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BildPlus: Bezahlsystem mit Flopwahrscheinlichkeit

So. Springer zeigt das neue Bezahlsystem, mit dem die Bild künftig im Web Geld verdienen will. Es wird ein Freemiumg-Modell (was auch sonst), aber Bild-exklusive Inhalte sollten Geld kosten. Und zwar in drei Stufen: 4,99 Euro, 9,99 Euro und 14,99 Euro. Einfacher gesagt sieht das so aus:

Bild Bezahlmodell (Quelle: Axel Springer)
Bild Bezahlmodell (Quelle: Axel Springer)

Meine Prognose: Das Ding wird floppen. Vielleicht kriegen sie ein paar Abos für 4,99 Euro, wahrscheinlich werden mehr Nutzer die neuen QR-Codes in der gedruckten Bild nutzen (oder online tauschen).

 

Man kann über Springer und vor allem die Bild sagen, was man will. Ich persönlich mag sie nicht. Allerdings hätte Springer die Marktmacht gehabt, ein komplett neues, innovatives System in den Markt zu drücken. Mit Schnittstellen, an denen sich andere Verleger andocken und mitverdienen können. Stattdessen gibt es die übliche Suppe aus Abo-Modell und kostenlosen Inhalten. Gähn. Mal wieder wird ein Print-Konzept ins Web übertragen, das hat ja bislang schon so super funktioniert. Was ist mit Premium-Dienstleistungen? Etwa einer Funktion, die mir zu einem Thema automatisch Dossiers zusammenstellt? Oder einer Integration von anderen Springer-Medien (Welt, ComputerBild, usw. Es ist ja nicht so, dass die Jungs und Mädels der Axel Springer AG nur ein Heft basteln.)

 

Insofern: Meh. Sie hätten das Zeug und die Marktmacht zu was ganz großem gehabt. Jetzt wird es wohl ein mittelmäßiges Abo-Modell, das zu wenig einbringt um revolutionär zu sein und zu viel kostet um wirklich Geld zu bringen. Schade.

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

3 Kommentare

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  • Also, ich kuck ja schon ab und an auf der Bild Seite vorbei, aber eher nur zur Belustigung als zur Informationssuche. Zahlen würd ich dafür keinen Cent.

    Was hättest du den eher als Bezahlsystem erwartet?

    • Irgendwas mit mehr Pfiff. In Polen etwa haben sich 40 Zeitungen zusammengetan, sprich, du hast eine super Auswahl und ein einheitliches Interface. Ich wäre schon zufrieden (und würde zahlen), wenn sich etwa Zeit, Taz und SZ zusammentun und ich nur noch einen Account habe und ein digitales Guthaben, das ich zudem verteilen kann, wann ich will.
      Sprich, eher ein Prepaid-System als ein Abo-Modell. Abos sind doof und so letztes Jahrtausend.

      • Joa, das hört sich wirklich gar nicht mal so schlecht an. Da wär es direkt zu überlegen mal wieder in eine Zeitung zu investieren. Nach Lust und Laune. 40 Stück is schon ne Hausnummer.

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