Hochgeistig

Wie schmeckt der Zwetschgenbrand von Eugen Schmidt Söhne? [Obstbrand]

Womit beginnt man mit einem neuen Magazin, das sich um den Schnapsgenuss zu Hause drehen soll? Gin, das wäre der einfache Start. Vielleicht ein Rum. Aber wir hier wollen anders sein, deswegen geht es in diesem ersten Test um einen Obstbrand, genauer gesagt um den Zwetschgenbrand aus der Brennerei Eugen Schmidt Söhne.

Zwetschgenbrand Eugen Schmidt
Der Zwetschgenbrand aus der Brennerei Eugen Schmidt Söhne vom Bodensee. (Quelle: Selbst)

Dabei handelt es sich um ein Weingut am Bodensee, zu dem seit 1755 auch eine Destille gehört. Die beiden Söhne von Eugen Schmidt (Sebastian und Maximilian) scheinen sich hier recht umtriebig auszutoben, ganze neun verschiedene Spirituosen hat das Familienunternehmen im Programm. Neben dem hier vorgestellten Zwetschgenbrand gibt es Klassiker wie Williams Christ, Mirabelle oder Kirschwasser, dazu kommt ein Trester (ich nehmen an vom eigenen Wein) sowie ein Obstbrand oder der verlockend klingende Golden Willi.
Nicht nur die alte Destille erinnert an die Monkey 47-Brennerei, auch beim Aussehen könnte es etwas Inspiration gegeben haben. Das finde ich nicht schlecht, denn dieser Look in der Apothekerflasche macht in jeder Hausbar etwas her. Das blaue Siegelwachs und das angenehm minimalistische Etikett sorgen für nette Akzente.

Geruch und Aussehen

Genug zur Flasche, hin zum Schnaps. Beim Ausschenken fällt gleich die Klarheit auf, ich hätte ihn tatsächlich mit etwas goldfarbener erwartet. Das aber wiegt der Geruch auf. Er ist nicht aufdringlich, aber schön intensiv. Ich rieche Zwetschgen (Pflaumen für Leser aus dem Norden) und vielleicht eine leichte Gewürznote, eventuell Richtung Zimt. Genau das richtige nach einem schwereren oder mehrgänigem Essen, ein richtig einladender Digestif.

Geschmack

Der Geschmack kann diese Versprechungen halten. Die Zwetschgennote und der etwas bissige Alkoholgeschmack harmonieren ziemlich gut, der Zwetschgenbrand legt sich schön warm die Kehle hinunter. Allerdings ist es doch recht scharf, sprich ich würde ihn vor allem nach einem kräftigen, etwas fettigem Essen (Braten, Burger, Steak etc) reichen.

Fazit

Ein toller Fund von meinem Spezl, definitiv ein Obstbrand, den ich fest in meine Hausbar aufnehme. Ja, er hat etwas Biss, aber der Geruch und Geschmack nach Zwetschge ist da und es gibt keinen “Fuselgeschmack”. Stattdessen gibt es einen guten Zwetschgenbrand, der perfekt ist, um nach ein paar Spareribs oder einem Wildbraten den Magen etwas aufzuräumen. Ist allerdings etwas schwieriger zu finden, bislang hab ich ihn nur bei Galeria Kaufhof gesehen.

Trinkempfehlung: Pur

Über den Autor

Moritz Jaeger

Mo steht für Moritz Jaeger. Ich bin freier Journalist aus München und schreibe unter anderem für den TecChannel, ComputerWoche, GameStar, PC-Welt, CIO, ZDNet oder Security-Insider. Dieses Blog ist privat, hier geht es vor allem um Themen rund um IT, Geek-Kultur oder Comics. Außerdem probiere ich hier immer wieder neue Möglichkeiten aus, es kann also sein, dass ein paar Dinge nicht so hipp/schön/ausgereift sind – aber dafür sind Blogs ja da.

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