein eiskalter Hund, was sich beispielsweise zeigt, als ihn ein Stormtrooper fragt, was mit den Gefangenen einer vorherigen Schlacht geschehen soll – Vader antwortet eiskalt „Drown Them“. Man merkt auch, wie in der Geschichte immer weiter Richtung dunkler Seite rückt. Geschrieben wurde The Lost Command übrigens von Haden Blackman. Der kennt sich im Star Wars Universum gut aus, hat er doch zahlreiche Bücher (etwa den The New Essential Guide to Weapons and Technology) geschrieben und war auch für die Story des Spiels „Force Unleashed“ mit verantwortlich war. Kein Wunder also, dass sich The Lost Command so schön in den Star Wars Kanon einfügt.

Wichtig an einem Comic ist natürlich auch der Zeichenstil. Bei The Lost Commando habe ich da wenig Grund zu Meckern. Vor allem die Kampfszenen sind dynamisch in Szene gesetzt. Vader beispielsweise ist dynamisch in seinen Bewegungen (ganz anders als etwa im Intro zum Spiel „Star Wars: Force Unleashed“). Der gute Zeichenstil von Rick Leonardi setzt sich bei den Sturmtrupplern fort und auch die Menschen ohne Helm oder Maske wirken gut.

Darth Vader and the Lost Command - Beispiel (Quelle: Dark Horse Comics)
Darth Vader and the Lost Command - Beispiel (Quelle: Dark Horse Comics)

Fazit:

Star Wars: Darth Vader and the Lost Command ist eine schönes Comic für alle Star Wars Fans. Das tolle daran ist, dass die Geschichte weitergesponnen wird – und zwar nicht in dieser (meiner Meinung nach) langweiligen Old Republic, sondern zeitnah vor Episode IV. Vaders Abgleiten zur dunklen Seite der Macht ist lesenswert, vor allem, so finde ich, erklärt die Geschichte auch, warum Luke am Ende von Episode VI überhaupt zu ihm durchkommt, seine menschliche Seite berührt und damit das Ende des Imperators besiegelt. Ja, das mag weit hergeholt sein, aber wenn man The Lost Command gelesen hat, dann wirkt Vader irgendwie verständlicher.

Über Moritz Jäger

Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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