Allgemein

How-To: Autoreisen in den USA

Die USA sind ja das Land der Autofahrer, dafür sind alle anderen öffentlichen Verkehrsmittel eher mau. Um also von San Diego nach Las Vegas zu gelangen, habe ich mich für ein Mietauto und einen Roadtrip entschieden (wobei die Entscheidung nicht zu schwer war: US-Fluglinien verlangen für Gepäckstücke unverschämt viel, Zugreisen sind viel zu umständlich und Greyhound ist auch keine wirklich bequeme Reisemöglichkeit). Geldtechnisch ist das relativ ok, Leihwagen sind in den USA etwas billiger als bei uns (ich hab etwas mehr als 35 Euro pro Tag gezahlt), Benzin ist deutlich günstiger.
Wichtige Erkenntnisse vorab:

  • In den USA kann man links und rechts überholen. Das ist crazy.
  • In den USA, zumindest in San Diego und Kalifornien, kann man bei einer roten Ampel immer rechts abbiegen.
  • Tanken: Man zahlt vor dem Tanken beim Tankwart, geht dann raus und tankt dann entsprechend voll. Die meisten Zapfsäulen haben alternativ einen Kreditkarten-Slot, die haben aber bei meiner deutschen Karte gezickt.
  • Ampeln sind auf der anderen Seite der Kreuzung (was, zugegeben, recht praktisch ist).

Mit diesem Wissen ausgestattet bin ich also los, auf den Highways 15, 215, dann auf dem Twentynine Palms Highway zu meinem Motel in Joshua Tree.

Zwischenstopp auf dem Weg nach Las Vegas.
Zwischenstopp auf dem Weg nach Las Vegas.

Am nächsten Tag kam der größere Teil, knapp 4,5 Stunden von Joshua Tree nach Las Vegas. Größtenteils waren das normale Landstraßen, die letzten 2,5 Stunden ging es aber dann über einen Freeway schön zügig voran.
Wobei, das war eigentlich das größte Ärgernis. Die Amerikaner bauen superschöne Straßen, mehrspurig und schnurgerade, man kann Kilometerweise voraussehen – und sie beschränken das Tempo dann auf 55 -65 Meilen pro Stunde (das sind etwa 88 bis 104 kmh – richtig gesehen, das kann man nicht 1:1 umrechnen, vielen Dank. Hier übrigens eine schöne Grafik zu allen Ländern, die NICHT unser metrisches System nutzen – Spoiler: es sind drei…).

So schön lang. so schön gerade - und so verflucht geschwindigkeitsbeschränkt.
So schön lang. so schön gerade – und so verflucht geschwindigkeitsbeschränkt.

Geändert hat sich das, als ich von Kalifornien nach Nevada rüber bin. Da hat es sich scheinbar rumgesprochen, dass man auf den Interstate Highways etwas schneller fahren kann, nämlich 75 mph oder 120 kmh. Das ist noch immer weit von dem, was bei uns möglich ist, aber wenigstens eine angenehme Reisegeschwindigkeit.
Wobei, dank dem Tempomaten war es sogar bei 65 mph erträglich. Die USA sind perfekt für Tempomaten. Geschwindigkeit festlegen, anschalten und – hepp – es geht gemütlich den Highway entlang. Ich musste nur aufpassen, dass ich nicht zu sehr abgelenkt wurde, da kann man durchaus wegpennen 🙂

Geht in Nevada: Eine Ampel stoppt einen zweispurigen Highway, um die Besucher eines Casinos herein- oder hinauszulassen.
Geht in Nevada: Eine Ampel stoppt einen zweispurigen Highway, um die Besucher eines Casinos herein- oder hinauszulassen.

Mein Fazit: Wer in Deutschland fahren kann, schafft das auch in den USA. Etwas seltsam ist, dass es von Bundesstaat zu Bundesstaat Unterschiede gibt (in einigen muss man sich nichtmal anschnallen). Aber wer sich an unsere Regeln hält, hat auch da drüben keine Probleme. Ich kann es jedem nur empfehlen, weil die USA teilweise im Auto noch besser zu verstehen ist. Erst dann erkennt man die Strecken und wie weit verschiedene Punkte auseinanderliegen. Zudem kann man locker mal eine Stunde fahren, ohne dass man irgendeine Ortschaft oder ein anderes Fahrzeug zu Gesicht bekommt – das ist total strange).

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

2 Kommentare

Hier klicken um zu kommentieren

Werbung

Archive

banner