Die enttäuschenden Eisner Awards

Die Eisner Awards werden von der Comic Industrie gerne als „unser Oscar“ gesehen. Tatsächlich steckt dahinter eine durchaus großartige Idee: Jedes Jahr sollen die Comic-Schaffenden, egal ob Zeichner, Schreiber oder Verkäufer unter dem Namen Will Eisner (der etwa den Spirit und zahlreiche andere großartige Comics erdacht und geschrieben hat) zusammenkommen, um sich selbst zu feiern und an die zu erinnern, die nicht mehr das sind.

Maxi, Michi und Ich wollten das in jedem Fall sehen und waren, zugegebenermaßen, auch etwas aufgeregt.

Tatsächlich hat sich die Veranstaltung als kompletter Reinfall herausgestellt. Das lag vor allem daran, dass selbst die Preisempfänger scheinbar nicht denken, dass die Eisner Awards ihrer würdig sein könnten. Wir haben neuen Kategorien angeschaut und lediglich zwei Gewinner waren persönlich vor Ort – eine davon auch nur, weil sie als Moderatorin verpflichtet war. Überhaupt die Moderatoren. James Marsters, bekannt als Spike in Buffy, durfte durch einige Kategorien führen und hat das so hingeschlampt, dass es einfach nur peinlich war. Keine Einführung, keine persönlichen Worte, einfach nur die Namen hingerotzt und dann wieder heim.

Der einzige Lichtblick war der Gewinner Jeffrey Brown (Darth Vader and Son) und die Moderatoren John Burrowman (Doctor Who, Torchwood, Arrow) und Jonathan Ross (beide aus der UK). Die haben etwas Stimmung reingebracht.

Wie gesagt: Wenn das die wichtigste Veranstaltung der Comic Industrie ist, dann haben sich gestern die Organisatoren UND die Gewinner ordentlich blamiert. Falls ihr mal auf der Comic Con seid – die Eisners könnt ihr euch sparen.

Als kleines Bildgoodie präsentiere ich dafür: der GameOvermeier im Zombielook, Scooby Doo fressen wollend:

Zombie Attack at Comic Con

Über Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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