f.lux in Aktion
f.lux in Aktion

f.lux: In kürzester Zeit zur Lieblingsanwendung

Es ist selten, dass mich eine Anwendung innerhalb kürzester Zeit komplett fesselt. F.lux ist so eine Tool und dabei macht es eigentlich nicht viel: Es passt die Farbtemperatur des Monitors an das aktuelle Umgebungslicht an. Aber diese kleine Änderung hat es wirklich in sich.

Die Macher von f.lux hatten eine ziemlich coole Idee: Bildschirme sind so designend, dass sie stets die Sonnenstrahlung imitieren, sprich sie sind enorm hell. Tagsüber ist das kein Problem, morgens und vor allem abends oder nachts dagegen schon. Denn es gibt Studien und Untersuchungen, nach denen man deutlich schlechter schläft, wenn man abends mit zu hellem Licht arbeitet.

Hier setzt f.lux an. Das kleine Programm passt die Farbtemperatur (ich hoffe das stimmt so) des Bildschirms an die jeweilige Tageszeit und das wahrscheinliche Umgebungslicht an. Sprich, tagsüber bei Sonnenschein geht es auf 6500K hoch, ein Licht mit enorm hohem Blauwert (das ist auch dieser blaue Schein, den Computermonitore oder Fernseher typischerweise nachts von sich geben). Während die Sonne langsam untergeht, verschiebt f.lux die Farbtemperatur langsam in den Nachtmodus, die Farbtemperatur geht mehr ins Rötliche und ähnelt dann dem Licht einer Glüh- oder LED-Birne.

Das klingt alles enorm wissenschaftlich, aber es funktioniert. Besonders wenn ich abends arbeite, fühlt es sich deutlich weniger anstrengend an, als wenn ich auch nachts mit vollem Blauwert arbeite. Und gerade auch auf dem Notebook oder dem Android-Handy (wobei es da nur mit der App „Twilight“ geht, noch gibt es keinen offiziellen f.lux-Client) ist das richtig angenehm. Die Installation ist einfach: Exe ausführen, Anwendung installieren, Ort eingeben und das war es.

Und mir gefällt, wie sich die Anwendung an Arbeitsabläufe anpasst. So lässt sie sich zum Beispiel für eine Stunde oder bis zum Sonnenaufgang deaktivieren, was praktisch ist, wenn ich etwa Fotos bearbeite, einen Film ansehe oder etwas zocke (Diablo III fesselt mich gerade wieder).

Kurz gesagt: Wenn ihr viel am Rechner sitzt, gerade abends oder nachts, installiert euch f.lux. Es gibt die Anwendung für Mac, Windows und Linux und ihr werdet es nicht bereuen (oder falls doch, kippt sie wieder runter). F.lux kostet nichts und hat keine versteckten Bösartigkeiten drin. In diesem Sinne: Just get flux!

Lasst mich wissen, ob es für euch auch so gut funktioniert und mit welchen Werten ihr arbeitet.

Und dann noch ein Tipp: Bei meinem Multimonitor-Setup war es so, dass der Mauszeiger scheinbar von der Farbänderung ausgenommen war, der war einfach immer weiß und viel zu hell, egal wie die Farbtemperatur des restlichen Bildschirms war. Ich konnte das mit einem kurzen Trip in die Registry lösen, danke eines Foreneintrags:

Navigiert zu HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Mouse und setzt den Wert “MouseTrails” auf 99. Abmelden, wieder anmelden und es sollte gehen.

Über Moritz Jäger

Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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