Allgemein Comic

Mein Eindruck von: Marvel – Agents of S.H.I.E.L.D.

So. Das SHIELD-Panel ist vorbei – und es war gut. Joss Whedon war da (yay), Clark Gregg aka Agent Coulson war da (yay) und die anderen Hauptdarsteller. Ich dachte zuerst, dass es ein reines Frage-Antwort-Spiel werden würde (blöd, weil außer dem Trailer wenig bekannt war), aber dann haben sie die Katze aus dem Sack gelassen: Es durfte kein Clip gezeigt werden, dafür konnten wir die komplette erste Episode sehen! Fuck Yeah.

Das Panel zu Agents of Shield: Joss Whedon und Clark Gregg sitzen ganz links (bzw rechts auf der großen Leinwand).
Das Panel zu Agents of Shield: Joss Whedon und Clark Gregg sitzen ganz links (bzw rechts auf der großen Leinwand).

Bilder davon hab ich leider keine, da Disney große Goons in schwarzen Anzügen durch die Reihen schickte, um Aufnahmegeräte zu konfiszieren. Kein Scherz. Aber genug gelabert, ihr wollt wissen, wie die Serie ist.

Kurz: Ich hoffe, sie wird gut.

Versteht mich nicht falsch, aber mich hat die erste Episode nicht komplett weggeflasht. Aber das liegt auch daran, dass neben Coulson ein komplett neues Team eingeführt wird, so etwas finde ich immer schwierig. Es erinnert mich ein wenig an Dollhouse oder Firefly, ich mag beide Serien, aber Piloten sind immer etwas tricky.

Mir gefällt, dass Joss Whedon sehr wohl auf den vermeintlichen Tod von Coulson in „The Avengers“ eingeht. Zeitlich ist die Serie nach Avengers angesiedelt und es sieht so aus, als würde sie ein fester Bestandteil des Marvel Video Universe werden (bei „echten“ Filmen ist Marvel deutlich besser als DC, die haben dafür bei Zeichentrick und Anime die Nase weit, weit vorne.

Zurück zur Agents of SHIELD: in Folge 1 lernen wir das Team genauer kennen und kriegen etwas Hintergrund mit. Whedon schafft es normalerweise, eine ganze Reihe von interessanten Charakteren aufzubauen – hier haben allerdings alle anderen Charaktere die Schwierigkeit, gegen Coulson anspielen zu müssen. Keine einfache Aufgabe, selbst Samuel L Jackson’s Nick Fury hatte das schwer. Ich hoffe, dass Coulson in den späteren Episoden ein wenig zurückgefahren wird, zumindest damit die anderen Charaktere sich weiterentwickeln können.

Mir gefiel aber, dass Cobie Smulders (Robin aus How I Met Your Mother) als Maria Hill zurückkehrt. Ich fand sie in Avengers gut  – und ich mag den Charakter der Maria Hill als rechte Hand (und teilweise Nachfolgerin) für Nick Fury ziemlich gerne. Dazu kommt Ron Glass aka Sheperd Book aus Firefly mit vor – hoffentlich ebenfalls als wiederkehrender Charakter. Die beiden haben angedeutet, dass Coulsons Rückkehr wohl nicht so einfach ist, wie es aussieht. Meine Einschätzung: Coulson ist tatsächlich an Bord des Helicarriers gestorben und wurde als Live Model Decoy oder als Klon wiederbelebt. Beides könnte interessante Verwicklungen in der Zukunft liefern.

Also, denke ich, dass Agents of SHIELD erfolgreich wird? Ich glaube schon. Joss Whedon hat normalerweise die Gabe, gute, relativ komplexe Serien zu machen, die eine knallharte Fangemeinde anziehen. Hier hat er nicht nur das fette Merchandise, sondern auch die Kohle von Marvel (und damit Disney) in der Hinterhand. Nachteil dürfte sein, dass Agents of SHIELD weit von einem Nitty-gitty-Look von Firefly entfernt sein dürfte – Disney mag es sauber. Interessant wird zu sehen, wie und ob Agents of SHIELD in künftigen Marvel-Filmen (Avengers, Iron Man, X-Men, Wolverine, etc mit eingespannt wird). SHIELD selbst spielt im Marvel Universum inzwischen so eine große Rolle, dass es nur nahe liegt, diesen Bereich weiter auszubauen. Vor allem, da angekündigt wurde, dass in der Serie auch neue Helden und Bösewichte gezeigt werden – ein Hinweis darauf, dass Marvel vielleicht ausprobiert, welcher von den wenig bekannteren Helden möglicherweise den Sprung auf die große Leinwand schaffen könnte. Mit Cable, Domino oder den diversen Bösewichten gibt es da eine gute Auswahl.

Allerdings gibt es auch schlechte Nachrichten:  Deadpool ist wohl vorerst nicht eingeplant…

Mehr werden wir ab dem 24. September in den USA (bei uns gibt es noch keinen Termin) sehen. Hoffentlich versauen sie weder

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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